DAX+0,45 % EUR/USD+0,29 % Gold-0,30 % Öl (Brent)+1,68 %

Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 11-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
18.03.2019, 04:01  |  4716   |   

Die Konjunkturdaten hingegen bieten weltweit wenig Grund zur Euphorie. Gerade im Automobilsektor scheint sich einiges zu tun.

Die Börsen trotzen den Störfeuern in einer beeindruckenden Art und Weise! Denn auch in der vergangenen Woche konnte der DAX mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende gehen, wobei sogar im Wochenverlauf ein neues Jahreshoch markiert wurde. Das ist schon bemerkenswert, dass weder die Probleme zwischen den USA und China, noch das Brexit-Chaos die Börsen ins Stocken oder gar zu Fall bringen. Seit Jahresbeginn stehen somit Pluszeichen in den Indizes von mehr als 10 %, zu Buche. Mit einem Punktestand von 11.457 Punkten konnte das deutsche Aktienbarometer (DAX) seit Jahresanfang rund 10,7 % zulegen, wobei der EuroSTOXX 50 im gleichen Zeitraum mit einem Plus von rund 13,5 % noch besser performte. Der MDax schaffte in besagtem Zeitraum sogar ein Plus von rund 16,7 %.

 

Als Grund für die starken Börsen werden ausschließlich die Signale aus Peking und Washington angeführt, die auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Zollstreit hoffen lassen. Demzufolge ist natürlich auch an den amerikanischen Börsen die Stimmung gut. Mehr als 10 % haben die US-Börsen (Dow Jones +13,3 %, S&P 500 + 13,5 %) zwischen Januar und März zugelegt, obwohl auch jenseits des Atlantiks die Belastungsfaktoren bislang keinesfalls aus dem Weg geräumt sind.

 

Die Konjunkturdaten hingegen bieten weltweit wenig Grund zur Euphorie. Gerade im Automobilsektor scheint sich einiges zu tun. Denn: VW sagte den Börsengang seiner LKW-Sparte erst einmal ab und die Tochter Audi plant langfristig 15 % der Stellen abzubauen. Ford will in Köln ebenfalls mehrere tausend Stellen streichen und auch die Peugeot-Tochter Opel schaut wenig optimistisch in die Zukunft. BMW will den Rotstift ansetzen und weiter drastisch sparen. Dabei ist man jetzt sogar bereit, im Elektrobereich mit Daimler zu kooperieren.

 

Die US-Aktiengesellschaften kaufen derweil munter weiter eigene Aktien zurück! Im vergangenen Jahr kündigten die US-Konzerne Rückkäufe im Volumen von 939 Mrd. USD an und kauften bisher für rund 820 Mrd. USD eigene Anteile. Fehlt es den Unternehmen an Anlagealternativen? Sehr auffällig sind jedenfalls die Investitionsvolumina in den einzelnen Bereichen. Während die Volumen für eigene Aktienrückkäufe im letzten Jahr um etwa 50 % gestiegen ist, legten die Investitionen in Sachgüter gerade einmal um 15 % und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nur um 6 % zu.

 

Für eine Stabilisierung der Aktienmärkte und eine sinkende Volatilität könnten laut Marktexperten die Lösungen im Brexit- und Handelsstreit sowie eine lockere Geldpolitik sorgen. Eine Eurostärke sei allerdings nach den eindeutigen EZB-Äußerungen nicht zu erwarten. Wenn sich diese Entspannungstendenzen bestätigen würden, könnten auch die Frühindikatoren spätestens ab Sommer wieder nach oben drehen. Das sog. Konjunkturmetall Kupfer (6.411,- USD je Tonne) präsentiert sich derzeit auffällig stark, was tatsächlich eine Wiederbelebung der Konjunktur andeuten könnte.

 

Der Goldpreis hingegen erhielt in den vergangenen zwei Wochen wieder einen psychologischen Dämpfer. Nachdem es zuvor noch danach aussah, als ob das Edelmetall die 1.300,- USD je Unze-Marke nachhaltig überwunden hätte, hat der Risikoappetit der Anleger jedoch mit der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA wieder zugenommen und den Goldpreis kurzfristig wieder unter die 1.300,- USD je Unze gedrückt. Am vergangenen Freitag ging das begehrte Edelmetall mit 1.302,- USD je Unze wieder knapp über der psychologisch wichtigen Marke aus dem Handel. Der riesigen Nachfrage der Notenbanken nach Gold tat das allerdings keinen Abbruch. Seit 01.01.2019 konnte der Goldpreis rund 2,8 % zulegen, was eine deutliche Underperformance gegenüber den zuvor genannten Aktienmärkten entspricht.

 

Stabilisieren konnte sich auch der Silberpreis, der mit 15,30 USD je Feinunze auf dem Niveau der Vorwoche notiert. Seit Jahresbeginn musste der Silberpreis allerdings einen kleinen Verlust von 0,8 % hinnehmen.

 

Spannende Meldungen gab es auch wieder von den Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten. Die aus Radaktionssicht interessantesten Nachrichten finden Sie hier:

 

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

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Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Bitte beachten Sie die englische Originalmeldung.

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