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mini viral RNA Tarnung von Grippeviren fliegt auf

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
24.09.2018, 06:15  |  1581   |   |   

Cambridge/Oxford (pte004/24.09.2018/06:15) - Forscher der Universitäten Cambridge http://cam.ac.uk und Oxford http://ox.ac.uk haben ein neues Molekül entdeckt, das eine Schlüsselrolle bei der Immunabwehr spielt, die durch Grippeviren ausgelöst wird. Sie haben es mini viral RNA genannt. Es löst Entzündungen aus und lässt Zellen absterben.

Verräterische RNA-Bruchstücke

Zuerst haben sich die Wissenschaftler angesehen, wie Viren von den Körperzellen entdeckt werden. Normalerweise identifiziert eine infizierte Zelle einen Virus anhand seines genetischen Materials. Im Grippefall ist das die RNA, also die Erbinformationen. Richard Randall, Professor an der University of St Andrews http://st-andrews.ac.uk , der ebenfalls zum Team gehört, hatte bereits zuvor gezeigt, dass Grippeviren es bestens verstehen, ihre RNA zu verbergen und deshalb unbemerkt zu bleiben.

Das brachte Professor Ervin Fodor von der University of Cambridge und seine Kollegen dazu, sich anzuschauen, welchen Teil ihrer RNA die Viren nicht verstecken können. Sie entdeckten kleine RNA-Teile, die sich nicht verbergen ließen, die Immunabwehr aber nicht aufmerksam werden ließ. Sie bekamen den Namen mini viral RNA.

Rätsel um Pandemien scheint gelöst

Die Experten wollten herausfinden, wann es zu einer Grippewelle mit mehreren Toten, einer Epidemie mit tausenden Toten und einer Pandemie mit Millionen Toten kommt. Bei Versuchen im Labor und an Probanden entdeckten sie, dass unterschiedliche Grippeviren unterschiedlich viele mini viral RNA produzieren. Tatsächlich fanden sie einen Zusammenhang. Viren, die viele dieser RNA-Stückchen produzieren, lösen schwerere Infektionen aus als andere, die weniger herstellen. Das spiegelt sich wider in der Schwere der Entzündungen und der Zahl abgestorbener Zellen.

H1N1 beispielsweise produziert besonders viele mini viral RNA. Er löste 1918 eine Pandemie aus, die weltweit bis zu 100 Mio. Menschen das Leben kostete. "Wir glauben, wir haben einen signifikanten Durchbruch erzielt", sagt Aartjan te Velthuis von der University of Cambridge, der zum Team gehört. "Und es ist besonders aufregend, dass wir diese Erkenntnis 100 Jahre nach der Pandemie gewinnen konnten." Sie können helfen, besonders gefährliche Viren frühzeitig zu entlarven, um rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20180924004 ]



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