DAX-0,98 % EUR/USD-0,09 % Gold+0,73 % Öl (Brent)0,00 %

Sunniva Inc.: Das „Canopy Kaliforniens“ Die größte Cannabis-Story, die Sie noch nicht kennen - bis jetzt

Gastautor: Marc Davis
11.01.2018, 08:32  |  31926   |   

Bislang arbeitete die in Vancouver ansässige Sunniva Inc. quasi im Pre-IPO-Tarnmodus. Nun bereitet man sich auf den Handelsbeginn an der Canadian Securities Exchange (CSE) in der Woche beginnend mit dem 8. Januar unter dem Symbol SNN vor. Die Story von Sunniva könnte kaum besser sein, wenn es um den schnellwachsenden nordamerikanischen Multi-Milliarden- Markt für margenstarke Produkte aus medizinischem Cannabis geht.

Tatsächlich hat dieses künftige Branchenschwergewicht bereits erheblichen Eindruck in der Cannabis-Branche hinterlassen. Dies erklärt auch, warum Sunniva bislang mehr als 50 Mio. CAD einsammeln konnte und kürzlich die letzte Privatplatzierung bei 6,75 CAD je Spezial-Optionsschein abgeschlossen hat.

Glaube ich also, dass Sunniva eine hohe Bewertung rechtfertigt? Ja, das tue ich.
Ich werde gleich über die überzeugende Dynamik des Unternehmens reden. Zuvor aber ist es wichtig anzumerken, dass ich bislang ein gutes Händchen bei der Identifizierung künftiger Gewinner hatte, darunter auch Aurora Cannabis (TSX: ACB).

Ich habe Aurora als unterbewerteten künftigen Outperformer identifiziert, als die Aktie bei rund 0,40 CAD notierte. Kürzlich erreichte die Aktie ein Hoch von 14,88 CAD. Und selbst bei der gegenwärtigen Handelsspanne um 13,00 CAD liegt die Börsenbewertung bei rund 6,0 Mrd. CAD.

Von allen großen Cannabis-Produzenten in Kanada ist Canopy Growth (TSX:WEED) der
Einzige, der mit 6,4 Mrd. CAD höher bewertet wird. Dies ist auf den First-Mover Vorteil und den Status als Branchenführer zurückzuführen. Es gibt weltweit nur wenige Unternehmen, die mit Aurora und Canopy hinsichtlich ihrer riesigen projizierten Wachstumskapazitäten sowie der Qualität ihrer Geschäftsaktivitäten mithalten können.

Sunniva ist würdig, in diese kleine elitäre Gruppe aufgenommen zu werden, so viel kann ich Ihnen versichern. Sunniva spiegelt Aurora insbesondere in zwei Schlüsselaspekten wider. Erstens haben beide Unternehmen ähnlich aggressive Strategien, um die dominierenden Kräfte auf Nordamerikas größten Märkten für medizinischen Cannabis zu werden. Zweitens will Sunniva Cannabis des höchsten Branchenstandards und gleichzeitig zu geringstmöglichen Kosten anbauen – wie es auch Aurora plant. In der Folge wollen beide Unternehmen ihren Patienten bzw. Kunden Cannabisprodukte liefern, die frei von Pestiziden und anderen Verunreinigungen sind. Allein dieser Werttreiber verspricht ein Wettbewerbsvorteil auf Sunnivas größtem Markt Kalifornien zu sein.

Die Kunst der Risikoreduktion bei einem Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen

Um ehrlich zu sein, hat Sunniva bereits etwas ziemlich Bemerkenswertes erreicht, bevor das Unternehmen an die Börse ging. Das Unternehmen hat praktisch das Risiko seines
Geschäftsmodells eliminiert.

Dazu zählt unter anderem die Fremdfinanzierung strategischer Geschäftsimmobilien und
Beziehungen mit Merchant-Banken, um bei voller Kapazität 100.000 Kilogramm
medizinischen Cannabis in Kalifornien und 125.000 Kilogramm in Kanada anzubauen.
Hervorzuheben ist, dass dies ohne bedeutende Investitionskosten erreicht werden konnte.

