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Cannabis Report: Unsicherheit für kommende Legalisierung von essbaren Produkten in Kanada
Foto: Eric Limon - 123rf Stockfoto

Cannabis Report Unsicherheit für kommende Legalisierung von essbaren Produkten in Kanada

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Nachrichtenquelle: Shareribs
01.02.2019, 17:52  |  3028   |   
Ottawa 01.02.2019 - Die Legalisierung von Cannabis in Kanada im Oktober war nur der erste Schritt zu einer vollständigen Freigabe. Essbare Produkte sollen erst in diesem Jahr kommen und auch hier gibt es Fragezeichen. Dabei dürfte genau dort das größte Potential liegen.

Rauchbare Cannabisprodukte sind in Kanada seit Mitte Oktober frei verkäuflich. Das Land war damit der erste G7-Staat, der diesen Schritt vorgenommen hat. Viele Unternehmen haben sich im Vorfeld dessen bereits in der Branche positioniert. Der Einstieg von großen Unternehmen aus der Getränkebranche wurde mit Interesse verfolgt und hat den Cannabisproduzenten teils enorme finanzielle Flexibilität verliehen und ermöglicht die Ausweitung von Forschung und Entwicklung hinsichtlich der medizinischen Wirksamkeit und neuer Produkte, die neue Kunden ansprechen sollen.

Viele Brancheninsider gehen davon aus, dass erst die Verfügbarkeit von ess- und trinkbaren Cannabisprodukten das volle Marktpotential öffnen dürfte. So gilt das Interesse an Cannabis über breite Bevölkerungsschichten hinweg als groß, die Tatsache, dass dieses nur geraucht oder verdampft werden kann, dürfte jedoch viele der Interessierten abhalten.

Auf diese Kundengruppe setzen Unternehmen aus der Getränke- und Spirituosenbranche. Die Regierung Kanadas hat deren Optimismus nun aber einen Dämpfer verpasst. Ursprünglich war geplant, dass die Legalisierung von essbaren Produkten ein Jahr nach der ursprünglichen Legalisierung erfolgen soll.

Bill Blair, Mitglied der Regierung Trudeau und verantwortlich für Cannabis, sagte nun, dass die Zeit bis Oktober nicht ausreichen dürfte. In einem Interview mit Bloomberg sagte Blair nun, dass die geplanten Regularien nicht der letzte Schritt für die Freigabe von essbaren Produkten seien. Man wolle sich die Zeit nehmen, die „es richtig zu machen“, so Blair weiter. Die entsprechenden Regularien seien noch auszuarbeiten, dann müsse man sich mit den Provinzen zusammensetzen, um die Umsetzung vorzubereiten.

Wenn die Regularien fertiggestellt und umgesetzt sind, müssen Unternehmen die Behörden 60 Tage vor Verkaufsbeginn informieren. Dies könnte nach Ansicht von Brancheninsidern bedeuten, dass die Verkäufe erst im Dezember beginnen.





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