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Fette Jahre bald vorbei? Umsatzeinbrüche: Erste Grippeanzeichen am Immobilienmarkt

19.01.2017, 11:33  |  3655   |   |   

Jetzt kommt ein Schock für die Hanseaten und alle jene, die den Immobilienmarkt für eine sichere Bank halten. Nicht nur bei den Verkaufszahlen im Luxussegment der Eigentumswohnungen scheint es zu bröckeln. Sind das Vorzeichen eines Marktrends?

Im Fall des Hamburger Immobilienmarktes schlug bislang der Pfeil nach oben aus. Jetzt bricht Dahler & Company mit dieser Tradition und beruft sich dabei auf die Ergebnisse des Gutachterausschusses, wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet. Es wurden die Zahlen vom ersten Halbjahr 2016 denen des zweiten Halbjahres 2015 gegenübergestellt. In diesem Szenario brach der Umsatz im Segment der Eigentumswohnungen um 16 Prozent ein und bei den Ein- und Zweifamilienhäusern um 15 Prozent. Auch die Verkaufszahlen in der Gruppe Eigentumswohnung, Ein- und Zweifamilienhaus ab einer halben Million Euro ging von 847 Transaktionen auf 761 zurück.

Hamburg kein Einzelfall

Für München wurde beim Vergleich der Grundstückstransaktionen vom ersten Halbjahr 2015 zur ersten Jahreshälfte 2016 ein Rückgang sowohl der Anzahl als auch des Umsatzes festgestellt, wie die "TZ" schrieb. Demnach wurden 19 Prozent weniger Verkäufe und ein Rückgang des Geldumsatzes um 15 Prozent registriert. Die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen stieg lediglich um vier Prozent. Für Frankfurt am Main bestätigt der Bericht des Gutachterausschusses, dass im ersten Halbjahr 2016 immerhin 20 Prozent weniger Immobilien verkauft wurden und dass das Umsatzvolumen um 17 Prozent sank. In Düsseldorf gibt es ebenfalls negative Nachrichten, denn der Vergleich des ersten Halbjahres 2016 mit dem ersten Halbjahr 2015 zeigt, dass bei den Grundstücken die Anzahl der Kaufverträge um 23 Prozent zurückging (Gutachterausschuss Düsseldorf). Auch in Stuttgart gab es Rückgänge am Immobilienmarkt zu verzeichnen. Die Stadt gibt an, dass die Vertragszahlen im ersten Quartal 2016 um 13 Prozent und der Umsatz um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sanken.

Trendwende nicht ausgeschlossen

Die ersten Anzeichen einer Trendwende wurden ausgemacht. Eine Entschleunigung am Immobilienmarkt käme sowohl privaten als auch instituionellen Anlegern gelegen. Mit einem Einbruch am Immobilienmarkt ist jedoch vorerst nicht zu rechnen. Die Angebotspreise steigen weiterhin teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Inwieweit steigende Preise auf der Angebotsseite und Umsatzrückgänge bei den erfassten abgeschlossenen Transaktionen auf eine Blase deuten könnten, ist ungewiss.

 

 



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