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Blase? US-Immobilienwirtschaft: Jammern auf hohem Niveau

10.11.2017, 15:00  |  3018   |   |   

Der Dow Jones steht bei über 23.000 Punkte, einem historischem Rekord, während die Überbewertung der Hauspreise auf die Dynamik des Immobilienmarktes drückt. Laut CNBC sind 48 Prozent der Top-50-Wohnungsmärkte in den USA überbewertet. 

Im September waren in den USA im Vergleich zum Vorjahresmonat die Immobilienpreise um 7 Prozent gestiegen. Ein noch größeren Unterschied gab es bereits im August, so CNBC. Das Ergebnis ist, dass mittlerweile 48 Prozent der 50-Top-Wohnimmobilienmärkte als überbewertet gelten. Generell gilt in den USA ein Markt als überbewertet, wenn die Preise 10 Prozent über dem langfristigen Median liegen. 

Die Nachfrage und das Preiswachstum sieht Frank Martell, CEO von CoreLogic, auf einem positiven Weg, jedoch erkennt der Experte auch, dass ein Drittel der Metropolen-Märkte überbewertet sind und dies zu einem großen Problem für die Branche in 2018 werden könnte. Las Vegas, Denver, Los Angeles, Miami und New York gelten als überbewertet. San Francisco gehört ebenfalls zu den teuersten Immobilienmärkten, jedoch liegt das Einkommen hier entsprechend hoch, so CNBC. Eine nachhaltige Entwicklung zeigen die Märkte von Boston und Chicago. 

Die Entwicklung ist insofern relevant, als dass immer mehr Verbraucher davon überzeugt sind, dass jetzt ein schlechter Zeitpunkt zum Immobilienerwerb sei. Viele Immobilienmakler berichten davon, dass Kunden zunehmend frustriert sind, weil sie entweder keine passende Immobilie finden oder der Preis über dem Budget liegt. Zudem befürchten die Menschen, dass die Hypothekenzinsen in den kommenden Monaten steigen werden und somit die Erschwinglichkeit einen weiteren Dämpfer erhält. Daneben sind Verkäufer besorgt darüber, dass sie sich nach dem Verkauf keine neue Immobilie leisten können. 

Quelle: hier.

Im Zusammenhang mit der derzeitigen Marktentwicklung entsteht ein weiteres Phänomen, denn immer mehr Immobilienkäufer beziehen ihren Kredit nicht von einem klassischen Bankhaus, sondern von sogenannten "non-banks", wie USA Today berichtet. Immerhin fallen bereits sechs der zehn größten Hauskreditgeber in diese Kategorie. Der Vorteil für Verbraucher ist, dass die "non-banks" bessere Konditionen anbieten, als klassische Banken, so Guy Cecala von Inside Mortgage Finance. Zu den größten Anbietern in den USA gehören PennyMac Financial und loanDepot.com.

Laut den jüngsten Untersuchungen der National Association of Realtors ist das typische Einfamilienhaus durchschnittlich nur drei Wochen auf dem Markt: Es ist die kürzeste Vermarktungszeit seit 30 Jahren. Im Jahr 2011 dauerte der Immobilienverkauf durchschnittlich 11 Wochen. Darüber hinaus ist auffällig, dass immer häufiger der Inseratspreis oder mehr bezahlt wird.

Quelle: hier.  

Trotz steigender Preise und sinkendem Angebot gehen Experten davon aus, dass sich die Entwicklung in den nächsten 12 Monaten fortgesetzt. Es gibt keine Anzeichen für eine Immobilienblase, so Mortgage Professional America. 

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