Stattdessen ist Sunniva lediglich dazu verpflichtet, laufende Betriebskosten und die
langfristigen Mieten oder Hypotheken für die neuen Betriebsstätten zu zahlen.
Darüber hinaus verhandelt das Unternehmen langfristige Verkaufsvereinbarungen mit
großen Einzelhändlern und Vertriebshändler von Cannabis-Produkten sowohl in Kanada als auch Kalifornien. Diese Verträge dürften in jedem der beiden weltweit größten Märkte - Kanada und Kalifornien - hunderte Millionen Dollar pro Jahr wert sein.

Diese Strategie der Risikoreduktion hat bereits für den Mitgründer von Sunniva, Dr. Anthony Holler, sehr gut funktioniert. Der ehemalige Arzt Dr. Holler hat ebenfalls ID
Biomedical Corp. gegründet und war deren CEO. Holler bringt auch wichtiges Führungspersonal von IDB mit zu Sunniva.

Dieses vergleichbare kanadische Start-Up ist schnell zu Nordamerikas dominierendem Hersteller von preiswerten hochqualitativen Grippe-Impfstoffen geworden. IDB hat das
Gros seiner Lieferungen über Langzeitverträge vor dem Produktionsbeginn verkauft und wurde im Jahr 2005 für 1,7 Mrd. CAD von GlaxoSmithKline PLC übernommen.

Dr. Holler ist ein CEO mit Praxiserfahrung und Chairman von Sunniva. Sein Ziel ist es, wie manche es bezeichnen würden, Sunniva zum „Canopy Kaliforniens“ zu machen (ein
Vergleich zu Kanadas dominierendem Cannabis-Produzenten Canopy Growth).
Auf dem Heimatmarkt ist Sunniva dabei, zu einem von Kanadas größten und am stärksten diversifizierten, vertikal integrierten Produzenten von preiswerten pharmazeutischen Cannabisprodukten zu werden.

Unter dem Strich dürfte das Unternehmen einen bedeutenden Marktanteil der beiden
weltweit größten Märkte für Cannabis gewinnen, was einige große Umsatzströme umfassen würde.

Auf dem Weg zu Kaliforniens wichtigsten Produzenten von medizinischem Cannabis

Sunnivas Geschäftsmodell gibt dem Unternehmen auf dem kalifornischen Markt für
medizinischen Cannabis einen bedeutenden First-Mover Vorteil. Dazu gehört der Bau von modernen Gewächshäusern mit einer Gesamtfläche von 45.430 Quadratmeter in Cathedral City, in der Nähe von Palm Springs.

Dies wird im Rahmen eines zweiphasigen Bauvorgangs umgesetzt. Die Grundsteinlegung für die erste Phase fand Anfang November statt und umfasst den Bau von Produktionsflächen aufn 30.000 Quadratfuß (rund 2.790 Quadratmeter). Die erste Ernte wird für das dritte Quartal des kommenden Jahres erwartet. Die zweite Phase umfasst den Bau weiterer Produktionsflächen auf 15.235 Quadratfuß (rund 1.415 Quadratmeter).

Beide speziell angefertigten Anlagen zusammen sollen jährlich bis zu 100.000 Kilogramm erstklassiger getrockneter Cannabisblüten herstellen. Zudem sollen 30.000 Kilogramm anderen Pflanzenmaterials für die Produktion von Cannabisölen gewonnen werden. Die Anlagen, die auch als der „Sunniva California Campus“ bezeichnet werden, sind nach den „Good Manufacturing Practice“-Protokollen konzipiert und sollen größtenteils automatisiert, unter Verwendung kommerzieller Treibhaus-Technologien von Weltrang, betrieben werden. Die Anlagen werden zudem von enormen Energieeinsparungen dank der reichlichen Sonne Kaliforniens profitieren.

