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Gold Wenn Anleger sich nach Absicherung sehnen

15.02.2017, 09:15  |  699   |   |   

Donald Trump und die politischen Risiken in Europa haben dafür gesorgt, dass Gold als Sicherheitsinvestment wieder gefragt ist. Allerdings ist es nicht sicher, dass die jüngste Preisrallye auch im weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung finden wird.

Gold fasziniert die Menschen seit jeher. Eine besonders interessante Geschichte entwickelte sich in den vergangenen Jahren rund um das im Ausland gelagerte Gold der Deutschen Bundesbank. Zwischendurch gab es die wildesten Spekulationen. Es wurde sogar gemutmaßt, dass das deutsche Gold aus den Tresoren in New York, London oder Paris verschwunden sein könnte. Zur Beruhigung hat die Bundesbank ein Rückholprogramm gestartet.

Am 9. Februar wurde nun mitgeteilt, dass die geplanten Goldverlagerungen aus New York im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen wurden. Bis Ende 2016 wurden damit in den letzten Jahren 300 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt verlagert. Nach Angaben der Bundesbank wurden im vergangenen Jahr insgesamt über 216 Tonnen Gold von ausländischen Lagerstellen nach Deutschland verlagert.

Bei einem Blick auf die Goldnachfrage zeigt es sich jedoch, dass das Interesse der Notenbanken weltweit an dem gelben Edelmetall im vergangenen Jahr deutlich abgenommen hat. Am 3. Februar stellte der Branchenverband World Gold Council seinen Bericht zu den Nachfragetrends in 2016 vor. Demnach lag die Nettonachfrage der Notenbanken mit 383,6 Tonnen so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Besonders hart traf es jedoch die Schmucknachfrage. Schuld daran waren zum großen Teil die Entwicklungen rund um den Währungsnotstand in Indien. Die starke Investorennachfrage sorgte jedoch dafür, dass die Goldnachfrage 2016 insgesamt um 2 Prozent auf 4.308 Tonnen angestiegen ist.

Auch zu Beginn des neuen Jahres scheint sich Gold einer großen Beliebtheit bei Anlegern zu erfreuen. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass Gold als ein so genannter „Sicherer Hafen“ in wirtschaftlich turbulenten Zeiten gilt. Mit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA sind die Sorgen vor einer Abschottung der weltgrößten Volkswirtschaft und einem Handelskrieg gestiegen.

Gleichzeitig finden in Europa Wahlen in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden statt. In einigen Fällen werden Euroskeptikern große Chancen eingeräumt. Außerdem bleiben Italien und Griechenland ständige Unruheherde, gegen die es sich abzusichern gilt. Auch die gestiegenen Inflationserwartungen wirken sich positiv auf die Goldnachfrage und die Goldpreise aus. Allerdings bleiben auch einige Aspekte übrig, die den Goldpreis-Bullen die Party noch vermasseln könnten.

Die US-Notenbank Fed könnte die Leitzinsen in diesem Jahr weiter anheben, was aller Voraussicht nach eine weitere Stärkung des US-Dollar zur Folge haben sollte. Da Gold hauptsächlich in der US-Währung gehandelt wird, würde sich somit die Gold-Beschaffung verteuern, mit entsprechend negativen Folgen für die Nachfrage. Außerdem sind zuletzt die Zinsen in den USA angestiegen. Damit sind auch Alternativinvestments wie Anleihen zu Gold, das bekanntermaßen keine laufenden Erträge abwirft, deutlich attraktiver geworden.

Spekulative Anleger, die steigende Goldnotierungen erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4XAU / ISIN: DE000DX4XAU9) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4GLD / ISIN: DE000DX4GLD7) die Gelegenheit dazu.

Stand: 14.02.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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