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Deutsche Ökonomen haben gewählt US-Wahl: Clinton 74 Prozent, Trump bei 0,7 Prozent

15.09.2016, 14:37  |  2375   |   |   

Wenn es nach den deutschen Volkswirten ginge, stünde der Wahlsieger im Rennen um die US-Präsidentschaft bereits fest - bzw. die Wahlsiegerin, müsste man sagen. Denn: Hillary Clinton würde mit überwältigender Mehrheit gewinnen.

Die frühere Außenministerin erhielte 74,48 Prozent, Trump genau 0,7 Prozent. Auf Platz 2 würde der Ökonom Laurence Kotlikoff aus Boston mit 15,17 Prozent landen. Das sind die Ergebnisse des ifo Ökonomenpanels in Zusammenarbeit mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.). Sogar weitgehend unbekannte Kandidaten wie Gary Johnson (3,45 Prozent) und Jill Stein (2,07 Prozent) lägen vor Trump.

Stimulierung der US-Konjunktur und Wirtschaftswachstum

„Nicht nur die Person, auch das Programm der Kandidatin Clinton finden die deutschen Ökonomen viel überzeugender als das von Trump“, sagt Niklas Potrafke, Leiter des  ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Hintergrund für Clintons Erfolg ist, dass die Volkswirte von ihr zu 63,91 Prozent eine Stimulierung der US-Konjunktur erwarten (von Trump: 3,01 Prozent), ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den USA (71,43 zu 2,26), eine verbesserte Wettberwerbsfähigkeit der USA (61,65 zu 4,51) und eine Stabilisierung des US-Staatshaushaltes (66,92 zu 9,02). Sie erhoffen sich von Clinton verstärkten Handel und Investitionen im Verhältnis USA-Europa (80,60 zu 0,75) und im Verhältnis USA und Rest der Welt (79,45 zu 1,49).
 
Bessere Impulse in der Arbeitsmarktpolitik erwarten die deutschen Ökonomen von Clinton mit 69,92 Prozent (Trump 5,26) in der Bildungspolitkm mit 83,58 Prozent, in der Migratitionspolitik mit 88,15 Prozent, in der Klimapolitik mit 89,55 und in der Gesundheitspoliitk mit 87,31.

Das gilt auch für die politischen Beziehungen zu Europa, für die Clinton besser wäre mit 97,76 zu 1,49 Prozent, zu China (79,55 zu 6,06) und zum Rest der Welt (91,73 zu 1,50). Einzig bei den Beziehungen zu Russland liegt Trump nicht weit zurück; mit 41,54 zu 45,38 Prozent verliert er aber auch diese Frage.

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