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Deutsche Familienversicherung will im November an die Börse gehen

Gastautor: w:o Gastbeitrag
12.10.2018, 09:01  |  792   |   |   

Die Deutsche Familienversicherung aus Frankfurt am Main will im November an die Frankfurter Börse gehen. Das kündigte der Gründer und Vorstandsvorsitzende Stefan Knoll gegenüber der Wirtschaftswoche an. Durch den von der Bank Hauck & Aufhäuser begleiteten Börsengang will Knoll 100 Millionen Euro bei Aktionären einsammeln.

Das Geld will er in den Vertrieb seiner Versicherungen investieren, das Geschäft auf andere europäische Länder ausweiten und die Zahl der neu abgeschlossenen Policen 2019 auf 100.000 verdoppeln. „Wir sind die deutsche Antwort auf die Insuretech-Welle. Man wird um uns nicht mehr herumkommen“, sagte Knoll. 

Die Deutsche Familienversicherung, im Jahr 2006 gegründet, hat 110 Mitarbeiter und verzeichnete im vergangenen Beitragseinnahmen in Höhe von 72 Millionen Euro. Damit zählt das Unternehmen zu den kleinen Anbietern, gemessen an Beitragseinn ahmen der Allianz Deutschland AG (35 Milliarden Euro) und Ergo (18,5 Milliarden Euro). Doch während sich die Traditionshäuser nur mühsam ins digitale Zeitalter kämpfen, arbeitet die Deutsche Familienversicherung schon heute größtenteils digital. Den Verkaufsprozess von der Beratung bis zur Zahlung können die Kunden etwa mit dem Sprachassistenten Alexa erledigen, zur Zahlung setzt die Versicherung Amazon Pay ein.

Darüber hinaus hat sich das Unternehmen bewusst auf wenige, besonders profitable Nischen im Markt konzentriert. So bietet die Deutsche Familienversicherung nicht die komplette Palette von der Auto- über die Gebäude- bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung an – sondern Zusatzversicherungen für Zähne, Krankenhausbehandlung oder Pflege.

Quelle: WirtschaftsWoche, 11.10.2018.


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