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Börsenbarometer Krisenstimmung: Milliardenschwere Fonds-Profis lassen europäische Aktien fallen

18.07.2018, 17:15  |  4130   |   |   

Wie der Teufel das Weihwasser meiden Top-Fondsmanager Investments in europäische Aktien. Die Stimmung war lange Zeit nicht mehr so schlecht.

Nur noch zwölf Prozent von 231 Fondsmanagern, die zusammen 663 Milliarden US-Dollar (571 Milliarden Euro) an Kundengeldern verwalten, setzen auf den europäischen Aktienmarkt. Vor einem Jahr waren weitaus mehr Großanleger hinter Anteilscheinen aus Europa her: 58 Prozent. Das geht aus der aktuellen, monatlichen Fondsmanager-Umfrage der Bank of America Merrill Lynch hervor.

Das Investmenthaus Edmond de Rothschild ist laut Handelsblatt-Informationen eine der Kapitalanlagegesellschaften, die ihr Aktien-Engagement auf dem alten Kontinent zurückgefahren hat. Zuletzt wurden die Europa-Papiere im Dezember 2016 in Folge der Brexit-Beschlüsse zu Ladenhütern. Jetzt grassiert die Sorge vor einem Handelskrieg.

Während Europa von den Investmentprofis links liegen gelassen wird, erhöhen sie auf der anderen Seite ihre Positionen in US-Aktien. In diesem Monat kaufen die Fonds-Profis vermehrt Aktien aus dem Tech-Sektor.

Fondsmanager: Handelskrieg birgt das größte Risiko in sich

Das größte Tail Risk - das Risiko, das unvorhersehbare Ereignisse mit sich bringt - ist für 60 Prozent der befragten Investmentprofis eine Eskalation des Handelskrieges. Laut Recherchen von Fonds Professionell waren sich die Portfolio-Profis zuletzt im Sommer 2012 so einig, als sie die Angst vor einer Ausweitung der EU-Schuldenkrise beschäftigte.

"Die Stimmung unter Investoren ist negativ. Die Allokation in Aktien ist deutlich gefallen, während sich gleichzeitig die Erwartungen an die Gewinnentwicklung verschlechtert haben", sagte Michael Hartnett, Chefstratege bei der Bank of America Merrill Lynch, der von Fonds Professionell-Journalisten zitiert wird.

Nur neun Prozent der Investoren gehen für dieses Jahr von weltweit höheren Unternehmensgewinnen aus. Elf Prozent erwarten ein besseres Wirtschaftswachstum. Das sind laut NZZ-Journalisten die tiefsten Werte seit Februar 2016.

Quellen:

Handelsblatt

NZZ

Fonds Professionell

 

 

 

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