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Anlegerverlag Lufthansa: Hört diese Rallye denn nie auf? Ein Blick auf den Chart

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
19.12.2017, 12:13  |  3075   |   |   

Es wirkt schon verrückt: Von 12,27 Euro am 30.12.2016 auf das heutige Rekordhoch von 31,06 Euro … und es wirkt, als würde der Steilflug der Lufthansa-Aktie (ISIN: DE0008232125) nie enden. Dabei stimmt zwar, dass es a) meist anders kommt als die in diesem Fall super-bullishe Mehrheit der hier agierenden Marktteilnehmer denkt, b) die Börse keine Einbahnstraße ist und c) dieser Höhenflug das best case-Szenario einpreist und nicht berücksichtigt, dass der Wachstumskurs der Airline auch Kosten verursacht, die unangenehm beißen, wenn der momentane Boom bei Passagier- und Frachtauslastung nachlässt. Aber:

Wann? All diese Aspekte liefern keine Basis für taugliches Timing mit. Und es ist nun einmal ein großer Unterschied, ob die Kranich-Airline bei 30, 32 oder 35 Euro ihr Topp markiert und dann zehn, zwanzig oder mehr Prozent korrigiert. Einfach dagegen zu halten und darauf zu wetten, dass man da auf der Short-Seite irgendwann in die Gewinnzone kommen muss, ist daher keine gute Idee … zumal man auf die Idee auch schon bei 24, 26, 28 oder 30 Euro hätte kommen können – mit entsprechend unangenehmen Konsequenzen. Ja, die Aktie ist jetzt teuer, berücksichtigt die Risiken eher nicht, wird fast euphorisch immer höher getrieben. Aber nur, wenn die Charttechnik meldet, dass die Wahrscheinlichkeit einer nennenswerten Korrektur hoch ist, ließe sich auch das Lager wechseln, zu den Bären überlaufen, ohne gewärtig sein zu müssen, überrollt zu werden. Und es ist ja auch die Charttechnik, die hier die „Pace“ macht, wie der Chart zeigt:

 

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Der Kurs hat zwar zur Stunde die Anfang November entstandene Hausse-Begrenzungslinie touchiert, aber das muss die Aktie nicht zwingend aufhalten. Nach oben einen Deckel aufzuziehen ist auf diesen Rekordlevels kaum sinnvoll möglich. Also geht der Blick auf die Unterseite. Und hier sehen wir, dass die Lufthansa-Aktie durch gleich drei Linien geführt wird, die allesamt unterboten sein wollen, bevor man hier den Beginn einer Korrektur vermuten dürfte. Neben er August-Aufwärtstrendlinie sehen wir seit Herbst eine Art „Inlay“, eine knapp über dieser Trendlinie verlaufende, parallele Trendlinie. Und darüber hinaus die 20-Tage-Linie, die diese beiden Linien zusätzlich begleitet und verstärkt.

Dieser dreifache Support ist aktuell in der Zone 29,00/29,40 Euro angekommen. Erst, wenn diese Zone auf Schlusskursbasis gebrochen wäre, würde es für das Bären-Lager potenzielle Beute geben. Bis dahin bliebe deren Küche kalt … und das Window Dressing der Fonds zum Jahresende kann diesen DAX-Überflieger kurzfristig sogar noch höher treiben!

 

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3 Kommentare

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Kommentare

LH hatte auf Grund der niedrigen Zinsen mit steigenden Kosten für Pensionen zu tun.
Ebenso mit relativ hohen Gehältern für die Angestellten.
Dazu die Konkurrenz der Billigflieger, dazu die subventionierte Konkurrenz aus den Ölstaaten am Golf.
Dann die häufigen und nervigen Streiks.
Der Vorsitzende C.Spor ist im Moment ein echter Glücksgriff für die LH, hat die Lage beruhigt und verbessert. Dazu das relativ billige Öl.
Nun kommt auch Ryanair unter Druck durch Gewerkschaften.
Insgesamt sieht es heute für die LH deutlich besser aus als noch vor zwei Jahren.
Mir ist völlig schleierhaft wie diese Aktie so lange auf einem Niveau von 10-20 stehen konnte.
Auch heute ist Lufthansa die günstigste Aktie im Dax bezogen auf das KGV. Wachstum dürfte passabel sein. Dividende ebenfalls passabel. Im Normalfall läuft LH bis Ende des Jahres locker auf 40 Euro.
Ja, die Aktie ist jetzt teuer, berücksichtigt die Risiken eher nicht, wird fast euphorisch immer höher getrieben. Aber nur, wenn die Charttechnik meldet, dass die Wahrscheinlichkeit einer nennenswerten Korrektur hoch ist, ließe sich auch das Lager wechseln, zu den Bären überlaufen, ohne gewärtig sein zu müssen, überrollt zu werden. Und es ist ja auch die Charttechnik, die hier die „Pace“ macht, wie der Chart zeigt:

Liebe Leute,

die LH-Aktie hat ein KGV unter sieben.
Selbst wenn der Gewinn auf die Hälfte einbricht,
hat die Aktie ein KGV unter 14.
Viele Aktien im DAX haben ein KGV höher als 14.

Schaut doch weniger auf den Chart als auf die Gewinne.

Sehe ich irgendwo Kommentare, die meinen
Easyjet und Ryanair seien mit ihren KGVs um die 15 zu teuer?
Da wo die beiden schon sind, muss Lufthansa durch einen massiven
Gewinneinbruch erstmal hinkommen.

Und für einen Gewinneinbruch muss man sich nicht mal anstrengen.
Der kommt durch schlechtes Management oder
widrige Wirtschaftslage ganz von allein.

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