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Opioide Sterberisiko bei COPD-Patienten steigt

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
30.06.2017, 06:05  |  2441   |   |   

Toronto (pte002/30.06.2017/06:05) - Ältere Menschen mit der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD, die erst seit kurzem Opioide bekommen, verfügen bei koronaren Herzkrankheiten über ein höheres Sterberisiko. Zu diesem Ergebnis kommen Mediziner des St. Michael's Hospital http://stmichaelshospital.com . Bei diesen Patienten steht der Einsatz der Medikamente in der Langzeitpflege mit einem Anstieg um 215 Prozent in Verbindung. Bei jenen, die noch zu Hause leben, kommt es zur Erhöhung um 83 Prozent.

Risiko steigt mit Alter

Die Forscher analysierten die Krankendaten von mehr als 130.000 zu Hause lebenden Erwachsenen und von über 14.000 langzeitbetreuten Personen in Ontario. Sie leiden an COPD und sind im Durchschnitt 66 Jahre und älter. Die Infos stammen aus den Datenbanken des Institute for Clinical Evaluative Sciences. Laut Forschungsleiter Nicholas Vozoris haben frühere Studien ergeben, dass rund 70 Prozent der älteren Menschen mit COPD Opioide erhalten. Das sei ein unglaublicher Zuwachs bei einer Bevölkerungsgruppe, die potenziell sensibler auf Narkotika reagiere.

Die im "European Journal of Clinical Pharmacology" veröffentlichten Ergebnisse zeigen nicht nur ein erhöhtes Risiko bei Todesfällen in Verbindung mit koronaren Herzerkrankungen, sondern auch ein erhöhtes Risiko von herzbedingten Besuchen der Notaufnahme und Aufenthalten in Krankenhäusern. Vozoris zufolge erhielten zwischen April 2008 und März 2013 rund 60 Prozent der älteren zu Hause lebenden COPD-Patienten und 67 Prozent in Pflegeeinrichtungen ein neues Opioid. Morphin und Fentanyl werden bei dieser Patientengruppe häufig gegen chronische Muskel- und Knochenschmerzen, Schlaflosigkeit, anhaltenden Husten und Kurzatmigkeit trotz des Einsatzes von Inhalatoren verschrieben.

Herzgesundheit gefährdet

Die Experten haben sich bei ihrer Studie auf Opioide konzentriert, die weder mit Aspirin noch mit Tylenol kombiniert wurden. Diese Mittel sind dafür bekannt, dass sie die Sauerstoffwerte im Blut senken und die CO2-Werte erhöhen. Diese Veränderungen können sich negativ auf das Herz auswirken. Zusätzlich können Entzündungsfaktoren in den Blutgefäßen zunehmen. Dadurch kann es zu Blockaden kommen, die ihrerseits einen Herzinfarkt zur Folge haben. Die neuen Ergebnisse beweisen laut den Wissenschaftlern keinen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, sondern nur einen Zusammenhang zwischen der neuen Verabreichung dieser Medikamente und einem erhöhten Sterberisiko.

Frühere Studien von Vozoris haben ergeben, dass Opioide bei älteren Menschen mit COPD auch das Risiko eines Todes aufgrund von atmungsbedingten Problemen erhöhen. Allein in Kanada erkranken vier bis zehn Prozent der Bevölkerung an COPD. Die Sterblichkeit innerhalb von fünf Jahren liegt je nach der Schwere der Erkrankung zwischen 40 und 70 Prozent. Bei schweren Fällen sterben innerhalb von zwei Jahren rund 50 Prozent der Patienten.

(Ende)

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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20170630002 ]

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