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Galenica wächst und steigert das Ergebnis – Dividende von 1,65 CHF

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 09:24  |  176   |   

Bern (awp) - Der Gesundheitsdienstleister Galenica ist 2017, in seinem ersten Geschäftsjahr nach der Abspaltung von Vifor Pharma, gewachsen und hat das Ergebnis gesteigert. Den Aktionären schüttet das Unternehmen etwas mehr als die im Rahmen des Börsengangs angekündigten 80 Mio CHF aus. Im kommenden Jahr soll die Dividende mindestens auf Vorjahreshöhe gehalten werden.

Galenica weist erstmals nach der Aufspaltung im vergangenen April die Jahreszahlen als eigenständiges Unternehmen aus. Der Umsatz ist seit Januar bekannt, er stieg netto um 6,8% auf 3,21 Mrd CHF. Am Dienstag publizierte Galenica auch noch die Gewinnzahlen: Die Gruppe hat ein durch den Rechnungslegungsstandard IAS 19 bereinigtes operatives Ergebnis von 148,2 Mio CHF erzielt, das entspricht zum Vorjahr einer Zunahme von knapp 11%.

SONDEREFFEKTE PRÄGEN ERGEBNIS

Ohne den Einfluss durch IAS 19 erhöhte sich der EBIT um knapp 15% auf 141,8 Mio zu. In der EBIT-Rechnung ist zudem ein weiterer einmaliger Effekt von 7,0 Mio aus dem Verkauf der Rechte der Ärztepraxis-Software Triamed an die Swisscom und einer Immobilie enthalten.

Der Reingewinn erhöhte sich derweil ohne IAS 19 auf 124,4 Mio von zuvor 92,1 Mio. Allerdings seien die Ergebnisse aufgrund der unterschiedlichen Finanzierungsstruktur nicht gut mit dem Vorjahr vergleichbar, hält Galenica fest. Der Gewinn beinhaltet auch einmalige Effekte aus den Verkäufen und steuerlich bedingt von 10,6 Mio. Unter dem Strich resultiert ein Gewinn von 118,9 Mio.

Der Umsatz entwickle sich deutlich über dem Markt, die Rentabilität sei gesteigert und die Bilanz gestärkt worden, schreibt Galenica weiter. Vor diesem Hintergrund wird den Aktionären eine Dividende in Höhe von 1,65 CHF je Titel zu Auszahlung vorgeschlagen. Insgesamt schüttet die Gruppe mit 80,9 Mio CHF etwas mehr als die anlässlich des IPO in Aussicht gestellten 80 Mio aus.

GRÖSSERES APOTHEKENNETZ

Das Umsatzwachstum führt Galenica einerseits auf das erweiterte Apothekennetz und die Entwicklungen bei der Spezialapotheke Mediservice zurück. Andererseits hätten Lancierungen von eigenen und Partner-Produkten, die Integration des Grossisten Pharmapool sowie der Gewinn von neuen Kunden und Partnern zur erfreulichen Entwicklung beigetragen.

Für Schub sorgte das Segment Services mit einem Umsatzplus von 7,4% auf 2,50 Mrd. Hier bündelt Galenica Distributionsleistungen für Grosslieferanten und beliefert auch Apotheken, Arztpraxen, Drogerien, Pflegeheime und Spitäler. Nebst der Pharmapool-Integration, trug auch das Geschäft bei Spitälern mit hochpreisigen Spezialmedikamenten zum guten Wachstum bei. Die bereinigte Umsatzrentabilität (ROS) lag zum Vorjahr unverändert bei 1,7%.

Die Division Health&Beauty, in der das Apothekennetz sowie Marken und Produkte von Galenica selbst und ihrer Partner vereint sind, wuchs um 3,2% auf 1,48 Mrd. Hier nahm die Rentabilität um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7% zu, dies dank der Akquisition und Einlizenzierung mehrerer Marken. Aktuell betreibt Galenica 337 eigene Apotheken, das sind acht mehr als im Vorjahr. Dies habe 1,1% zum Umsatzanstieg von 3,1% im Geschäftsbereich Retail beigetragen.

WEITERES WACHSTUM

Im Ausblick rechnet Galenica mit weiteren Preissenkungen auf Medikamenten, einem anhaltenden Einkaufstourismus und einer allgemein stagnierenden Entwicklung im Detailhandel als Störfaktoren. Trotzdem setze man sich auch für 2018 ambitiöse Ziele, heisst es. Im laufenden Jahr soll der Umsatz um 2% bis 3% ansteigen und ein EBIT (ohne Einfluss aus IAS 19) im Rahmen von 2017 erzielt werden. Ohne die Einmaleffekte in Höhe von 7,0 Mio CHF entspreche dies einer Steigerung von 5%. Die Aktionäre sollen 2019 eine Dividende erhalten, die mindestens auf Vorjahreshöhe liegt.

Derweil soll an der kommenden GV der frühere Manor-Chef Bertrand Jungo in den Verwaltungsrat gewählt werden. Und Vifor Consumer Health erhält mit Verfora einen neuen Namen, um sich besser als eigenständiger Fachhandelspartner zu positionieren. Ausserdem übernimmt die Gruppe per 1. Juli die Bahnhof Apotheke Zürich vollständig. Heute ist man zu 49% beteiligt.

An der Börse legen Galenica in einem wenig veränderten Gesamtmarkt im frühen Geschäft um 1,1% zu. Die Gruppe hat mit den Ergebnissen die Erwartungen übertroffen und überzeuge mit dem Ausblick, heisst es in Analystenkreisen.

mk/tp

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten

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