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Ölpreise auf neuen Hochs - Irans Exporte sollen auf null gedrückt werden

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Nachrichtenquelle: Shareribs
23.04.2019, 11:42  |  487   |   
London 23.04.19 - Die Ölpreise bewegen sich seit gestern weiter nach oben. Brent-Rohöl kletterte bereits über die Marke von 74 USD, gestützt von den Aussagen der US-Regierung zu den Ölexporten des Irans.

Seit die neuen US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft sind, sanken die Ölexporte des Landes. Einige Länder hatten jedoch eine Sondergenehmigung erhalten, um die Auswirkungen auf die eigene Versorgung mit Rohöl einzudämmen. Diese Genehmigungen laufen in Kürze aus und Washington machte deutlich, dass man nicht die Absicht hat, hier Verlängerungen anzubieten. Grund für diesen Schritt sind die Pläne, die iranischen Ölexporte auf null zu drücken, um dem Land die Einnahmen aus dem Verkauf zu entziehen.

Die Sondergenehmigungen laufen am 1. Mai aus und die USA haben Ländern, die weiterhin iranisches Rohöl importieren, mit Sanktionen gedroht. Die Importeure haben ihre Orders bereits deutlich reduziert. Anfang April sollen die Exporte auf unter eine Million Barrel pro Tag gesunken sein.

Bei Barclays geht man davon aus, dass der Schritt der USA zu schnell kam und dies zu einer spürbaren Verengung des Ölmarktes führen könnte. In der Folge könnten die Ölpreise weiter steigen.

Die USA spekulieren nach Ansicht einiger Analysten auf Maßnahmen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate, um die Ausfälle zu kompensieren. Bernstein Energy geht davon aus, dass die höheren Ölpreise die US-Produzenten ermutigen würden, die eigene Förderung stärker auszuweiten. Bereits heute sind die USA mit 12,1 Mio. bpd der größte Ölproduzent der Welt.

Das Fass Brent-Rohöl verteuert sich um 0,7 Prozent auf 74,53 USD, für WTI-Rohöl geht es um 0,8 Prozent auf 66,06 USD/Barrel nach oben.



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