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Comeback des Euro - Wohin geht die Reise?

Gastautor: medianer70
30.10.2009, 08:34  |  3087   |   |   
Guten Morgen allerseits,

jeder ehrliche Trader kennt diesen Aktionismus, der einen vor allem in der Anfangszeit begleitet. Zudem ist man der festen Überzeugung, dass er zum Trading dazugehört. Erst viel später merkt man, dass es mehr mit einem selbst zu tun hat, als mit dem Trading an sich. Jeder Tradinganfänger zeigt diese Symptome.

Die meisten von uns kennen das: Freunde und Verwandte warten doch nur darauf, dass man einknickt, und das ist dann auch schon die erste Trainingseinheit, die einen auf den Krieg, sprich das spätere Trading, vorbereiten soll.

Ich kenne immer noch den Beginn meines Tradings: Da gab es nur einen der Recht hatte und das war ich selbst. Damit befand ich mich immer auf Irrwegen und das mit Höchstgeschwindigkeit. Nachgeben galt nicht und zugegeben wird schon gar nix. Also saß ich jeden Tradingtag da und wollte so gerne beweisen wie gut ich die Börse beherrsche, aber der Chart ließ es einfach nicht zu. Ich fluchte vor mich hin und hatte meist immens schlechte Laune. Und der Chart? Der setzte mich jedes Mal erneut vor die Tür.

Kennen Sie folgendes Muster? 1:0 für den Chart; nächster Trade zu früh rein, 2:0; nächster Trade zu früh raus, 3:0; nächster Trade kein Stopp, 4:0; nächster Trade kleiner Gewinn, 4:1; nächster Trade Monster Loss, 5:1; nächster Trade super Signal, aber mangels Mut dieses nicht mehr gehandelt, 6:1 für den Chart.

Ich stand mir vor dem Chart die Beine in den Bauch und die Haare standen mir zu Berge. Es sind doch immer die gleichen Sprüche die von uns Anfänger kommen: „Wieso soll ich warten bis ein eindeutiges Signal kommt? Was ist das für ein dämliches Trading? Warum soll ich so viele Punkte verschenken, wenn in jeder einzelnen Periode Hunderte von Euros rumliegen? Nur weil die Disziplin das verlangt? Niemaaaaaaaaaals…“

Man macht am Anfang einfach „keine Gefangenen“ und schon gar keinen Kompromiss; nein, man bleibt auf Protestkurs. Vor lauter Stolz kassierte ich meine nächsten Minustrades, habe später vor Wut fast geheult und bekam von meiner Partnerin auch noch den Kommentar reingewürgt: „Ich hab´s doch gewusst, du hast das mit dem Börsenquatsch nicht drauf. Vergiss es und konzentriere dich auf deinen Job.“
Das hat gesessen und tat richtig weh. Vor allem, wenn man sich in seiner Freizeit mit nichts anderem mehr beschäftigt als mit Börsenhandel.
Damals wie heute gab es und gibt es für jeden von uns immer nur eine Entscheidung: Entweder man lernt oder man macht das Konto dem Erdboden gleich – und auch allen anderen Konten danach. Ich war und bin auch heute noch nicht gewillt, vor der Börse zu Kreuze zu kriechen.
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