Zusammen mit der kostensparenden operativen Effizienz wird Sunniva in der Lage sein, mit der großen Produktion ertragreiche Skaleneffekte zu erzielen. In der Folge geht das
Unternehmen davon aus, dass man Cannabis bei voller Auslastung zu weniger als einem
US-Dollar pro Gramm und ohne Kompromisse bei der Qualität produzieren kann. Damit wäre Sunniva der mit Abstand kostengünstigste Produzent in der Welt.

Der Sunniva-Campus dürfte Kaliforniens einziger großer Anbaukomplex werden, der mit
Leichtigkeit die zunehmend strengen Sicherheitsanforderungen für den Anbau und den
Verkauf von medizinischem Cannabis erfüllt. (Hier sehen Sie, wie die Weltklasse-Produktionsanlage aussehen soll, wenn diese fertiggestellt ist.)

In der Tat zwingen die Politiker des Bundesstaates die schwach regulierten Produzenten in Kalifornien, ihre Prozesse zu verbessern. Damit reagiert man auf die besorgniserregenden Medienberichte, laut denen bis zu 85 Prozent der in Kalifornien verkauften Cannabisprodukte zu viele Rückstände von Pestiziden und/oder anderen schädlichen Verunreinigungen enthalten.

Sunniva setzt damit also den neuen Goldstandard. Man kann es nur noch einmal betonen: das Unternehmen hat sich verpflichtet, nur pharmazeutisches Cannabis anzubauen, das frei von Pestiziden und anderen Chemikalien ist.

Dank der Verpflichtung zur Qualitätskontrolle und Produktsicherheit ist dies ein disruptiver Wettbewerbsvorteil in einem zunehmend regulierten Umfeld. Es erlaubt dem Unternehmen, langfristige Großhandelsverträge mit renommierten Vertriebshändlern von medizinischem Cannabis in Kalifornien einzugehen.

Groß in Kanada herauskommen

Sunnivas Expansion nach Kalifornien ist eine derart große Story, dass sie die Pläne zur
Erlangung eines großen Marktanteils an Kanadas stark wachsendem Cannabis-Sektor
nahezu überschattet.

Sunniva befindet sich in der abschließenden Prüfung von Term Sheets für die Finanzierung zweier hochmoderner Gewächshäuser mit einer Gesamtfläche von 64.000 Quadratmetern in Oliver, British Columbia.

Die Anlagen sollten es dem Unternehmen ermöglichen, weitere 125.000 Kilogramm
getrockneter Blüten pro Jahr zu produzieren. 70.000 Kilogramm davon sollen über
langfristige Verträge vorabverkauft werden, was einem konstanten Cash Flow über die
nächsten zwei bis fünf Jahre einbringen sollte.

Die dritte Säule von Sunnivas vertikal integriertem Geschäftsmodell ist die Beteiligung an Natural Health Services (NHS), die bereits bedeutende Umsätze erwirtschaftet und mehr als 75.000 aktive Cannabis-Patienten versorgt.

Als Kanadas größtes Netzwerk von Kliniken für medizinisches Cannabis bietet NHS
Patienten einen schnellen, optimierten Prozess, um legal medizinischen Cannabis zu
beziehen. Hier bietet NHS unvoreingenommene Arzt-Patienten- Beratungen an, welche
ärztlich begleiteten Therapien und Liefermethoden sich am besten für die Vielzahl von
Erkrankungen eignen.

Was diese Kliniken für die Patienten noch attraktiver macht, ist die Tatsache, dass die
Kosten durch die Gesundheitsbehörden der Provinzen übernommen werden, was wiederumdie Professionalität der angebotenen Dienstleistungen unterstreicht.
Aber was ist daran attraktiv für Sunniva? Als Eigentümer von NHS profitiert man von hohen Umsätzen sowie dem Zugang zu zehntausenden Patienten bzw. potenziellen Kunden, von denen viele loyale langfristige Kunden werden dürften.

