Twitter & Square: „Jack Dorsey sollte gefeuert werden!“

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.11.2020, 10:12  |  424   |   |   

Die Aktien von Twitter (WKN: A1W6XZ) und Square (WKN: A143D6) besitzen eigentlich kaum operative Gemeinsamkeiten. Na gut, wir können beide vielleicht als Tech-Aktien bezeichnen. Bei einem digitalen Zahlungsdienstleister und einem sozialen Netzwerk sind die Überschneidungen jedoch eher rar gesät.

Eine wichtige Gemeinsamkeit ist jedoch das Top-Management. Mit Jack Dorsey haben beide Aktien nicht nur einen CEO, der identisch klingt. Nein, sondern sogar in Personalunion einen gemeinsamen CEO. Oder anders ausgedrückt: Jack Dorsey leitet beide Unternehmen.

Ein Kraftakt? Möglicherweise. Allerdings führte das jetzt unter anderem dazu, dass ein Kommentator Konsequenzen fordert. Die wiederum nicht weniger vorsehen, als dass CEO Dorsey bei Twitter gefeuert wird.

Darum soll Dorsey bei Twitter gefeuert werden

Vielleicht ist dir der Name Scott Galloway kein Begriff. Es handelt es sich um einen Wirtschaftsprofessor an einer New Yorker Universität. Wie auch immer: Nach Ansicht von Galloway sollte Dorsey bei Twitter gefeuert werden.

Twitter sei ein Unternehmen, das inzwischen mehrere Tausend Mitarbeiter besitze. Allerdings würde der CEO jeden Tag so gegen ein Uhr nachmittags bei Twitter die Segel streichen, um sich seiner anderen Verpflichtung bei Square zu widmen. Das ist etwas, das dem Professor sauer aufstößt, weshalb diese Konsequenz so offen postuliert wird.

Galloway ist nicht der Einzige, der diese Doppelfunktion kritisch sieht. Auch der Hedgefonds Elliot, der selbst investiert ist, hat massive Kritik geäußert, ruderte jedoch inzwischen wieder etwas zurück. Insgesamt scheint es um den Fokus zu gehen, den ein CEO natürlich bei seinem Unternehmen besitzen sollte.

Zudem wirft Galloway Twitter (übrigens selbst Investor) vor, dass sich unter dieser Doppelfunktion keinerlei Innovation mehr ergeben habe. Twitter sei das gleiche soziale Netzwerk wie bereits im Jahre 2015. Das könnte zeigen, dass die zwei CEO-Titel strategische Spuren hinterlassen.

Ist da etwas dran?

Grundsätzlich ist die zweifache Spitzenposition natürlich eine Belastung. Auch ein visionärer CEO wie Dorsey dürfte es noch nicht geschafft haben, sich in zwei Personen aufzuteilen. Entsprechend wird seine Zeit effektiv genutzt werden müssen, um alle Ansprüche zu erfüllen. Die Leitung zweier großer Unternehmen könnte dabei über die Leistungsfähigkeit eines Otto-Normal-CEOs hinausgehen. Der per se ja schon anspruchsvolle Arbeit leistet.

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