Meinung: Finanzminister schröpft Sparer und Anleger Immer auf die Kleinen – die perfiden Steuerpläne von Olaf Scholz

18.02.2020, 17:33  |  86926   |   |   

Die geplanten Änderungen im Einkommenssteuergesetz sowie die geplante Transaktionssteuer auf Aktienkäufe entsprechen genau dem, was Berlin schon immer gut und gerne tat: Den deutschen Mittelstand noch weiter schröpfen. Es ist Zeit für Widerstand!

Still und heimlich wurde der Gesetzesentwurf von Olaf Scholz (SPD) kurz vor Weihnachten 2019 eingebracht. Geradezu absurd mutet die Änderung im Einkommenssteuergesetz an, dass ab 2021 die Verluste aus dem Handel mit Derivaten, also auch allen Hebelprodukten, die Privatanleger ansprechen, auf 10.000 EUR pro Jahr begrenzt werden sollen. Auch in das Folgejahr kann dann nur ein Verlust von maximal 10.000 EUR vorgetragen werden und ist dann für das folgende Jahr ausgeschöpft. Im Extremfall fielen gar Steuern an, obwohl gar kein Gewinn erzielt wurde. Das wird das Geschäft erheblich beeinträchtigen. Privatanleger werden sich massiv aus dem Handel mit Derivaten zurückziehen, was sich schlussendlich auch im Abbau von Arbeitsplätzen bemerkbar machen wird.

Selbstverständlich betrifft das nur natürliche Personen und Personengesellschaften. Banken, die etwa Hochfrequenzhandel in Futures betreiben, haben nichts zu befürchten.

Darüber hinaus soll ab 2021 die langersehnte Transaktionssteuer kommen - und sie betrifft, ganz überraschend, nur Privatanleger und Kleinsparer. Beim Kauf eines Anteilsscheins eines Unternehmens mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Mrd. EUR sollen gleich 0,2% des Kaufbetrages ins Steuersäckel gehen. Aufgrund von Kritik will Scholz die Sparerfreibeträge im Gegenzug erhöhen, um 100 EURO bei Zusammenveranlagten pro Jahr. Für jemanden der sich sein Rentenkapital mit Aktien aufbauen will, ist dieses „Entgegenkommen“ eher ein schlechter Witz. Perfiderweise widersprechen die hier betrachteten Steuerpläne auch dem lange beschworenen Ansatz, dass die Bürger doch mehr selbst für ihre Altersvorsorge sorgen sollen.

Und somit wird von der Bundesregierung mal wieder das getan, was man dort am besten kann: Die Leistungsträger, den Mittelstand und die kleinen Leute noch weiter belasten.

Als ob Deutschland nicht schon so in der Gesamtabgabenlast weltweit einen Spitzenplatz belegt. Mit den Deutschen kann man es ja machen.

Es ist Zeit sich gegen den alltäglichen Irrsinn in Berlin und Brüssel zur Wehr zu setzen. Leser können zumindest die Petition zur Rücknahme der steuerlichen Benachteiligungen privater Anleger unterstützen: Hier geht's zur Petition!

Autor: Norbert Wangemann, wallstreet:online

 

 



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5 Kommentare

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Kommentare

Wie aber sagte schon der Karl Friedrich von Weizäcker?
… „Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein – auch das, was ihm noch helfen könnte!!“ …
Gewählt als Volksvertreter (nennen sich auch noch Sozial ? )

tätig als Volksverräter ***

schickt doch endlich diese Falschspieler mit euren Wählerstimmen in die Wüste ***

demnächst die gleichen für die Erhöhung des Rundfunkbeitrages ***

Lasst euch weiterhin von solchen Leuten die Taschen leeren ...

jetzt fehlt nur noch die Steuererhöhung für Rentner ...
Selbstverständlich betrifft das nur natürliche Personen und Personengesellschaften. Banken, die etwa Hochfrequenzhandel in Futures betreiben, haben nichts zu befürchten.

Quelle?

es betrifft eben nicht Personengesellschaften. weder KG, GmbH, GbR, OHG, ..... etc.

mal wieder panikmache pur von WO ?
Es reicht hin mit dem Vorschriften und Gesetzen.
Das ist eine Schleichende Entmündigung der Bürger.
Widerstand ist gefragt

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