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Devisen, Dax, Indizes, EURUSD, Rohstoffe Skandinavische Währungen bieten keinen Schutz mehr

Gastautor: Florian Eberhard
08.07.2013, 10:22  |  3574   |   |   

Aktien: Skandinavische Währungen bieten keinen Schutz mehr

An den Märkten besteht weiterhin eine starke Unsicherheit der Anleger. Nun verlieren sogar die skandinavischen Währungen ihren Status als sicherer Hafen. Laut Auffassung des norwegischen Handelsministers Trond Giske bestehe für ausländische Investoren kein Grund zur Annahme, dass Norwegen als Zufluchtsort für internationales Kapital dienen könne. Investmententscheidungen sollten vielfältigere Gründe als nur den Sicherheitsaspekt aufweisen. Vor wenigen Tagen kam es zu deutlichen Kurssteigerungen im Währungspaar USD/NOK. Die Trendbeschleunigung nach oben, war unter den charttechnischen Voraussetzungen ein realistisches Szenario. (Siehe Chartanalyse USD/NOK vom 02.07.2013).
Die norwegische Krone verzeichnete gegenüber dem Euro so große Verluste wie seit 2008 nicht mehr. Allein am Freitag verlor das Paar 1,73%. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellte in einer Studie fest, dass die Krone gegenüber dem Dollar um bis zu 34% überbewertet ist. Aber nicht nur die norwegische Krone hat derzeit an Wert verloren. Auch die schwedische Krone wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Investoren, die im vergangenen Monat die norwegische Krone verkauften, zogen sich auch aus der schwedischen Krone zurück. Die Währung verzeichnet im Vergleich zum Euro den tiefsten Stand seit einem Jahr. Auch in diesem Währungspaar war aufgrund der charttechnischen Gegebenheiten mit einer Trendbeschleunigung nach oben zu rechnen. (Siehe technische Analyse vom 05.07.2013). Skandinavische Währungen sind nicht länger als sicherer Hafen attraktiv und die Investoren beginnen zu begreifen, dass diese Währungen keinen Schutz gegen die Schwierigkeiten an den restlichen europäischen Finanzmärkten bieten werden.

Nach der Ausbildung eines „Hammer“ Candlestick und der Formation eines „Island-Reversals“ konnte der DAX bis auf 8.031,71 Punkte ansteigen. Der Index scheiterte doch zunächst an der 8.000 Punkte Marke und schloss -2,36% leichter bei 7.806 Punkten. Auf der Oberseite liegen die nächsten Zielmarken bei 8.000, 8.040 sowie der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Sollte der Index die Marke von 8.040 Punkten auf der Oberseite herausnehmen, so wäre sogar die Ausbildung eines Doppelbodens bestätigt. Auf der Unterseite liegen die nächsten Supportbereiche bei 7.724 und 7.611 Punkten. Die Marke von 7.724 Punkten stellt eine Kreuzunterstützung mit der 200-Tage-Linie dar und ist somit ein stärkerer Unterstützungsbereich. Der trendfolgende MACD hat zwar ein Kaufsignal ausgebildet, dreht jedoch wieder leicht nach unten ein. Der Stochastic Oszillator bestätigt das Scheitern an der 8.000 Punkte Marke und weist ein Verkaufssignal auf.
Der TecDAX weist im Vergleich zum DAX eine relative Stärke auf. Der Dax notiert mit den jüngsten Kursverlusten wieder in der Nähe des Junitiefs. Der TecDax ist von diesen Tiefständen hingegen weit entfernt. Der Technologie-Index schloss bei 952,42 Zählern mit einem Minus von -0,93%.

Der Dow Jones konnte die Marke von 15.000 Punkten nach oben durchbrechen und notiert nun mit einem Plus von +0,98% auf einem Stand von 15.135,84 Zählern. Damit ist die obere Begrenzung des Korrekturkanals in Schlagdistanz gerückt und der Index hat die bullishe Flagge nach oben verlassen. Zusätzlich konnte die 50-Tage-Linie nach oben durchbrochen werden, was als positives Zeichen zu werten ist. Nächste Zielmarken liegen bei einem Ausbruch auf der Oberseite bei 15.330 Punkten sowie beim Jahreshoch bei 15.542 Punkten. Auf der Unterseite befinden sich Supportbereiche bei der psychologisch wichtigen Marke von 15.000 Punkten sowie im Bereich der ehemaligen Konsolidierung bei 14.864 Punkten. Die Indikatoren sehen im Dow Jones sehr positiv aus. Der trendfolgende MACD hat ein frisches Kaufsignal generiert. Der Stochastic Oszillator ist ebenfalls positiv ausgerichtet.

Die asiatischen Märkte weisen heute Morgen überwiegend rote Vorzeichen auf. Der Hang Seng notiert -2,23% leichter bei 20.390,02 Punkten. Der Nikkei steht aktuell bei 14.187,75 Punkte und notiert damit -0,85% schwächer. Auf der Oberseite liegen die nächsten Anlaufmarken bei 14.500 und 15.000 Punkten. Auf der Unterseite sind Unterstützungen im Bereich von 13.624 und 13.211 Punkten auszumachen. Zusätzliche Unterstützung ist durch die 50-Tage-Linie zu erwarten, über die der Index derzeit notiert. Der MACD weist ein intaktes Kaufsignal auf. Der Stochastic Oszillator hat ein frisches Verkaufssignal generiert und weist nach dem Anstieg der vergangenen Tage auf Ermüdungserscheinungen hin.

 
Anlageklassen Schlusskurs Veränderung Veränderung in %
Aktienindizes
DAX 7.806,00 -188,31 -2,36%
EURO STOXX 50 2.596,01 -50,53 -1,90%
Dow Jones Industrial 15.135,84 +147,29 +0,98%
S&P 500 1.631,89 +16,48 +1,02%
Nasdaq 100 2.963,22 +21,81 +0,74%
Nikkei 225 14.187,75 +122,22 -0,85%
Rohstoffe
WTI (08/13) 103,63 +2,57 +2,54%
Brent (08/13) 107,72 +1,96 +1,85%
Gold (Spot) 1.212,70 -38,80 -3,10%
Silber (Spot) 18,90 +0,78 -3,99%
Kupfer (08/13) 3,08 -0,10 -3,05%
Währungen
EUR/USD 1,2828 -0,0084 -0,66%
EUR/JPY 129,82 +0,52 +0,41%
EUR/GBP 0,8615 +0,0049 +0,57%
USD/JPY 101,20 +1,08 +1,08%
AUD/USD 0,9043 -0,0017 -0,19%

 

Rohstoffe: Brent Oil durchbricht 200-Tage-Linie

Der CRB Index verzeichnete leichte Abgaben und schloss bei 280,72 Punkte -0,38% leichter. Der Index notiert immer noch unter der Dreieckformation und die jüngsten Kurssteigerungen könnten einen Rücktest der unteren Begrenzung darstellen. Erst ab einem Kurs über 282,64 Punkten würde sich das Chartbild sichtlich eintrüben. Der MACD Indikator weist ein frisches Kaufsignal auf. Ebenso hat der Stochastic Oszillator ein frisches Kaufsignal generiert.

Der Goldpreis konsolidiert unter der Marke von $1.250. Derzeit notiert die Feinunze bei $1.222,66 mit einem Plus von +0,06%. Der MACD Indikator weist ein intaktes Verkaufssignal auf. Der Stochastic Oszillator hat ein frisches Verkaufssignal generiert. Es muss durchaus damit gerechnet werden, dass die erwartete Erholung bis an die Marke von $1.300 ausbleibt und das Gold den Abwärtstrend ausgehend von dem Niveau bei $1.267,50 wieder aufgenommen hat. Nächste Zielmarken auf der Unterseite liegen im Bereich von $1.180. Sollte Gold sich unter der Marke von $1.250 stabilisieren können, so liegen Zielmarken auf der Oberseite im Bereich von $1.250, $1.270 und $1.300 Dollar.

