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METRO IM FOKUS Umbau zum Großhändler schreitet voran - Warten auf Real-Verkauf

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.10.2019, 08:35  |  2327   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Handelskonzern Metro kommt bei seinem Umbau zu einem reinen Großhändler voran. So haben die Düsseldorfer einen Käufer für ihr chinesisches Geschäft gefunden. Weiterhin offen ist aber die Zukunft der Supermarktkette Real. Der Verkauf zieht sich hin. Was bei Metro los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI METRO:

Nach dem Scheitern des Übernahmegebots des tschechischen Investoren Daniel Kretinsky steht bei dem Handelskonzern wieder das Tagesgeschäft im Vordergrund. Bei dem seit Monaten im Raum stehenden Verkauf des China-Geschäfts konnte Konzernchef Olaf Koch mittlerweile einen Erfolg vermelden. Dazu schloss der Handelsriese eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Einzelhändler Wumei. Metro wird ihre gesamte indirekte Beteiligung an Metro China an eine Wumei-Tochter verkaufen. Im Gegenzug erhält der Handelskonzern eine Beteiligung an der Gesellschaft von 20 Prozent. Die Aufsichtsbehörden müssen den Deal noch genehmigen.

Metro besitzt 96 Märkte in China und erzielte dort im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Koch hatte das Geschäft zwar als "Perle" bezeichnet, doch passt es nicht mehr in die Strategie des Konzerns. Denn: Die chinesischen Aktivitäten sind überwiegend einzelhandelsgetrieben. Metro erwartet aus der Transaktion einen Nettomittelzufluss von etwa einer Milliarde Euro.

Mit dem Geld will sich der derzeit schwächelnde Handelskonzern Spielraum für Investitionen schaffen. Dabei setzt Koch ganz auf den Großhandel. Chancen sieht er vor allem im schnell wachsenden Belieferungsgeschäft, das den Kunden den Weg in die Großmärkte erspart - und auf die Digitalisierung. Hier will sich Metro für Gastronomiebetreiber und kleine Händler unentbehrlich machen - nicht zuletzt mit Software, die Kunden das Leben erleichtert, etwa für Online-Tischreservierungen oder Preiskalkulationen. Damit will Metro die Kunden stärker an sich binden.

Noch offen ist der geplante Verkauf der verlustreichen Supermarkttochter Real an den Immobilieninvestor Redos. Derzeit werteten Metro und Redos Gebote für die Standorte aus, die Redos nicht selbst übernehmen will, hatte es Mitte Oktober von Metro geheißen. Das könne noch einige Wochen dauern. Medienberichten zufolge will Redos nur eine Minderheit der mehr als 270 Real-Märkte behalten und den Rest an andere Handelskonzerne abgeben.

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