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Kommentar Der „Bärendienst“ eines „roten Teufels“

Nachrichtenquelle: Anleihen Finder
10.05.2019, 09:30  |  592   |   |   


Finanzexperte und Fußball-Investor Markus Stillger kommentiert die gegenwärtige wirtschaftliche Situation und „Gemengelage“ beim 1. FC Kaiserslautern

Fußball & Kapitalmarkt, diese „Beziehung“ führte lange Jahre ein Schattendasein, obwohl sich der Fußball in den letzten 20 Jahren in den kaufmännischen Abteilungen der Vereine deutlich Richtung „Professionalität“ entwickelt hat.

Angesichts der chronischen Ebbe in der Kasse vieler Vereine ist das eigentlich verwunderlich, wenn man bedenkt, welche „Zirkusartisten“ sich den letzten 20 Jahren über die Börse Kapital beschaffen konnten.

In den 60er/70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das Markenzeichens eines Vereinspräsidenten meistens ein Hut, eine dicke Zigarre im Schnabel und ab und zu ein dummer Spruch für die Medien, die damals „Zeitung“ hießen. Meistens genau immer dann, wenn der Verein Unruhe gerade gar nicht gebrauchen konnte.

Aber: Dieser Mann hatte immer einen Füller und ein Scheckbuch dabei, wenn es galt. Und genau deshalb war er „Präsident“. Obwohl es auch genügend Beispiele gibt, wo nicht der Gönner und Barmherzige auf dem Thron saß, sondern der Raffzahn und die blanke Gier. Rolf-Jürgen Otto und Willy Konrad (Dynamo Dresden der 90er Jahre) lassen grüßen.

Heutzutage zählt Wirtschaftskompetenz

In der heutigen Zeit sitzen in den Finanzabteilungen der Profi-Vereine ausgebildete Wirtschaftsfachleute, angesichts der – durch die Entwicklung der TV-Vermarktung – nahezu explodierenden Umsätze und Etats der Vereine eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften.

Man stelle sich mal vor ein Günter Eichberg (ehemaliger Präsident und „Sonnenkönig“ von Schalke 04) legt heute in Vertragsverhandlungen  – wie seinerzeit mit Radmilo Mihajlovic – einen Blanco-Scheck auf den Tisch und verschwindet mit den Worten „ich muss mal wohin, wenn ich wiederkomme steht da Deine Zahl drin.“

Schalke 04 ist übrigens der erste Verein in Deutschland gewesen, der im Jahr 2012 eine Anleihe für institutionelle Anleger platzierte, Hertha BSC folgte im vergangenen Jahr. Beide Emissionen kann mal als Erfolgsstorys bezeichnen. Die Hertha-Anleihe liegt mit 107% aktuell weit über pari und der FC Schalke 04 nutzte im Jahr 2016 sogar ein außerordentliches Kündigungsrecht, um eine Anleihe vorzeitig zurückzuzahlen und durch zwei neue Anleihen mit deutlich niedrigeren Zinskupons abzulösen, die aktuell auch beide weit über pari notieren.

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