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Gewaltige Preissteigerungen wegen Sandknappheit In Deutschland explodieren die Sandpreise

17.04.2018, 11:26  |  6927   |   |   

Sand ist eine nichterneuerbare Ressource, die besonders in der Baubranche gebraucht wird. Wegen steigender Nachfrage und schwindender Vorkommen ist eine massive Preissteigerung zu beobachten. Nun liegen auch Daten für den deutschen Sandmarkt vor: Innerhalb von 17 Jahren stiegen die Preise um mehr als 30 Prozent.

Sand zählt womöglich zu den am meisten genutzten und zugleich am meisten unterschätzen Rohstoffen der Welt. Schließlich ist der nichterneuerbare Rohstoff nach Wasser die am meist verbrauchte Ressource der Erde. Während die Nachfrage durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Bauboom und steigenden Wohlstand stetig wächst, werden die weltweiten Vorräte immer knapper. Die Folge: massive Preissteigerungen und immer umweltschädlichere Abbaumethoden.

Wallstreet-online berichtete über die sich anbahnende globale Sand-Krise bereits im Herbst des vergangenen Jahres (siehe HIER). Seitdem hat sich die Krise durch eine gewaltige Nachfrage weiter zugespitzt. Jetzt gibt es aktuelle und fundierte Daten zur Entwicklung der Sand-Preise in Deutschland: In den letzten 17 Jahren stiegen die Preise um mehr als 30 Prozent. Damit wurde der Gesamtindex für alle Erzeugerpreise überholt, so statista.com. Die folgende Grafik gibt die Preissteigerung bei den Sandpreisen in Deutschland wieder:

Infografik: Sand wird immer teurer | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

95 Prozent des produzierten Sands werden von der Bauindustrie verwendet, so statista.com. Aber auch für alltägliche Produkte wie Handys, Computer, Glas, Kosmetika, Reinigungsmittel und Farben wird Sand benötigt.

Wüstensand ist für die meisten Anwendungen ungeeignet und Sand aus Flüssen und Meeren wird immer knapper. Hermann Keßler, Leiter des Fachgebiets Ressourcenschonung beim Umweltbundesamt, gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR): "Wüstensand ist überhaupt nicht geeignet, um Quarzsande oder Industriesande zu ersetzen und damit auch überhaupt nicht einsetzbar bei der Produktion von Photovoltaik oder von Glas, von Nahrungsmitteln oder von Kosmetika."

Ein weiteres Problem ist der illegale Sandabbau und -handel. Der illegale Gewinnung von Sand durch die "Sandmafia" in Schwellen- und Entwicklungsländern gefährdet ganze Ökosysteme. Keßler gegenüber dem BR: "Trotz des Verbots wird Sand gewonnen, vor allem in Indien und Marokko. In den Staaten gibt es eine Sandmafia, die staatlich nicht kontrollierbar ist"

Zum Glück gibt es jedoch auch professionelle Unternehmen, die im Sandgewerbe tätig sind. Laut dem „Global Construction Sand Market 2018“, eine umfassende Analyse des globalen Sandmarkts, sind unter anderem die folgenden börsennotierten Unternehmen global führende Hersteller von Bausand: Saint-Gobain, Pioneer Natural Resources, Select Sands, Mitsubishi und Holcim.

Quellen:
BR: "Gewaltige Nachfrage lässt Sand knapp werden"
statista.com
"Global Construction Sand Market 2018 – Saint-Gobain, Bathgate Silica Sand, Nugent Sand, Pattison Sand"

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Kommentare

Sand, das neue Gold von Morgen, aber schon in falschen Händen? Kann dies schon mit jepp, beantwortet werden? Das Thema ist nicht neu, zahlreiche sehr gut recherchierte Dokumentationen, vornehmlich bei arte zu finden, zeigen die heran rückende Katastrophe auf. Eine Sand-Mafia, sowie all die armen Menschen, die nichts anderes an Arbeit haben, als die Schaufel, würden ihre Daseinsbeschäftigung nicht haben, wenn es die Nachfrage nicht gäbe.

Skrupelose Großbau-Unternehmungen, Börsen notiert, Großinvestoren, Börsen notiert, Hochbau,-und Tiefbau-Größenwahnsennige, auch Börsen notiert, die nichts anderes als ihren Zweck der Existenz darin sehen, Betonklötze über 1000 m !! engstehende WohnKlos, Condome für Menschen auf Sand aufgespülten Hafenbecken zu bauen, wie als Bsp. die Stadt Bremen. Wo einst die Pracht der Hanseatischen Großlogen-Freimaurer ihre Schiffe be,-u.entladen ließen, tummeln sich 3 Großbauunternehmungen, die ihre Wohnsilos auf Sand bauen. Sand ist nicht gleich Sand. Nur die wenigsten wissen um die wahren Strukturen von Sand und deren bauspezifischen Qualitäten, rein, gebrochen, damit die Stabilität generiert werden kann. Doch die hungrigen Baulöwen interessiert nur der Preis und die Masse, nicht das einzelne Korn, woher es kommt, aus welchen natürlichen Bestandteilen es besteht. Häuser und Städte die auf/aus Meer/Wüsten-Sand gebaut werden, deren Halbwertzeit ist wohl berechnet begrenzt, da Bruchsand erheblich zupackender ist, als gerollter Sand durch Wind und Wasser. Ein perfides Kalkühl, denn eine römische Brücke, die kannten Beton schon damals, überlebt die Menschheit und deren Schwerverkehr. Schlaue Köpfe wußten mehr als unsere heutigen gierigen Großbauherren. Hingegen das, was heute aus salzhaltigen, rundkörnigen Sand gebaut wird, zerfrisst das rohe Moniereisenwerk von innen heraus, dessen Qualität auch nur noch recycling ist, eben kein Krupp-Stahl, der marodierende Zerfall des Bauwerkes ist also Programm. Kommt Wasser von außen durch Haarrisse hinzu, ist die innere Sprengung nur eine Frage der Zeit.

