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Saturn Oil & Gas Inc. CEO John Jeffrey über Unternehmensstrategie und Vorteile von Saskatchewan

Gastautor: IR-Nachrichten
23.07.2018, 08:06  |  2060   |   |   

In unserem Interview mit John Jeffrey, CEO von Saturn Oil & Gas Inc. (WKN: A2DJV8) aus Saskatoon in Kanada, hatten wir die Gelegenheit, mehr über die Strategie des neuen und schnell wachsenden Ölproduzenten zu erfahren. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Öl-Region in der Provinz Saskatchewan. Das Management-Team hat das Unternehmen im Januar 2017 übernommen und bis heute mehr als 24 Öl-Lizenzen erworben sowie kürzlich eine Finanzierung von mehr als 4 Mio. CAD abgeschlossen.

Herr Jeffrey, herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Start im Jahr 2018. Was sind die nächsten Schritte?

Vielen Dank. Ja, wir haben uns über das erste Quartal 2018 und die ersten Gewinne in der Unternehmensgeschichte gefreut. Im Jahr 2017, nach der Übernahme des Managements, haben wir das Fundament geschaffen und es lief gut und 2018 werden wir so schnell wie möglich wachsen. Wir wollen mehr Öl-Rechte erwerben und so viele Bohrlöcher wie möglich niederbringen. Wir haben gerade die größte Privatplatzierung des Unternehmens erfolgreich abgeschlossen und das wird uns dahin bringen, wo wir hin wollen.

Wir haben gesehen, dass Sie und andere Direktoren auch an dieser Finanzierung beteiligt sind. Das ist eine gute Nachricht für den Markt. Wer waren die anderen Investoren?

Wir glauben einfach an das, was wir tun und deshalb investieren wir unser Geld. Der Rest der Finanzierung wurde von bestehenden und neuen Investoren zu fast 50:50 gezeichnet. Wir haben einige Veranstaltungem mit Canaccord und Gravitas und deren Investoren gehabt. Wir haben viel Interesse erhalten. Einige Kunden haben bereits investiert, einige verfolgen erst noch die nächsten Schritte. Die Finanzierung fand bei 0,12 CAD statt und wir handeln bereits höher. Also war Warten und Beobachten wahrscheinlich nicht die richtige Entscheidung. Aber wir haben einen umfangreichen Plan, und ich bin mir sicher, dass das Potenzial für den Aktienkurs größer ist, und deshalb ist es nicht zu spät auf diesem Preisniveau einzusteigen.

Warum konzentrieren Sie sich auf das Kindersley-Gebiet in Saskatchewan?

Zunächst einmal ist Saskatchewan eine sichere und berechenbare Gerichtsbarkeit. Wir wollen uns auf das Geschäft konzentrieren und hier fühlen wir uns sehr wohl. Unser Team ist hier geboren und aufgewachsen. Wir haben eine starke Beziehung zur Industrie in Saskatchewan. Wir wissen einfach, was vor sich geht. Das Kindersley-Gebiet ist wegen seiner Ölfunde für uns attraktiv. Das Risiko, Bohrlöcher zu bohren, ist gering und das Aufwärtspotenzial ist enorm. Aber ich sage nicht, dass wir auf diese Region beschränkt sind. Aber das ist derzeit unser Fokus.

Am Ende des ersten Quartals hatten Sie sechs Bohrlöcher in Betrieb und Sie haben vor kurzem Ihr Bohrprogramm Q3/2018 mit fünf Bohrlöchern angekündigt. Wie viele Bohrlöcher möchten bis Ende dieses Jahres in Produktion haben?

Bis Ende August möchten wir selbst Öl mit zehn Bohrlöchern produzieren. Auf einer Bohrung besitzen wir ein 50%iges Working Interest mit einem Partner. In Abhängigkeit vom Wetter und der Verfügbarkeit unserer Dienstleister wollen wir bis Ende des Jahres mit etwa 20 Bohrlöchern in Produktion sein. Wir wollen Produktionsraten von mehr als 1.000 Barrel pro Tag erreichen. Bis Ende 2019 sollten wir bei über 2.000 Barrel pro Tag sein. Mit anderen Worten, wir planen auch 2019 etwa 20 Bohrlöcher niederzubringen.

Wie teuer ist ein Bohrloch und wie lange dauert es, es zu bohren und fertigzustellen?

Unsere Kosten für eine horizontale Bohrung liegen zwischen 750.000,- CAD und 950.000,- CAD. In der Regel haben wir innerhalb von drei Wochen eine Bohrung fertiggestellt.

Wie hoch ist Ihre Marge auf einem Barrel und wie lange dauert es, bis eine Bohrung sich amortisiert?

Bei einem Ölpreis von 70 USD pro Barrel haben wir eine Marge von rund 50 CAD pro Barrel Leichtöl. Die Amortisation einer Bohrung hängt wesentlich von der anfänglichen Produktion ab. Wir fühlen uns bei jeder Bohrung wohl, der sich innerhalb von sechs bis neun Monaten amortisiert.

Wie bringen Sie das Öl auf den Markt?

Das Kindersley-Gebiet ist sehr gut entwickelt. Tankwagen fahren oft an unseren Bohrlöchern vorbei und entladen unsere Tanks. Es gibt andere große Namen in dieser Region. Z.B. Novus Energy und Spartan Energy haben in der Vergangenheit erfolgreiche Bohrungen durchgeführt. Sie kümmerten sich bereits um die Infrastruktur. Der Marktzugang ist quasi genau dort.

Haben Sie keine Angst, dass einer dieser Nachbarn eines Tages ein Übernahmeangebot machen wird?

Angst, nein, warum? Wir sind ein schnell wachsendes Unternehmen und irgendwann liegt es in der Natur dieses Geschäfts, dass diese anderen großen Unternehmen einen kleineren Produzenten mit einer kritischen Produktionsmenge erwerben wollen. Ich glaube, wenn wir 2.000 Barrel pro Tag erreichen, fangen andere an, an unsere Tür zu klopfen. Aber wir werden sehen, was passiert und dann werden wir entscheiden.

Wissen Sie wo Saturns Öl verwendet wird?

Öl ist ein Rohstoff und der Markt somit global. Ich gehe aber davon aus, dass es auf dem US-Markt verwendet wird. Unser Öl wird nach dem WTI-Preis pro Barrel berechnet. Unser Vorteil ist also der schwache kanadische Dollar und damit haben wir einen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren US-Konkurrenten. Unsere Aktionäre mögen diesen Vorteil, das hören wir oft.

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