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Rohstoffe WTI klettert über 50 USD

Nachrichtenquelle: Shareribs
14.09.2017, 17:18  |  640   |   |   
London 14.09.2017 - Die Ölpreise weiten ihre jüngsten Kursgewinne aus.  Die Lage am Ölmarkt hat sich nach Einschätzung von OPEC und Internationaler Energieagentur geändert, was den Preisen ein stabileres Fundament bietet.

Lange Zeit wurde der Ölmarkt dominiert von einem Überangebot an Rohöl, unter anderem bedingt durch starke Produktionssteigerungen in den USA. Die OPEC hat daraufhin zum Beginn des Jahres 2017 die Fördermengen zusammen mit anderen Staaten um insgesamt 1,8 Mio. Barrel/Tag reduziert, was anfänglich kaum Einfluss auf die Preise hatte.

In den vergangenen Monaten ist es aber zu einem Anstieg der Rohölnachfrage, bedingt durch eine anziehende Konjunktur, gekommen. In dieser Woche haben die OPEC und die Internationale Energieagentur ihre Prognosen für das Nachfragewachstum in diesem und dem nächsten Jahr angehoben. Darüber hinaus ist es innerhalb und außerhalb der OPEC zu Produktionsrückgängen gekommen.

Bei Barclays geht man zudem davon aus, dass die politische Unsicherheit im Irak und in Venezuela zu Beeinträchtigungen bei der Ölförderung führen könnte.

Darüber hinaus mehren sich die Spekulationen über eine Verlängerung der Produktionskürzunge seitens der OPEC. Diese ist bislang bis März 2018 vereinbart. Einige OPEC-Vertreter hatten sich bereits hinsichtlich einer Verlängerung bis Mitte 2018 geäußert. Zuletzt hatte sich Russland aber gegen einen solchen Schritt geäußert, da man davon ausging, dass sich das Marktfundament verbessern würde. Dies scheint sich nun zu materialisieren.

Am Mittwoch meldete das US-Energieministerium einen deutlichen Anstieg der Rohölbestände, bedingt durch den starken Rückgang der Durchsatzraten in den US-Raffinerien. Viele dieser Raffinerien mussten aufgrund des Hurricanes Harvey, der über Texas hinweg zog, geschlossen werden. Die Auslastung der Raffinerien in den USA sank auf unter 78 Prozent. Diese Entwicklung hat auch zu einem starken Rückgang der Benzinbestände in den USA geführt. Allerdings bleiben die Bestände weiter in der oberen Hälfte der jahreszeitlich üblichen Spanne.

Das Fass WTI-Rohöl verbessert sich um 1,8 Prozent auf 50,17 USD, Brent-Rohöl steigt um 1,1 Prozent auf 55,78 USD/Barrel.



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