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Aurora Cannabis

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
09.09.2018, 17:44  |  3438   |   |   

Überblick

Aurora Cannabis (WKN: A12GS7) ist heute eines der größten Cannabisunternehmen der Welt. Es produziert und vertreibt derzeit zertifizierten medizinischen Cannabis in Kanada. Das Unternehmen ist auch in mehreren internationalen Ländern vertreten.

Strategie

Auroras Strategie lässt sich wohl am besten wie folgt zusammenfassen: „Werde so schnell wie möglich groß.“ Durch organisches Wachstum und mehrere große Akquisitionen will sich Aurora als einer der größten (wenn nicht als der größte) Cannabisproduzent der Welt positionieren. Zuletzt hatte Aurora 25.800 aktive medizinische Cannabispatienten.

Anfang dieses Jahres erwarb Aurora CanniMed für 1,1 Milliarden USD. Zudem wird Aurora voraussichtlich in den kommenden Wochen die Übernahme von MedReleaf in Höhe von 3,2 Milliarden USD abschließen. Das zusammengeschlossene Unternehmen würde über elf Anlagen verfügen – neun in Kanada und zwei in Dänemark – mit einer geplanten Kapazität von mehr als 570.000 Kilogramm bis Ende 2019.

Aurora ist dabei, Lieferverträge, Joint Ventures und Aktivitäten in mehreren Ländern zu schließen. Zudem besitzt das Unternehmen Pedanios – einen Großimporteur, -exporteur und -händler in Europa – der sich auf den Anbau und Verkauf von Cannabis in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island konzentrieren wird.

In Deutschland unterhält Aurora einen Liefervertrag mit Cannamedical Pharma. In Australien verfügt es über ein Joint Venture mit dem Partner Indica sowie eine Beteiligung von 22,9 % an der Cann-Gruppe. Weiterhin besitzt Aurora auch ein Lieferabkommen in Südafrika und beginnt seine Tätigkeit in Brasilien und auf den Kaimaninseln.

Aurora hat sich zum Ziel gesetzt, sein Kapazitätswachstum und seine globale Reichweite durch Akquisitionen zu beschleunigen und konzentriert sich nun auf die Senkung der Produktionskosten, den Ausbau des internationalen Vertriebs und den Aufbau seines Markenportfolios.

Wichtige Insider

Mitbegründer Terry Booth wird weiterhin CEO von Aurora bleiben und besitzt derzeit 2 % der umlaufenden Aktien. Mitbegründer Stephen Dobler ist Präsident und hält 2,4 % des Unternehmens. Chief Corporate Officer Cam Battley arbeitete zuvor im Gesundheitswesen, unter anderem bei Eli Lilly.

Zu den namhaften Vorstandsmitgliedern gehören der Vorsitzende Michael Singer – der über umfangreiche Erfahrungen im Pharmabereich verfügt – und Diane Jang, die über fast drei Jahrzehnte Erfahrung mit Konsumgütern verfügt.

Marihuana Maverick’s Ansicht

Die Geschichte zeigt uns, dass die meisten großen Akquisitionen scheitern – oder zumindest keinen Wert schaffen – und bisher hat Aurora in diesem Jahr zwei große Akquisitionen getätigt. Auroras Liquiditätsverbrauch lag im vergangenen Jahr bei über 140 Millionen USD und diese großen Akquisitionen werden entweder mehr Geld oder viel Verwässerung kosten.

Tatsächlich hat Auroras Anteil an verwässerten Aktien im vergangenen Jahr um 53 % zugenommen. Und dies vor der Berücksichtigung des MedReleaf-Deals (der voraussichtlich in diesem Sommer abgeschlossen wird). Das ist eine ziemlich große Menge an Verwässerung, die die Messlatte dafür höher legt, wie profitabel Aurora werden muss, damit die Aktionäre jemals davon profitieren können. (Je höher die Anzahl der verwässerten Aktien, desto größer ist der Druck auf das Ergebnis je Aktie… und dies ist es, was für die Aktionäre wirklich zählt.)

Die Kommentare des Managements – und die vermeintliche Due Diligence – zu diesen Akquisitionen machen uns nur noch nervöser. Nimm einfach diesen Ausschnitt aus einem Globe and Mail Artikel, nachdem die Übernahme von MedReleaf angekündigt wurde:

Während einer Pressekonferenz zur Enthüllung seiner Unterschrift wurde der Geschäftsführer von Aurora Cannabis Inc. von seinem Führungsteam als „Pionier und Visionär“ gefeiert.

Doch als ihm von einem Analysten eine einfache Frage gestellt wurde, um zu erklären, welche Kennzahlen er für seine 3,2 Milliarden USD Übernahme von MedReleaf Corp. verwendet hat, wurde Terry Booth ein wenig nervös.

„Metriken….“, sagte er und zog sich zurück. Nach einer unangenehmen Stille brachte er eine halbe Antwort hervor. „Das ist unser Geheimnis.“

Äh…. yikes. Und das ist nicht einmal der beste Teil:

Mr. Booth sagte, er könne nicht viel verraten, weil die Bewertungstechnik seine „geheime Sache“ sei. Und als Chief Commercial Officer Cam Battley nach Kosteneinsparungen durch die Fusion gefragt wurde, hatte er auch nicht viel zu sagen. „Wir haben keine genauen Berechnungen der Synergien“, sagte er. Alles, was er anbieten konnte, war, dass der Finanzvorstand des Unternehmens und sein Team die Arbeit erledigten, „und sie alle mit einem großen Lächeln aus dieser Aufgabe herausgekommen sind „.

Ich komme gleich zur Sache: Wir brauchen mehr als „geheime Metriken“ und “ ein großes Lächeln „, um große Akquisitionen zu rechtfertigen. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass die Integration dieser Akquisitionen in Aurora reibungslos (oder kostengünstig) verläuft.

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