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4 Punkte, die man beim Quartalsbericht von Pepsi beachten sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.07.2018, 13:00  |  580   |   |   

Der Getränke- und Snackkonzern PepsiCo (WKN:851995) berichtet am 10. Juli über sein zweites Quartal 2018. Die Aktien der Gesellschaft haben bisher rund 9 % an Wert verloren, was eine neunjährige Kurssteigerung im Jahresvergleich gefährden könnte. Nachfolgend findest du vier Punkte, auf die die Investoren bei der Veröffentlichung des Berichts von PepsiCo achten werden, die den Kontext für den Einbruch im laufenden Jahr darstellen. Diese Punkte könnten sich auch als entscheidend erweisen, da Pepsi versucht, im zweiten Halbjahr 2018 den verlorenen Boden zurück zu gewinnen.

Organisches Umsatzspektrum

Im ersten Quartal 2018 stieg der Umsatz von PepsiCo um 4,3 %, während das organische Wachstum (ausgewiesener Umsatz bereinigt um Akquisitionen, Verkäufe und Wechselkurseffekte) nur um 2 % zunahm. Der Ausblick für das Gesamtjahr sieht ein Umsatzwachstum „mindestens in Höhe der Wachstumsrate von 2,3 % des Jahres Jahr 2017“ vor. Die Anleger sollten daher nicht mit einem riesigen Umsatzergebnis in den letzten drei Monaten rechnen – eine moderatere organische Umsatzsteigerung zwischen 2 % und 3 % ist allerdings realistisch. Ein flaches oder negatives organisches Umsatzwachstum könnte jedoch das aktuelle Expansionsziel für das Gesamtjahr außer Reichweite bringen und damit den Druck auf die PepsiCo-Aktie aufrechterhalten.

Probleme in Nordamerika

Eines der Hemmnisse für die organische Umsatzverbesserung liegt im größten Segment des Unternehmens, North America Beverages, kurz NAB. Im letzten Quartal verzeichnete die NAB einen Volumenrückgang von 3 % und einen organischen Umsatzrückgang von 2 %. Bei der Telefonkonferenz von PepsiCo im ersten Quartal gab CEO Indra Nooyi einen Überblick über die Bemühungen des Unternehmens, sein Portfolio über die Limonaden hinaus zu erweitern, und hob gleichzeitig die Innovationskraft des Unternehmens im Bereich zuckerarmer Softdrink-Varianten hervor. Nooyi gab dann den Hauptgrund an, warum die ehemals stetige Expansion der NAB ins Stocken geraten ist:

Der überwiegende Faktor ist, dass trotz der moderaten Zunahme unserer Medienpräsenz bei der Marke Pepsi in den letzten drei Jahren unsere Reichweite im Vergleich zu unserem Hauptkonkurrenten, der seine Medienausgaben für Colas in den letzten zwei Jahren erheblich erhöht hat, dramatisch gesunken ist.

Tatsächlich hat der Konkurrent Coca Cola (WKN:850663) seine Marketingausgaben für Soda-Getränke erhöht, während die Strategie von Pepsi es vorsieht, sich in gesündere Getränke zu diversifizieren. Im ersten Quartal des Jahres lancierte Coca-Cola die Diet Cola als Getränk für Millenials mit fünf Geschmacksvarianten, die in schlanken, 12-oz-Dosen verpackt sind. Während der Telefonkonferenz von Coca-Cola im ersten Quartal stellte CEO James Quincey fest, dass die anfänglichen Relaunch-Volumina von Diet Coke positiv waren, obwohl das Unternehmen noch keine harten Zahlen veröffentlicht hat. Die Marktanteilsgewinne, die durch eine neu belebte Diät-Cola gewonnen werden, gehen mit ziemlicher Sicherheit zu Lasten von Diet Pepsi, was übermäßige Investitionen seitens PepsiCo erfordert hat, um das Quartalsvolumen aufrechtzuerhalten.

Die Maßnahmen beider Unternehmen zeigen, dass es für PepsiCo und Coca-Cola trotz vieler neuer Getränkeinnovationen in den Bereichen Wasser, Sportgetränke, Tee, Fertigkaffee und sogar Milchprodukte entscheidend ist, das weltweite Volumen an Soda-Getränken zu stabilisieren und sogar leicht zu steigern. Die Aktionäre sollten sich in diesem Quartal über das organische Wachstum der NAB informieren und auf weitere Kommentare des Managements zur Strategie des Unternehmens achten.

Ein wirtschaftliches Hindernis

Die Bruttomarge von PepsiCo könnte sich in diesem Quartal etwas verringern, da sich in der Konsumgüterindustrie Wiederstand formiert hat. Dazu gehören höhere Frachtkosten aufgrund der knappen Kapazitäten auf dem Trucking-Markt, die Inflation der Rohstoffpreise und höhere Aluminiumkosten, die sich aus den Zöllen der Trump-Administration auf importierten Stahl und Aluminium ergeben. In den ersten drei Monaten des Jahres ging die Bruttomarge von PepsiCo um 110 Basispunkte auf 54,9 % zurück. Das Unternehmen machte die Rohstoffpreisinflation verantwortlich, ein Faktor, der bis ins zweite Quartal hinein anhalten dürfte.

Der Druck auf die Bruttomarge kann sich verschärfen, wenn sich der Umsatz eines Unternehmens weiterhin in einem flachen Trend befindet. Der ausgewiesene Umsatz von PepsiCo stieg im vergangenen Jahr nur um 1,1 %, im ersten Quartal 2018 jedoch um 4,3 %. Ein flaches oder leicht negatives Umsatzergebnis im zweiten Quartal könnte den Druck auf die Marge verstärken, und ein solches Szenario wird im weiteren Verlauf des Jahres 2018 die Sorgen um den Gewinn in den Vordergrund rücken. Im vergangenen Jahr konnte PepsiCo den Margendruck durch Produktivitätssteigerungen abfedern, und die Aktionäre werden diesen Ausgleichseffekt auch im zweiten Quartal erwarten.

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