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Online-Payment: Die beliebtesten Zahlungsmethoden

Gastautor: Rainer Brosy
16.06.2019, 20:29  |  378   |   |   

Beliebte Zahlungsmittel im Internet

Online-Shopping ist in der heutigen Zeit fest in der Einkaufswelt verankert. Im Gegensatz zum stationären Einkauf gibt es keine Barzahlung. Stattdessen herrschen im Internet unterschiedliche Online-Bezahlsysteme vor, die den Kauf im Netz vereinfachen können. Im gleichen Atemzug bieten etablierte Bezahlmöglichkeiten zusätzliche Absicherungen. Doch Risiken gibt es immer.

Die Kreditkartenzahlung liegt in Sachen Beliebtheit auf Platz 4. Bildquelle: rostichep / Pixabay

In Deutschland können Verbraucher beim Online-Shopping mittlerweile auf eine üppige Auswahl an verschiedenen Bezahlmethoden zurückgreifen. Viele der etablierten Möglichkeiten werden fast flächendeckend in Online-Shops angeboten, so dass bei vielen Nutzern eine Routine im Zahlungsvorgang eingekehrt ist.

Das beliebteste Bezahlsystem in der Republik ist und bleibt der Kauf auf Rechnung, doch die Kreditkarte, die Lastschrift und PayPal spielen weiterhin eine große Rolle im elektronischen Handel. Letzterer konnte sogar eine höhere Nutzungsrate als im Vorjahr verbuchen – 0,6 Prozentpunkte mehr.

Die Zahlen und die statistischen Erhebungen fußen auf einer Studie zum Online-Payment in Deutschland, die bereits zum achten Mal vom EHI Retail Institute durchgeführt wurde. Die Studie befasst sich mit dem Status quo des Marktes für Zahlungsarten.

 

Kauf auf Rechnung

Der Rechnungskauf verweilt weiterhin eisern an der Spitze des Rankings und ist damit die beliebteste Bezahlmethode beim Online-Shoppen. Diese Position hatte der Kauf auf Rechnung auch bereits in der letzten Studie für 2017 inne. Für das vergangene Jahr verliert die Rechnung zwar 0,1 Prozentpunkte zum letzten Ergebnis, ist mit einem Umsatzanteil von 27,9 Prozent in 2018 weiterhin populärstes Zahlungsmittel.

 

PayPal legt zu

Das Online-Bezahlsystem PayPal ist im digitalen Zahlungsverkehr nicht mehr wegzudenken und ist in puncto Beliebtheit weiter auf dem Vormarsch. Das börsennotierte Unternehmen von Elon Musk konnte in Deutschland eine erhöhte Nutzungsrate von insgesamt 20,5 Prozent verbuchen und weist damit eine Erhöhung von 0,6 Prozentpunkten zur letzten Studie auf.

Verantwortlich für die breitere Nutzung von PayPal könnten die simple Handhabung und der sichere Datentransfer sein. Nutzer eröffnen zunächst ein PayPal-Konto, in dem entweder die eigene Bankverbindung oder eine Kreditkarte hinterlegt wird. Neben der Bezahlung von Einkäufen in Online-Shops kann das Bezahlsystem auch für Überweisungen genutzt werden.

Der Bezahlvorgang bei Online-Händlern sieht eine Weiterleitung auf die Bezahlseite von PayPal vor. Dort loggen sich Nutzer mit den eigenen Zugangsdaten ein und bestätigen den Kauf. Anschließend überweist der Bezahlanbieter sofort den Betrag auf das PayPal-Konto oder das Bankkonto des Händlers. Die entsprechende Summe wird letztlich vom Girokonto des Nutzers eingezogen oder wahlweise wird die hinterlegte Kreditkarte belastet.

 

Sicherheit und Risiken

Das Bezahlen im Internet wird zwar immer sicherer und doch birgt es heute immer noch die Gefahr, dass Daten gefiltert werden und abhandenkommen. So müssen Nutzer bei der Kreditkartenzahlung bei Online-Händlern darauf vertrauen, dass er die hinterlassenen Daten vor fremden Zugriff schützt. Zwar sind Shops und Händler im Netz gesetzlich dazu verpflichtet, aber eine garantierte Sicherheit gibt es dafür nicht.

Wenn sich Nutzer für die Dienstleistung eines Drittanbieters entscheiden, liegen die Zahlungsdaten auf den Servern des entsprechenden Unternehmens und ein eigenmächtiger Zugriff ist nicht möglich. Auch in diesem Fall müssen Verbraucher den Anbietern Vertrauen in die Datensicherheit schenken. Sollte dieses Vertrauen nicht vorhanden sein, kann auf Bezahlsysteme zurückgegriffen werden, die mit Prepaid-Kreditkarten arbeiten. Dadurch schrumpft die Gefahr von Datenklau auf ein Minimum.

Wie so oft im Internet werden persönliche Daten durch Passwörter geschützt. Daher ist es generell empfehlenswert, die eigenen Passwörter an keine fremden Personen weiterzugeben. Im Idealfall sollten Passwörter regelmäßig gewechselt werden, um Missbrauch vorzubeugen.

Mehr Sicherheit soll es ab dem 14. September 2019 geben. Ab diesem Datum gelten für Kreditkartenzahlungen im Internet die neuen Anforderungen der Payment Service Directive 2 (PSD2). Dieses System setzt den Fokus auf eine noch stärkere Kundenauthentifizierung und soll die Sicherheitsvorkehrung für Zahlungsvorgänge im Internet weiter verstärken.

Bildquelle: rostichep / Pixabay

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Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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