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Es wird wahrscheinlich nicht besser werden, wenn NVIDIA seine Ergebnisse zum vierten Quartal bekannt gibt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.02.2019, 11:30  |  569   |   |   

In den letzten Jahren schien Aufwärtstrend des Grafikprozessorherstellers NVIDIA (WKN:918422) nicht zu stoppen. Ein perfekter Sturm starker Nachfrage von Gamern, ein wachsendes Rechenzentrumsgeschäft und ein stark wachsender Kryptowährungsmarkt ließen die Aktie in weniger als vier Jahren um fast 1.300 % zulegen.

Dann geschah das Unerwartete: Einige der Trends, die das Unternehmen zu Rekordhöhen trieben, begannen sich gleichzeitig einzutrüben. Die Kryptowährungsblase platzte und hinterließ eine Flut von unverkauften Grafikprozessoren (GPUs) auf dem Markt. Zu allem Überfluss begann sich das Rechenzentrumsgeschäft zu verlangsamen und die Gamer kauften zu zögerlich nach. Das veranlasste NVIDIA, eine untypische Warnung herauszugeben, die zu einem Kursrückgang führte.

NVIDIA wird voraussichtlich über die Finanzergebnisse des vierten Quartals 2019 nach Börsenschluss am Donnerstag, den 14. Februar, berichten. Lass uns die Ergebnisse des dritten Quartals und die Änderung im Ausblick zusammenfassen, um zu sehen, was die Investoren erwarten können.

Eine bunte Mischung

Zum dritten Quartal 2019 (das am 28. Oktober 2018 endete) verzeichnete NVIDIA einen Umsatz von 3,18 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahr, was sowohl den Tiefpunkt des Ausblicksbereiches als auch die Konsensschätzungen der Analysten verfehlte. Das Unternehmen meldete einen Gewinn pro Aktie von 1,97 US-Dollar, ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahresquartal, und übertraf damit die Erwartungen von 1,71 US-Dollar.

NVIDIA erklärte, ein großer Teil des Umsatzausfalls sei auf einen Lagerüberhang im Vertriebskanal zurückzuführen, der vom jüngsten Ausfall der Kryptowährungen herrühre. Leider verlangsamte sich das Wachstum in einem breiten Spektrum des Geschäfts. Die Umsatzdaten nach Segmenten zeigen diese Entwicklung:

Segment Q3 2019 Q3 2018 Veränderung gegenüber Vorjahr
Gaming 1,76 Mrd. USD 1,56 Mrd. USD 13 %
Professionelle Visualisierung 305.Mio.  USD 239. Mio.  USD 28 %
Rechenzentrum 792 Mio. USD 501 Mio. USD 58 %
Auto 172. Mio.  USD 144 Mio. USD 19 %
OEM & geistiges Eigentum 148. Mio. USD 191 Mio. USD (23 %)
Insgesamt 3,18 Mrd. USD 2,64 Mrd. USD 21 %

DATENQUELLE: NVIDIA BERICHT Q3.

Obwohl 21 % Umsatzwachstum auf den ersten Blick nicht so schlecht erscheinen, solltest du Folgendes bedenken: In den letzten vier Quartalen verzeichnete NVIDIA ein Umsatzwachstum von 32 %, 34 %, 66 % bzw. 40 % gegenüber dem Vorjahr. Du müsstest bis auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017 zurückschauen, um eine langsamere Wachstumsrate zu finden. Damit handelt es sich um das schlechteste Quartal beim Umsatzwachstum seit mehr als zwei Jahren.

Zum Zeitpunkt seines Berichts zum dritten Quartal sagte NVIDIA, das Unternehmen erwarte einen Umsatz von 2,7 Mrd. US-Dollar (plus oder minus 2 %), was einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Das entsprach bei Weitem nicht den Konsensschätzungen der Analysten von 3,4 Mrd. US-Dollar, sodass die NVIDIA-Aktie am Tag nach ihrem Quartalsbericht mehr als 18 % verlor.

Ein zweiter Rückschlag

Der Tiefpunkt folgte am 28. Januar, als NVIDIA einen überarbeiteten Ausblick für das Quartal herausgab. Das Unternehmen erklärte, dass es nun einen Umsatz von 2,2 Mrd. US-Dollar erwartet, ein Rückgang von 24 % gegenüber dem Vorjahr. NVIDIA begründete die überarbeitete Prognose mit einer Reihe von Faktoren. Das Unternehmen verwies auf die sich verschlechternden makroökonomischen Bedingungen in China, die sich auf die Nachfrage der Verbraucher nach seinen GPUs auswirken. Zusätzlich entschieden sich die Gamer, nicht auf die neuen High-End-Turing-Prozessoren umzusteigen, da die Spieleproduzenten noch kein Potenzial hätten, die revolutionäre neue Ray-Tracing-Technologie in ihre aktuelle Produktpalette aufzunehmen. NVIDIA sagte auch, dass eine Reihe von Rechenzentrumsgeschäften nicht abgeschlossen wurden und sich in das nächste Quartal verschoben haben.

Die revidierte Prognose beinhaltet eine Bruttomarge von 55 % gegenüber früheren Schätzungen von 62,3 %. Die Prognose für die Betriebskosten blieb mit 915 Mio. US-Dollar unverändert, während die sonstigen Erträge und Aufwendungen von 21 Mio. US-Dollar auf 25 Mio. US-Dollar stiegen. Auf bereinigter Basis rechnet das Unternehmen mit einer Bruttomarge von 56 % gegenüber 62,5 % und einem ebenfalls unveränderten Nicht-GAAP-Betriebsaufwand von 755 Mio. US-Dollar.

Die Triade der schlechten Nachrichten – die die Umsätze in jedem der vielversprechendsten Wachstumssegmente verlangsamte – führte dazu, dass die Aktionäre sofort verkauften sodass die Aktie seit Ende September fast die Hälfte ihres Wertes verlor. Die Anleger werden nach einer deutlichen Verbesserung in mehreren Segmenten verlangen, bevor sie wieder nachkaufen. Mit der jüngsten Kürzung des Ausblicks kann man nicht viel Gutes erwarten, wenn NVIDIA nach Börsenschluss am Donnerstag, den 14. Februar, seine Gewinne meldet.

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