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Goldpreis: COT-Report: Großspekulanten setzen wieder auf Gold
Foto: Deutsche Bundesbank

Goldpreis COT-Report: Großspekulanten setzen wieder auf Gold

23.03.2013, 15:00  |  2236   |   |   

Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies vor allem unter Großspekulanten einen markant gestiegenen Optimismus aus.

Mit der Anzahl offener Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, ging es bei Gold-Futures allerdings etwas bergab. In der Zeit vom 12. bis 19. März reduzierten sich diese von 445.651 auf 440.712 Kontrakte (-1,1 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten kam es in der Berichtsperiode zu einem markanten Plus. Sie kletterte von 142.121 auf 162.364 Kontrakte (+14,2 Prozent). Noch ausgeprägter war der Optimismus zuletzt Anfang Februar. Während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) ein starker Zuwachs der Netto-Long-Position von 114.507 auf 135.610 Futures (+18,4 Prozent) registriert worden war, nahm bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) hingegen die Skepsis leicht zu. Ihre Netto-Long-Position reduzierte sich nämlich von 27.614 auf 26.754 Kontrakte (-3,1 Prozent).

Gold: Nachlassender Verkaufsdruck

Obwohl in Zypern die Banken eine Woche lang geschlossen waren und die erhoffte Rettung aus Russland ausblieb, verteuerte sich der Goldpreis auf Wochensicht um lediglich 0,9 Prozent. Eine echte Flucht in den sicheren Hafen gab es nicht, was unter anderem auf die massiven ETF-Abflüssen zurückzuführen war. Staatsanleihen bester Bonität waren trotz ihrer unverschämt niedrigen Renditen gefragter als die Hartwährung Gold. Laut US-Notenbank Fed wird sich an diesen Niedrigzinsen vorerst nichts ändern. Für Gold ist dies zweifellos positiv zu werten, da in diesem Fall die Opportunitätskosten (entgangene Zinsen) relativ gering ausfallen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten stehen die Chancen auf einen Goldpreisanstieg in der kommenden Woche recht gut. Von 25 Befragten rechnet eine Mehrheit von 64 Prozent mit einem steigenden Goldpreis, während lediglich 28 Prozent einen Rückgang für wahrscheinlicher halten.

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