DAX+0,63 % EUR/USD-0,23 % Gold-0,32 % Öl (Brent)+1,39 %
Aktien Osteuropa Schluss: Gemeinsame Richtung fehlt
Foto: wallstreet:online

Aktien Osteuropa Schluss Gemeinsame Richtung fehlt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.09.2018, 19:02  |  309   |   |   

MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Während es in Warschau und Budapest weiter bergab ging, legten die Kurse in Moskau und Prag zu. Im Fokus standen bei den drei osteuropäischen EU-Mitgliedern Zahlen aus der Industrie. Der rohstofflastige russische Leitindex RTSI profitierte vom anhaltenden Aufwärtstrends bei den Ölpreisen: Er stieg um weitere 1,46 Prozent auf 1071,32 Punkte.

In Prag legte der tschechische Leitindex PX um 0,73 Prozent auf 1.089,31 Punkte zu. Er folgte damit der freundlichen Entwicklung an der Wall Street und den europäischen Leitindizes, wo die Hoffnung auf eine mögliche Entspannung im amerikanisch-chinesischen Zollstreit für gute Stimmung sorgte. Das Handelsvolumen lag bei 0,44 (Vortag: 0,55) Milliarden tschechischen Kronen.

Die Produktion ist laut einer kürzlich veröffentlichten Statistik von Eurostat im Juli um 6,7 Prozent gestiegen, womit Tschechien ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete.

Mit einer Analyse zu Tschechien meldete sich unterdessen ein Experte der Erste Group zu Wort. Analyst David Navratil geht von einem weiterhin robusten Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) aus, das sowohl durch nationale als auch internationale Nachfrage gestützt werde. Für das gesamte Jahr erwartet der Experte ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent.

Branchenseitig waren Bankentitel gesucht. Komercni Banka gewannen zwei Prozent. Moneta Money Bank kletterten um 0,76 Prozent nach oben. Die Aktien der Erste Group verteuerten sich um 0,42 Prozent.

Daneben waren auch die Anteilsscheine des Versicherers VIG populär, die um 1,60 Prozent fester schlossen. Am anderen Ende des Börsenbarometers sackten hingegen die Papiere des Getränkeherstellers Kofola um 2,08 Prozent ab. Größere Verluste erlitten lediglich die Titel des Medienunternehmens CETV , die 2,47 Prozent verloren.

Warschau ging erneut klar tiefer aus dem Handel: Der Wig-30-Index sank um 1,44 Prozent auf 2506,74 Punkte. Er hatte am Vortag bereits mehr als 1 Prozent abgegeben. Der breiter gefasste Wig fiel um 1,24 Prozent auf 56 858,60 Zähler.

Die Produktion in Polen ist derweil laut dem Zentralen Statistikamt (GUS) im Juli auf Jahresbasis um 10,3 Prozent gestiegen. Im Juni hatte es noch ein Minus von 5,4 Prozent berichtet.

Unter den Einzelwerten waren am Mittwoch erneut Bankenwerte, die deutliche Verluste verzeichneten. Alior Bank rutschten um 4,68 Prozent ab, Bank Pekao verloren ebenfalls mehr als vier Prozent. Bank Zachodni WBK büßten 4,77 Prozent ein und PKO Bank Polski sanken um 3,51 Prozent.

Unter den Gewinnern befanden sich dagegen die Aktien von Jastrzebska Spolka Weglowa (JSW), die 2,65 Prozent höher aus dem Handel gingen. Ebenfalls im Plus schlossen die Anteilsscheine der Grupa Lotos : Sie stiegen um 2,52 Prozent.

Auch die Budapester Börse verabschiedete sich am Mittwoch abermals mit Verlusten: Der ungarische Leitindex Bux gab 0,74 Prozent auf 36 104,07 Punkte ab, nachdem er bereits am Vortag mehr als 2 Prozent verloren hatte. Das Handelsvolumen belief sich auf 11,0 (zuletzt: 13,5) Milliarden Forint.

Das Europaparlament hatte im Verlauf des Handels ein EU-Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn wegen schwerwiegender Verletzungen der Demokratie und der europäischen Werte eingeleitet, woraufhin der ungarische Leitindex ins Minus rutschte. Die Abgeordneten in Straßburg stimmten mit breiter Mehrheit für ein solches Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrags.

Derweil sei die Produktion für den Monat Juli im Jahresvergleich um 6,2 Prozent gestiegen, gab das ungarische Zentrale Statistikamt (KSH) bekannt.

Unter den Einzelwerten rückten die Aktien des Mineralölkonzerns Mol ins Zentrum, die 0,84 Prozent tiefer aus dem Handel gingen. Eine Tochtergesellschaft des ungarischen Konzerns wird Medienberichten zufolge mit Thyssenkrupp Industrial Solutions AG, einer Tochter des deutschen Industriegiganten, kooperieren. Die Kapitalaufwendungen, die mit dem Unterfangen in Verbindung stehen, sollen sich auf 1,2 Milliarden Euro belaufen./sto/APA/gl/stw

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel