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3 Gründe, warum sich die Bayer-Aktie langsam stabilisiert

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
24.08.2019, 08:30  |  2389   |   |   

Bayer (WKN: BAY001) musste seit der Monsanto-Übernahme viel Kritik und Rückschläge einstecken. Kaum war die Transaktion abgeschlossen, wurden in den USA bis heute 18.400 Klagen eingereicht, und dies obwohl Glyphosat zuvor schon 40 Jahre im Einsatz war. Auch wenn Chemie immer eine schädliche Wirkung auf Organismen ausübt, stellt sich doch die Frage, warum die Klagen in dieser Masse nicht schon früher eingereicht wurden?

Bayer kann die Situation heute nicht mehr ändern und wird am Ende wahrscheinlich um eine Entschädigungszahlung in Milliardenhöhe nicht herumkommen. Dies ist die schlechte Nachricht, aber es gibt auch eine positive Botschaft: Diese Belastung ist in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Doch warum beginnt die Aktie nun langsam zu steigen?

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1. Kostenreduktion und Schuldenabbau kommen voran

Übernahmen führen häufig dazu, dass die Aktie des übernehmenden Unternehmens zunächst fällt. Kurzfristig wird ein großer Kauf als Belastung angesehen. Zudem drücken Sonderaufwendungen für die Umsetzung der Sparmaßnahmen zunächst den Gewinn. Und da der Markt nur auf die kurzfristige Gewinnentwicklung reagiert, ist auch die Bayer-Aktie zunächst gefallen. Langfristig ergeben sich aber auch massive Kosteneinsparungspotenziale, die der Markt derzeit nicht berücksichtigt.

So wird Bayer allein bis 2022 die jährlichen Kosten um 2,6 Mrd. Euro senken. Auch eine Glyphosat-Entschädigungszahlung im Milliardenbereich wäre so relativ schnell wieder ausgeglichen.

Zudem konnte der Konzern zuletzt seine Tiergesundheitssparte für 7,6 Mrd. US-Dollar erfolgreich verkaufen. Dies ist einer von vielen Schritten, um die Schulden zu reduzieren. Bayer erhält dafür 5,3 Mrd. US-Dollar in bar und 2,3 Mrd. US-Dollar in Form von Elanco Animal Health (WKN: A2N6BH)-Aktien. Das Life-Science-Unternehmen hat aber angekündigt, auch diese zu veräußern. Mit einem Abschluss der Transaktion wird bis Mitte 2020 gerechnet.

Zuvor konnte Bayer mit Coppertone und Dr. Scholl schon zwei Consumer-Health-Marken und 60 % an Currenta veräußern und so die Bilanz stärken.

2. Entlastung und Aussicht auf Lösung der Glyphosatproblematik

Wie der Streit um die Glyphosatklagen in den USA enden könnte, zeigen die letzten Gerüchte, Bayer schlage einen Vergleich und die Zahlung von 8 Mrd. US-Dollar vor. Damit wären alle 18.400 Kläger entschädigt.

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