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    Chartanalyse  9289  0 Kommentare 17.000 Punkte: Gelingt dem DAX noch der Ausbruch oder kommt jetzt die Korrektur?

    Der deutsche Leitindex DAX versuchte sich zum Wochenauftakt erneut an einem Ausbruch über die 17.000-Punkte-Marke. Ist ein solcher Ausbruch wahrscheinlich oder folgt doch demnächst eine erste Korrektur?

    Für Sie zusammengefasst
    • DAX ringt mit 17.000 Punkten
    • Ausbruch gelungen, aber noch zu unsicher
    • Bearishe Divergenz mahnt zur Vorsicht
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    Make or Break – DAX ringt mit 17.000 Punkten

    Zum Start in die neue Handelswoche versuchte sich der deutsche Leitindex DAX abermals an einem Ausbruch über die Marke von 17.000 Punkten. Mit einem Schlusskurs von 17.035 Zählern ist ihm das zwar gelungen, allerdings ist der Abstand noch zu gering, um von einem nachhaltigen Ausbruch sprechen zu können.

    Damit reiht sich der Montag in eine Vielzahl von Handelstagen ein, in denen das Börsenbarometer diese wichtige Barriere zuletzt zu überwinden versuchte. Wie hoch die Chancen auf einen nachhaltigen Ausbruch sind und ob nicht doch eine Korrektur die wahrscheinlichere Variante ist, soll die folgende Chartanalyse beantworten.

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    DAX im Wochenchart

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    Zunächst der Blick in den übergeordneten Wochenchart: Hier zeigt sich seit dem Herbst 2022 ein dynamischer Aufwärtstrend mit wenigen marktüblichen Korrekturen. Eine längere Konsolidierungsphase im Sommer und Herbst letzten Jahres hat sich als klassische Bullenflagge entpuppt, der ein steiler Ausbruch über die Marke von 16.000 Punkten folgte.

    Diese steile Rallye wird seit dem Jahreswechsel erneut in Form einer Bullenflagge konsolidiert, wobei diese bereits nach oben aufgelöst werden konnte. Allerdings ist der Ausbruch bei 17.000 Punkten ins Stocken geraten.

    Das liegt zum einen an der psychologischen Hürde, die diese Barriere darstellt und zum anderen daran, dass der DAX mit Blick auf den Relative-Stärke-Indikator noch immer über beziehungsweise nahe überkaufter Niveaus handelt. Zwar konnte ein Teil der Überhitzung durch die Konsolidierung der letzten Wochen bereits abgebaut werden, möglicherweise aber eben noch nicht genug.

    Ausbruch technisch wahrscheinlich

    Eine Trendwende jedenfalls ist aktuell noch nicht zu befürchten, denn der Trendstärkeindikator MACD zeigt einen ebenso intakten wie dynamischen Aufwärtstrend an. Selbst eine Verlangsamung der Aufwärtsdynamik zeichnet sich aktuell noch nicht ab, denn der (blaue) MACD liegt mit solidem Abstand vor der (roten) Signallinie.

    Mit Blick in den Wochenchart und das bullishe Kerzenmuster ist ein Ausbruch weiterhin die wahrscheinlichste Variante. Angesichts der hohen Hürde bei 17.000 Punkten, hier verläuft derzeit auch die obere Begrenzung des Aufwärtstrends, sollten sich Anleger allerdings auf ein Anhalten der Hängepartie sowie zuvor auftretende Gewinnmitnahmen einstellen – auch um den RSI vor dem großen Ausbruch etwas Luft zu verschaffen.

    DAX im Tageschart

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    Für ein solches Szenario spricht auch der Tageschart, wobei der RSI hier schon etwas mehr Luft hat holen können. Hier wäre also sogar ohne weitere Konsolidierung ein Ausbruch möglich, zumal der MACD, auch auf Tagesbasis ermittelt, noch einen intakten Aufwärtstrend anzeigt.

    Allerdings hat dieser bereits an Dynamik verloren und ringt aktuell mit dem Verbleib oberhalb der Signallinie. Außerdem zeigen sowohl RSI als auch MACD erste Risse im Chart des DAX an: Trotz höherer beziehungsweise vergleichbarer Kursniveaus gegenüber dem letzten Erreichen der Marke von 17.000 Punkten im Dezember notieren die beiden Trend-Indikatoren deutlich unter ihren damals erzielten Hochs.

