5, 7 oder 18 ETFs kaufen? Das macht nur bedingt Sinn!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.01.2021, 10:11  |  824   |   |   

Die Vorteile eines oder mehrerer ETFs sind bekannt: Mithilfe kostengünstiger Indexfonds können wir alle als Investoren relativ einfach ein Vermögen aufbauen. Das geschieht ganz passiv, womöglich mithilfe von Sparplänen, wenig Gebühren und einer marktbreiten Performance. Kleiner Hinweis: Das kann auch eine Korrektur erfassen.

Der einfache Ansatz ist dabei womöglich ein prägender Vorteil. Allerdings kann man es als ETF-Investor auch übertreiben. Wer beispielhaft fünf, sieben oder 18 ETFs kauft, für den könnte es attraktivere Alternativen geben. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum ein solcher breiter Ansatz wenig Sinn ergibt.

5, 7 oder 18 ETFs: Bedingt sinnvoll!

Grundsätzlich gilt dabei zunächst weiterhin eine Prämisse: Bereits ab dem ersten Indexfonds wird man eine marktübliche Rendite generieren können. Wer dabei auf die Auswahl des Index achtet und die bestmögliche Wahl trifft, der wird sich kaum etwas vorzuwerfen haben. Mehr kann sogar die Rendite verschlechtern. Wenn ein ETF auf Basis eines Index 9 % Rendite generiert, ein anderer lediglich 7 %, so wird dein Durchschnittswert bei lediglich 8 % liegen. Das zeigt: Mehr ist hier nicht immer besser.

Wer diversifizieren möchte, der wird möglicherweise trotzdem einen zweiten oder dritten Indexfonds kaufen. Beispielsweise, um den Fokus etwas zu verschieben. Aber vergiss nicht: Der letzte Ansatz behält weiterhin seine Gültigkeit. Oder auch um ein Emittenten-Risiko zu minimieren. Keine Frage: Das kann Kalkül sein.

Mehr ETFs sind hingegen nur sinnvoll, wenn man mehr als eine marktübliche Performance einfahren möchte. Beispielsweise, weil man in der Digitalisierung oder dem E-Commerce ein marktschlagendes Potenzial sieht. Sowie in zwei, drei anderen Bereichen. Mit einem solchen individuelleren Portfolio können unterschiedliche Ansätze verfolgt werden. Wobei das Abweichen vom Marktdurchschnitt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken nach sich zieht.

Fünf oder sieben verschiedene ETFs können dabei noch ein sinnvolles, breiteres Portfolio sein. Wie gesagt: Vor allem, wenn man nicht auf einen marktbreiten Querschnitt setzen will. Wer es jedoch zu sehr übertreibt, für den könnte es einen besseren Weg geben, als auf kostengünstige Passivfonds zu setzen.

Aktienauswahl möglicherweise sinnvoller!

Wenn wir bei unserem titelstiftenden Zahlenbeispiel bleiben: Ein passives ETF-Portfolio mit 18 verschiedenen ETFs ist für meinen Geschmack zu viel. Diversifikation ist schön und gut. Aber letztlich bleibt jeder Passivfonds ein Kompromiss. Sowie ein Querschnitt, der neben Chancen auch Underperformer in sich bündelt.

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