Die Geschäftsphilosophie von Sunniva „von der Produktion bis zum Rezept“ wird auch auf nachgelagerte Produkte, wie Verdampfer erweitert. Das Unternehmen besitzt jetzt Vapor Connoisseur (VC), welches von einem der größten nordamerikanischen Vertriebsnetzwerke für sichere, qualitativ hochwertige Verdampfer und Zubehör profitiert.

Investment-Zusammenfassung

Was können wir also mitnehmen? Sunniva bietet einen hervorragenden Mehrwert,
verglichen mit anderen großen Unternehmen in der Branche, die medizinisches Cannabis im industriellen Maßstab anbauen.

Was meine ich damit?
Das Unternehmen will jährlich 225.000 Kilogramm preisgünstiges, aber hochqualitatives
medizinisches Cannabis‘ herstellen. Gleichzeitig sind die Aufbaukosten im Wesentlichen
bereits vom Risiko befreit.
Um es nochmal zu wiederholen: Die riesigen Produktionsanlagen in Kalifornien und Kanada werden von namhaften Geschäftsinteressen finanziert, für die es akzeptabel ist, zweistellige Millionenbeträge an Anfangskosten zu übernehmen. Darüber hinaus sind auch die operativen Kosten risikoreduziert, bedingt durch die Unterzeichnung langfristiger Lieferverträge mit großen und bekannten Einzelhändlern.

Mit anderen Worten plant Sunniva den Vorverkauf seiner Produkte sowohl in Kanada als
auch in Kalifornien. Ein Großteil dessen wird aus margenstarken Extrakten (zumeist Ölen) bestehen. Und dies für mindestens drei Jahre.

Unter dem Strich will Sunniva sein Renommee mit der Produktion von nicht-kontaminierten, wettbewerbsfähig kalkulierten und konstant hochqualitativen medizinischen Produkten aufbauen. Dazu gehört auch die, auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnittene Verfügbarkeit von medizinischem Cannabis.

Alles in allem erwirtschaftet das Unternehmen durch die Eigentümerschaft von NHS und VC bereits bedeutende Umsätze und bereitet sich darauf vor, ein sehr großer Player in der medizinischen Cannabisbranche in den beiden größten Märkten der Welt zu werden.
Weiterhin unterstreicht die Fähigkeit, die Entwicklungsziele und Zeitpläne einzuhalten, das Vermögen des Unternehmens, einen nachhaltigen und signifikanten Nachrichtenfluss zu generieren.

All das spricht für das Topkaliber der Unternehmensführung, allen voran Dr. Holler, der ID Biomedical von der Gründung bis zu einer Bewertung von 1,7 Mrd. CAD und dem
anschließenden Verkauf an ein bedeutendes Pharma-Unternehmen geführt hat. (Beachten Sie, dass die Pharma-Branche zweifelsohne künftige Übernahmeziele in der
Cannabisbranche im Auge hat.)

Kann Dr. Holler und sein Team die Investoren ein zweites Mal in Begeisterung versetzen,
indem sie den Ball erneut aus dem Stadion schlägt? Ein nicht unbedeutender Teil des
„Smart Money“ setzt bereits darauf und ich stimme dem zu.

Aus technischer Sicht hat Sunniva rund 26,6 Mio. ausstehende Aktien sowie 36,9 Mio. Aktien auf voll verwässerter Basis. Eine solch enge Aktienstruktur kann, zusammen mit einem positiven Nachrichtenfluss, als kraftvoller Katalysator für hohe Aktienbewertungen dienen.

Zusammenfassend weist Sunniva alle wichtigen Dynamiken auf, um im Jahr 2018 - und
darüber hinaus - ein herausragender Performer zu sein.

 


Verpassen Sie keine Nachrichten mehr zum Cannabis-Markt und abonnieren Sie jetzt kostenlos den passenden Newsletter dazu:

Unser kostenloser Newsletter-Service


Disclaimer