    Bearishe Divergenz mahnt zur Vorsicht

    Wenn ein Index trotz schwächerer technischer Indikatoren höhere Notierungen erzielt hat, spricht man von einer bearishen Divergenz, die auf bevorstehende Kursschwächen hindeuten kann. Die Idee hinter dieser Interpretation ist, dass die jeweils jüngste Kursbewegung technisch nicht hinreichend abgesichert ist.

    Sollte dem DAX in den kommenden Tagen dennoch ein Ausbruch gelingen, könnte die aktuell vorliegende bearishe Divergenz ein Indiz dafür sein, dass dieser nicht nachhaltig sein und ein Fehlausbruch werden wird. Um diesem Verdacht entgegenzutreten und die bearishe Divergenz zu neutralisieren, müsste der DAX besonders dynamisch ansteigen.

    Neue oder wenigstens vergleichbare Hochs in der technischen Indikation könnten sich für einen Punktestand von 18.000 Punkten ergeben. Nimmt man den Ausbruch aus der Bullenflagge im letzten Jahr zum Maßstab, könnte es für den DAX aber auch deutlich höher gehen: Hier ließ der deutsche Leitindex eine fast 2.000 Punkte umfassende Rallye folgen.

    Schwergewichte im Blick behalten

    Mit Blick auf die bereits fortgeschrittene Kursentwicklung dürften sich zumindest einige Anleger fragen, woher ausgerechnet jetzt eine solche Rallyebewegung herkommen sollte. Hierfür gilt es vor allem einerseits die DAX-Schwergewichte und andererseits die aktuellen Underperformer im Blick zu behalten: Mit 19 Einzelwerten notiert aktuell rund die Hälfte aller im deutschen Leitindex verzeichneten Titel gegenüber dem Jahreswechsel im Minus.

    Mit einer Gewichtung von knapp 40 Prozent haben diese im Falle einer Aufholjagd durchaus den nötigen Punch, dem DAX zu einer weiteren kräftigen Rallye zu verhelfen. Umgekehrt sollten Anleger allerdings beachten, dass einige hochgewichtete Werte wie SAP (Gewichtung: 12,5 Prozent, +20 Prozent seit Jahresbeginn) schon sehr gut gelaufen sind. Eine Korrektur in diesen Werten könnte eine Aufholjagd in den Nachzüglern daher egalisieren und einen Ausbruch vereiteln oder zumindest erschweren.

    Fazit: Ausbruch wahrscheinlich, aber ...

    In der Gesamtbetrachtung gilt ein Ausbruch des DAX über 17.000 Punkte aktuell als die wahrscheinlichste Variante. Der Tageschart suggeriert dabei, dass dieser jederzeit erfolgen könnte, mit Blick auf den noch überkauften Wochenchart ist allerdings auch ein Anhalten der Konsolidierung möglich. Solange sich das Bild jedoch nicht deutlich eintrübt, dürften Rücksetzer mittelfristige Kaufgelegenheiten bleiben.

    Völlig arglos sollten Anleger jedoch nicht zu Werke gehen, denn im Tageschart mahnt eine bearishe Divergenz zur Vorsicht. Sollte es zu einem Ausbruch kommen, dem DAX aber keine Verbesserung seiner technischen Stärke gelingen, könnte sich dieser Ausbruch als Fehlausbruch entpuppen. In diesem Fall wäre mit einem deutlichen Rücksetzer zu rechnen. Bei 16.000 Punkten ist der deutsche Leitindex allerdings hervorragend abgesichert.

    Für eine nachhaltige Trendwende müsste daher schon einiges schiefgehen. Mit Blick auf die Einzelwerte und ihre Gewichtung müssten für einen solchen Fall die zuletzt gut gelaufenen Schwergewichte einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben und gleichzeitig die Nachzügler auf eine Rallye ihrerseits verzichten. Auch vor diesem Hintergrund ist ein Anhalten der jüngsten Aufwärtsbewegung mittelfristig die wahrscheinlichste Variante.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Zentralredaktion

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