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Statement vom Boss Wirecard-Chef auf Kuschelkurs mit Anlegern

22.02.2019, 08:13  |  14245   |   |   

Die Wirecard-Aktie geriet nach Medienberichten unter Druck und hat im Februar 2019 deutliche Verluste hinnehmen müssen. Es wurde sogar spekuliert, ob das Unternehmen aus dem Dax fliegt.

Gegenüber Journalisten der "FAZ" sagte Markus Braun, Wirecard Vorstandsvorsitzender, über das aktuelle Geschäft folgendes: "Es läuft weiterhin sehr stark", und das er sicher sei, dass diese Entwicklung sich bald im Aktienkurs wiederspiegeln werde: "Unser Aktienkurs wird sich bald erholen". Zeitlich gibt der Wirecard-Chef an, dass die Kurserholung nach der Aufklärung der Vorwürfe einsetzt.

Laut der "FAZ" hält Braun eine rasche Veröffentlichung des Untersuchungsberichts für möglich. Und weiter heißt es, dass die internen Untersuchungen ergeben haben, dass an den "FT"-Vorwürfen nichts dran sei. Aus diesem Grund prüfe Wirecard rechtliche Schritte gegen die Wirtschaftszeitung. 

Braun wörtlich: "Wir müssen untersuchen, ob die Darstellung in den Artikeln stark übertrieben war". Darüber hinaus distanzierte sich Braun von der Spekulation darüber, dass Wirecard von der BaFin Schutzmaßnahmen gefordert hätte.

Für die Kursverluste der Wirecard-Aktie gebe es keine fundamentalen Gründe, so Braun gegenüber der "FAZ".

Nachdem gestern die Aktie von 115,20 Euro auf zwischenzeitlich 106,10 Euro fiel und den Schlusskurs bei 110,30 Euro erreichte, könnte das Papier heute mit einem leichten Plus in den letzten Handelstag starten. Bei Tradegate wird derzeit ein Preis von 113,50 Euro pro Anteilsschein aufgerufen (08:20 Uhr).

Quelle: FAZ, Vorabmeldung vom 21.2.2019.

Wertpapier
Wirecard


3 Kommentare

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Kommentare

"Laut der "FAZ" hält Braun eine rasche Veröffentlichung des Untersuchungsberichts für möglich."


...kann mir vorstellen das hier schon heute nach Börsenschluss oder Montag vor Eröffnung was kommen könnte, Wirecard hat ja nun auch eine erhebliches Interesse an offizieller Klarstellung.
Ausserdem sollte sich demnächst die Polizei in Singapore zum Stand der Ermittlungen mal äußern und vielleicht gibt ja auch die Staatsanwaltschaft aus München bzw. Bafin ein weiteres Statement ab.
Bin gespannt entspannt :)
Das finde ich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Ich finde er reagiert genau so wie man es sollte - ruhig und abgeklärt.

Das selbe Spiel habe ich schon mehrfach bei Evotec gehabt. Besonders der Kurssturz von 23 auf <15 und dann die Rufe nach "wieso sagt der CEO nichts". Ales was er dazu sagte war, dass operativ alles normal läuft und er Marktschwankungen nicht kommentiert. Und er hatte Recht - es war kein faules Ei im Korb, sondern es war einfach nur Gezocke und Manipulationen der unsäglichen Leerverkäufer um die Kleinanleger raus zu kicken.

Klar, hier geht es um deutlich grüßere Summen, aber unter dem Strich ist es genau das gleiche Spiel... Lasst Euch nicht verarschen!
Echt seltsam, dass Markus Braun so ruhig bleiben kann. Also, wenn an der Sache nichts dran wäre, dann hätte ich eigentlich viel schärfer reagiert. Gerade auch bei einem Kapitelverlust an der Börse von mehreren Milliarden Euro ...

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