Es kann vermutet werden, dass die Sand-Mafia und die Beton-Mafia hier in ihren Logen und Kammern sich die Hände reiben, je eher kaputt um so schneller die Auftragasbücher voll. Betrachten wir nur die Bauwerke aus den Anfängen des Strassenbaus mit den Werken der letzten 30 Jahren, dann erklärt sich von alleine, warum die Autobahnen und vor allem die Brücken morscher und morscher werden. Der Schuldige ist, na klar, der Schwerverkehr, die nun mit Sonderabgaben, Maut, usw. zusätzlich zu den normale Steuern abgezogen werden. Die Gutachter-Industrie erfreut sich ebenfalls voller Auftragsbücher. Da keine echte Staatskontrolle da ist, haben ARGEs hier ganze Arbeit geleistet. Klar, wird Material geprüft und Stichproben gemacht. Da aber alles Handesunternehmen sind, Mann sieht sich, Mann kennt sich, Frau auch...und schon sind Handelsbeziehungen schön gepfegt. Nicht ein- und verbautes Material und Qualitätsansprüche, wurden in Kilometer langen Rechnungen aufgeführt, der Wiederaufbau der bankrotten DDR auf westlich sozialisierte Kosten mußte sehr schnell gehen, wer kann denn da jede einzelne Fuhre prüfen, das ist bekannt, aber die Schuldigen von damals, wurden frei gesprochen, da die Prozesse über die Zeit, nichtig wurden......aber...es ist so wie bei einer OP. Hinter verschlossenen Türen was am Patienten alles ausprobiert wurde oder nicht, wer prüft die ellen langen Rechnungen, ob dies oder jenes überhaupt angewendet wurde. So auch die BigPharma, die tüchtig mit dran verdient, da ebenfalls auf der Rechnung..ob je eine wirkliche Pille den Patienten erreicht hat...ist nicht nachprüfbar, so auch der Sand, der salzige aus ...wer weiß das schon.

Statt Beton--Holzbau, auch eine Katastrophe für die Natur, ganz Nordamerika holzt alles ab um aus 2by4 Häuser zu bauen, Halbwertzeit, vielleicht 2 Wohngenerationen, Clear-Cuts im Akkord. Auch hier hat der " Staat" ein erträgliches Auge drauf, nur nicht ein Umweltschützendes. Kein Geld für Wiederaufforstung, kein Bock auf die Reparatur und Ölverschmutzen Abholzplätze....nach uns die UnSinnflut, "Wir" mußten das tun, weil Investoren Rendite sehen wollen...Chain-Supply-Managment des nackten Profits, nur eines nicht, Verantwortung und Rechenschaft.

Alternative Baustoffe aus Nachwachsenden Pflanzen, wie der Hanfbeton, z.Bsp. sind nicht nur energieeffizient, aber Hanf--ohha, das Drogenkartell hat auch da ein Auge drauf, und HealthCare sowieso. So ein Blödsinn, Kleinfarmer wäre froh, wenn sie diesen Baustoff anbauen könnten. Ist gesund..aah..nicht gut für die kunstoff-chemie Riesen der künstlich erschaffenen Dämmstoff-groß-Industrie. Auch hier sind Strukturen künstlich erschaffen worden, die mehr Probleme produzieren. Auch so gewollt, weil die Rettungs-Industrie aus diesen Schäden auch schon erschaffen wurde.

Es ist gut und richtig, dass wallstreet-online und der Autor dies hier erneut zum Thema gemacht haben, denn es ist aller höchste Eisenbahn, dass hier ein Umdenken erfolgt, eh ein größeres Erdbeben eine Katastrophe nach sich zieht, welches hätte verhindert werden können, wenn Kontrolle und Bautechnik sowie das Bauwesen einen völlig anderen sehr strengen unabhängige, geschützte Hand in aussreichender Anzahl an jeder Baustelle ein Büro hätte. Die Bauaufsicht heute ist überfordert, sie ist auch nicht unabhängig, sie sind keine Staatsdiener, die Schaden vom und am Volke abwehren und kein Scheck diese erschüttern können, das eine oder andere Auge zu zu lassen. Während die Baulöwen und Bauhaie in sehr sehr alten robusten und wiederstandsfähigen Villen und Altgemäuern höchster Baukunst und Architektur wohnen, lassen sie Bruchbuden auf Zeit errichten, bei stetig steigenden Wohnkosten. Es ist nur noch wieder eine Frage der Zeit, wann die babylonischen Betongewerke kolabieren, aus frühzeitigster Altersschwäche und Materialermüdung und Billigwahn, nur dmit die Kasse stimmt. Der Fisch stinkt vom Kopf her und die Sandschmuggler halten ihren Kopf für die Verbrechen an der Baukunst hin. Denn oben, in den Kammern wird über diese Themen weniger gesprochen..oder?

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