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3 Punkte gegen die Heidelberger Druck-Aktie und wie die Wende gelingen soll

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.07.2019, 09:02  |  2570   |   |   

Heidelberger Druck (WKN: 731400) verkündete kürzlich die Ergebnisse für sein erstes Geschäftsquartal 2019/20 und es fiel nicht sehr gut aus. So sank der Umsatz um 7,2 % und das Ergebnis fiel mit minus 31 Mio. Euro negativ aus. Auch für das gesamte laufende Geschäftsjahr erwartet der Druckmaschinenhersteller nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis.

Viele Heidelberger-Kunden stellen derzeit aufgrund der Konjunkturabschwächung ihre Investitionen zurück, was direkt zu einem stärkeren Ergebnisrückgang führt. Zwar baut das Unternehmen den Anteil des stetigen Vertragsgeschäftes zunehmend aus, aber bisher ist der Anteil noch zu gering, um deutlich zur Stabilisierung beizutragen.

Es gibt derzeit mehrere Gründe, die gegen die Aktie sprechen, aber auch kleine Lichtblicke. Lass uns einmal nachsehen, welche dies sind.

1) Geringe Profitabilität und stagnierender Umsatz

Zwar mag der aktuelle Gewinneinbruch überraschen, aber wer sich die Historie des Unternehmens einmal genauer ansieht, wird Regelmäßigkeiten feststellen. So hat Heidelberger Druck in fünf der letzten zehn Jahre einen Verlust erzielt.

Und selbst in den Gewinnjahren lag die Nettomarge (Gewinn/Umsatz) maximal bei 1,44 %. Insgesamt fehlt es dem Unternehmen also an Profitabilität. Über die vergangenen zehn Jahre gab es aber auch keinen deutlichen Nachfrageanstieg, sodass der Umsatz nur minimal gestiegen ist.

Auch in den letzten beiden Krisen 2001 bis 2002 und 2008 musste der Konzern Gewinneinbrüche verbuchen. Warum dies so ist, erfährst du unter dem nächsten Punkt.

2) Kapitalintensives Geschäft und fehlende Dividende

Druckmaschinen sind große Anschaffungen. Dementsprechend werden sie seltener und nur bei einer guten konjunkturellen Lage angeschafft. Droht eine Krise, reduzieren die Kunden hingegen verstärkt ihre Ausgaben für teure Sachanlagen.

Wie kapitalintensiv das Geschäft ist, siehst du an einem Vergleich der Sachinvestitionen mit dem operativen Cashflow. Dieser wird fast in jedem Jahr vollständig aufgebraucht, nur um das Geschäft weiterbetreiben zu können.

Warren Buffett mag hingegen Unternehmen, die ohne große Investitionen ihre Gewinne steigern, wie es beispielsweise bei Apple (WKN: 865985) der Fall ist. Aufgrund dieser hohen Ausgaben kann Heidelberger Druck auch keine Dividende zahlen.

3) Hohe Verschuldung

Die hohen Sachinvestitionen und der fehlende Cashflow führen in Summe zu einer schwächeren Bilanz. So beträgt die Eigenkapitalquote nur 17,15 % und die langfristigen Schulden fallen fast zweimal so hoch aus wie die kurzfristigen Anlagen. Auch diese Situation hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre kaum geändert.

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Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

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