Brent Oil mit der Lieferung August notiert derzeit an der Marke von $107,72 mit einem Plus von +1,85%. Wie erwartet setzte der Bruch der 200-Tage-Linie eine starke Aufwärtsdynamik in Gang. Nun ist der Weg frei bis in die Bereich von $109 sowie $110,70. Da der Impuls jedoch sehr stark ausfiel, muss durchaus mit einem Rücktest des ehemaligen Pivotpunktes bei $106,77 gerechnet werden. Die Indikatoren sehen sehr bullish aus und würden für ein Ansteuern der Zielmarken auf der Oberseite sprechen. Der MACD hat ein frisches Kaufsignal generiert. Der CCI weist ebenfalls ein Kaufsignal auf. (Siehe Chart des Tages).

Devisen: EUR/USD an der 1,28er Marke

EUR/USD: Das Währungspaar konnte seinen Abwärtstrend fortsetzen und notiert derzeit bei 1,2819. Damit wurden erneut zwei weitere Zielmarken erreicht. Neue Anlaufmarken auf der Unterseite liegen nun im Bereich von 1,28. Sollte der Kurs sich an dieser Schwelle nicht stabilisieren können, ist sogar mit Abgaben bis in den Bereich von 1,2756 zu rechnen. Zusätzlich würde ein mittelfristiges Trendsignal durch eine S-K-S Formation aktiviert werden, was die Abwärtsdynamik noch einmal beschleunigen könnte. Auf der Oberseite liegen Widerstandszonen im Bereich von 1,2850 sowie 1,2912. Die Indikatoren weisen einen intakten Abwärtstrend auf. Der trendfolgende MACD ist nach wie vor negativ ausgerichtet. Der Stochastic Oszillator weist ebenfalls ein Verkaufssignal auf. Der Oszillator befindet sich aber schon in seiner Extremzone, was auf eine Konsolidierung an der Marke von 1,28 schließen lässt. Bearish.

USD/JPY: Das Paar konnte die 100er Marke im Zuge der Aufwärtsbewegung überwinden und erreichte im High 101,54. Das Währungspaar scheint sich oberhalb der runden Marke von 100 zu stabilisieren. Neue Zielmarken auf der Oberseite liegen bei dem Pivotpunkt 101,54 sowie im Bereich von 102,45, bevor das Jahreshoch bei 103,75 wieder angepeilt werden kann. Der MACD ist sehr bullish orientiert. Der Stochastic Oszillator hat vor ein paar Tagen ein Verkaufssignal generiert, dreht aber wieder nach oben. Bullish.

EUR/GBP: Das Währungspaar konnten nach dem Fehlausbruch vor ein paar Tagen nun endlich die Handelsspanne zwischen 0,8403 und 0,8603 nach oben verlassen. Der Kurs notiert derzeit an der Marke von 0,8613. Die abgeleitete Zielmarke liegt nach dem Ausbruch im Bereich von 0,8766. Vorher liegen erste Anlaufmarken im Bereich von 0,8638 und 0,8684. Auf der Unterseite dürfte die ehemalige Channel-Begrenzung bei 0,8603 einen ersten Supportbereich darstellen. Die Indikatoren sehen für das paar eher bullish aus. Der MACD zeigt ein Kaufsignal an. Der Stochastic Oszillator ist ebenfalls positiv ausgerichtet. Bullish.

AUD/USD: Das Paar setzt seinen starken Abwärtstrend kontinuierlich fort. Derzeit notiert das Paar an der Marke von 0,9055 und hat die Rechteckformation zwischen 0,9114 und 0,9341 der vergangenen Tage damit nach unten verlassen. Das Tief der Bewegung liegt bei 0,9013. Das Kursziel aus dieser Formation liegt bei 0,8887. Nächste Zielmarken auf der Unterseite liegen nun im Bereich der runden 0,90er Marke. Die Indikatoren bestätigen das bearishe Szenario. Der trendfolgende MACD verläuft horizontal und ist leicht nach unten eingedreht. Der Stochastic Oszillator ist nahezu horizontal ausgerichtet. Sollte das Paar eine leichte Erholungsbewegung einleiten können, so sind die nächsten Zielmarken auf der Oberseite im Bereich von 0,9167 und 0,9335 zu finden. Bearish.

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16:30 CAD BoC Senior Loan Officer Servey - -5,0 -5,8
21:00 USA Verbraucherkredite Mai in Mrd. USD .- 13,0 11,10
 
Chart des Tages: Brent Oil durchbricht 200-Tage-Linie

Chart courtesy of StockCharts.com; http://stockcharts.com

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