DAX-0,02 % EUR/USD+0,06 % Gold+0,34 % Öl (Brent)-0,23 %

Facebook Das Smart Money kauft – der kritischen Presse zum Trotz!

Nachrichtenquelle: Sharedeals
19.03.2019, 18:19  |  391   |   |   
Erinnern Sie sich noch an Yahoo!? Klar, die Website gibt es schließlich auch heute noch. Allerdings wird sie inzwischen von Verizon betrieben, die das ehemalige (operative) Kerngeschäft des Unternehmens Yahoo gekauft haben. Aus dem Unternehmen Yahoo! wurde schließlich das Unternehmen Altaba – und Altaba konzentriert sich in erster Linie auf die Verwaltung der beiden Beteiligungen an Alibaba und Yahoo! Japan. Jetzt soll es aber in diesem Artikel um Facebook (WKN: A1JWVX) gehen, warum beginne ich dann mit Yahoo!?

Nun, ganz einfach! Weil Yahoo! zwar grundsätzlich mit seiner Beteiligung an Alibaba einen Volltreffer gelandet hat, im Laufe der Zeit aber leider zu viele Chancen ungenutzt verstreichen ließ. So hätte Yahoo! den heutigen Marktführer im Bereich der Internetsuche, Google (Alphabet), gleich zwei Mal kaufen können. Doch 1998 war man nicht bereit dafür eine Milliarde US-Dollar auf den Tisch zu legen, 2002 wollte man dann nur drei anstatt fünf Milliarden US-Dollar bezahlen. Doch damit nicht genug!

So hätte Yahoo! nämlich im Jahr 2006 auch den heutigen Social Media-Giganten Facebook für 1,1 Milliarden US-Dollar übernehmen können. Statt dessen wollte man sich jedoch 100 Mio. US-Dollar sparen und nur eine Milliarde US-Dollar berappen. Wenn man bedenkt, dass man dann 2013 Tumblr für eben jene 1,1 Milliarden US-Dollar gekauft hat (inzwischen vollständig abgeschrieben), kann man sich als Anteilseigner von Yahoo! wohl nur noch an den Kopf fassen. Aus heutiger Sicht wäre es dann wahrscheinlich besser gewesen, wenn sich Yahoo! im Jahr 2008 für 44,6 Mrd. US-Dollar an Microsoft verkauft hätte (anstatt 2016 für gut 4,8 Mrd. US-Dollar an Verizon).

Mark Zuckerberg: „Ein guter Tag um eine Milliarde US-Dollar abzulehnen!“
Damit jetzt aber endgültig genug zu Yahoo! Respektive Altaba und zum eigentlichen Thema des Artikels, nämlich Facebook. Als Yahoo! seinerzeit eine Milliarde US-Dollar für die Übernahme bot, stellte sich Gründer und CEO Mark Zuckerberg vor seinen Aufsichtsrat, in dem unter anderem sein Investor Peter Thiel saß, und sagte: „Heute ist ein guter Tag um eine Milliarde US-Dollar abzulehnen!“. Dann erläuterte er das Übernahmeangebot von Yahoo! und warum er es als zu niedrig ansah.

Insbesondere Peter Thiel, der ja eine Menge Geld im Feuer hatte, fragte nach, ob er sich da wirklich absolut sicher sei. Schließlich sei eine Milliarde US-Dollar eine Menge Geld. Als Zuckerberg dies jedoch ohne lange nachzudenken bejahte, stimmte er schließlich zu Yahoo! abzusagen. Auch diese Erfahrung war es wohl, die Zuckerberg später davon träumen ließ, dass er „sein Unternehmen“ erst zu einem Marktwert von mindestens 100 Mrd. US-Dollar an die Börse bringen wollte. Im Jahr 2012, genauer am 18. Mai 2012, kam es dann zum Börsengang (IPO) – zu einem Börsenwert von 104 Mrd. US-Dollar.

Aktie nach Börsendebüt zunächst monatelang auf Talfahrt
Im Zuge des Börsengangs nahm Facebook ca. 16 Mrd. US-Dollar ein. Dies lag daran, dass natürlich nicht das ganze Unternehmen an die Börse gebracht worden war. Obwohl die Aktie zunächst freudig empfangen worden war, begann sie jedoch schon in den ersten Handelstagen zu fallen. Da seinerzeit viele Anleger daran zweifelten, dass es Facebook gelingen würde den seinerzeit auf Hochtouren laufenden Switch der Werbegelder von Desktop-Computern auf mobile Endgeräte wie Smartphones erfolgreich zu bewältigen, fiel die Aktie in den folgenden Monaten sogar auf ein Allzeittief von weniger als 18,00 US-Dollar.

Doch wie es eben so oft ist: Als die Nacht am dunkelsten erschien, war der nächste Morgen nicht mehr fern. So legte die Aktie seit diesen Tiefstkursen eine unglaubliche, mehrjährige Kursrally aufs Börsenparkett. Dies gipfelte schließlich in einem Allzeithoch von 217,50 US-Dollar Ende Juli vergangenen Jahres. Vom Tief unter 18,00 US-Dollar bis zu diesem Hoch hatte sich die Aktie also innerhalb von nur sechs Jahren in der Spitze mehr als verzwölffacht. Kein Wunder also, dass auch Gründer, CEO und Großaktionär Mark Zuckerberg davon profitierte und zu einem der reichsten Menschen der Welt wurde.

Datenskandale sorgen für Absturz und negative Presse
Wenn Sie sich etwa ein Jahr zurück erinnern, werden sie sicherlich an den Datenskandal um die britische Big Data-Analysefirma Cambridge Analytica erinnern. Wahrscheinlich werden Sie auch noch an die Auftritte von Mark Zuckerberg vor dem US-Senat bzw. dem Europäischen Parlament denken. Der Datenskandal um Cambridge Analytica tobte also vor rund einem Jahr, im März 2018. Das Allzeithoch der Aktie jedoch datiert, wie eben geschrieben, von Ende Juli 2018. Grund für den seinerzeitigen Absturz der Aktie war also nicht in erster Linie der Datenskandal an sich.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel