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Wirecard-Aktie: Das spricht jetzt für eine Schnäppchenbewertung (und das eben nicht)

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.12.2019, 08:31  |  5055   |   |   

Der Black Friday und die künstliche Verlängerung, der Cyber Monday sind derzeit in aller Munde. Fast jeder Onlinehändler und stationäre Laden, der etwas auf sich hält, hat zur Rabattschlacht gerufen. Wobei nicht alle Schnäppchen das halten, was sie uns versprechen wollen, und entsprechend günstig sind.

An der Börse sind wir von Schnäppchenkursen in Anbetracht eines DAX-Standes von 13.000 Zählern weit entfernt, wobei eine Aktie nach einer günstigen, wachstumsstarken Gelegenheit aussieht: Wirecard (WKN: 747206).

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Werfen wir im Folgenden daher einmal einen Blick auf einige Zahlen und Aussichten, die hier eine preiswerte Bewertung rechtfertigen können und warum günstig für einige womöglich nicht günstig genug ist.

Die aktuelle Bewertung

Ein erster Grund, weshalb die Aktie von Wirecard als vergleichsweise preiswert gilt, hängt gewiss mit der fundamentalen Bewertung zusammen. Beim derzeitigen Kursniveau von 119,80 Euro beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis rund 42,5, bei einem Jahresumsatz von 16,32 Euro das Kurs-Umsatz-Verhältnis hingegen rund 7.

Bewertungszahlen, die zwar ambitioniert erscheinen, sich jedoch in diesem Jahr bedeutend reduzieren dürften. Alleine innerhalb der ersten neun Monate konnte Wirecard Umsätze und Ergebnisse im Bereich von mindestens 30 % steigern. Sprich, das Kurs-Gewinn-Verhältnis dürfte demnach binnen Jahresfrist auf um die 30 schrumpfen, das Kurs-Umsatz-Verhältnis auf in etwa 5. Ein Bewertungsmaß, das durchaus preiswert erscheint für derartige Wachstumsraten. Auch die Aussichten machen weiterhin Lust auf mehr, zumal im kommenden Jahr weitere starke Zahlen warten. Die wiederum das Bewertungsmaß noch einmal deutlich sinken lassen.

Die Aussichten

Unter der Prämisse, dass Wirecard auch im kommenden Jahr aus Sicht sämtlicher bedeutender operativer Kennzahlen konstant weiterwächst, dürfte das Kurs-Gewinn-Verhältnis demnach auf irgendwo im 20er-Bereich zurückgehen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis würde unter diesen Prämissen irgendwo zwischen 3 und 4 liegen, was definitiv bemerkenswert wäre. Wohl bemerkenswert günstig.

Zudem rechnet Wirecard bereits im kommenden Jahr mit einem Vorsteuergewinn von mindestens einer Milliarde Euro, was ebenfalls eine interessante Vergleichsmöglichkeit eröffnet. Bei einer derzeitigen Marktkapitalisierung in Höhe von 14,65 Mrd. Euro würde Wirecard demnach mit dem 14,65-Fachen des Vorsteuergewinns bepreist. Sofern das Unternehmen sogar den oberen Rahmen der Prognose von 1,12 Mrd. Euro als Vorsteuergewinn packt, könnte hier das Bewertungsvielfache auf lediglich 13,1 absinken. Das sieht vergleichsweise preiswert aus.

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