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Devisen: Eurokurs wieder über 1,16 US-Dollar - Britisches Pfund auf Talfahrt
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Eurokurs wieder über 1,16 US-Dollar - Britisches Pfund auf Talfahrt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.08.2018, 21:06  |  528   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Mittwoch im US-Geschäft etwas erholt und ist wieder über 1,16 US-Dollar gestiegen. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1619 Dollar gehandelt. Im europäischen Geschäft war der Eurokurs zunächst bis auf 1,1628 Dollar gestiegen, bevor er unter Druck geriet und bis auf 1,1573 Dollar fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1589 (Dienstag: 1,1602) Dollar fest. Der Dollar hatte damit 0,8629 (0,8619) Euro gekostet.

Am Montag war der Eurokurs noch auf den niedrigsten Stand seit Ende Juni gefallen. Nach Einschätzung der Experten vom Bankhaus Metzler bleibt der Euro angeschlagen. "Die konjunkturellen Datenveröffentlichungen aus dem einheitlichen Währungsraum sind zwar gemischt, doch insbesondere aus Deutschland, und somit in wirtschaftlicher Hinsicht dem Zugpferd, kommen mehr und mehr schlechte Wachstumsnachrichten", hieß es in einem Kommentar. Außerdem enttäuschten am Mittwoch Zahlen zur spanischen Industrieproduktion.

Angesichts der laufenden Haushaltsdiskussionen in Rom könnte laut den Metzler-Experten auch das Thema Italien wieder hochkochen. Finanzminister Giovanni Tria versuchte in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" allerdings, die Märkte zu beruhigen. Die Ausgabenpläne der Regierung würden die Verpflichtung zur Schuldenreduzierung nicht gefährden. Auch die Mitgliedschaft in der Eurozone stehe nicht zur Debatte, versicherte Tria. Premierminister Giuseppe Conte versprach zudem, dass man einen "ernsthaften, entschlossenen und mutigen" Haushaltsentwurf vorlegen werde. Das Regierungsprogramm müsse "realistisch" sein.

Der Kurs des britischen Pfunds zum Euro sank auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2017. Zuletzt lag er bei 1,1097 Euro. Seit Montag hat sich der Abwärtstrend verstärkt. Der drohende Austritt aus der Europäischen Union ohne ein Abkommen rückt am Devisenmarkt immer stärker in den Blick. Händler verwiesen auf Medienberichte, laut denen Premierministerin Theresa May ein Treffen ihrer Minister für Anfang September plane. Man wolle darüber diskutieren, wie man das Land auf ein Scheitern der Verhandlungen mit der Europäischen Union vorbereiten könne./la/he

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