Coronavirus-Lektion: Bilanzen sind wichtig

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
25.03.2020, 10:00  |  897   |   |   

Eine schwere globale Rezession war noch vor wenigen Monaten undenkbar. Die Aktien stiegen, die Volkswirtschaften expandierten und der Optimismus war groß.

Der neuartige Coronavirus-Ausbruch, der seinen Ursprung in China hat, breitet sich nun weltweit aus, und die Regierungen schließen Schulen und Unternehmen. Eine Rezession scheint nun unausweichlich. Der US-Finanzminister Steven Mnuchin soll am Dienstag einige Senatoren gewarnt haben, dass die Arbeitslosenquote aufgrund der Pandemie auf 20 % steigen könnte.

Wenn alles gut läuft, sorgen sich die Investoren um das Wachstum. Gewinnwachstum, Umsatzwachstum, Cashflow-Wachstum. Der Bilanz wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Unternehmen werden von der Börse nicht dafür belohnt, dass sie konservativ sind, wenig Schulden machen und für schlechte Zeiten Geld sparen.

Aber wenn dann doch die Krise kommt, so wie jetzt, schauen alle auf die Bilanz. Diese Krise wird einige Unternehmen in den Bankrott treiben. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Unternehmen, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben, Schulden zu nutzen, um Aktienrückkäufe zu finanzieren, bekommen jetzt die Rechnung präsentiert.

Für Investoren ist es am wichtigsten, sicherzustellen, dass die Unternehmen in ihrem Portfolio in der Lage sind, eine brutale Rezession zu überstehen. Hier sind drei, die kein Problem haben sollten.

Es ist Buffetts Zeit zu glänzen.

Warren Buffett’s Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) hält seit Jahren sein Pulver trocken, da es für den legendären Investor immer schwieriger wurde, geeignete Kandidaten zu finden. Berkshire beendete 2019 mit mehr als 120 Milliarden US-Dollar in bar in der Bilanz, weit über dem von Buffett gewollten Mindestbetrag von 20 Milliarden US-Dollar.

Diese Barmittel dienen zwei Zwecken. Erstens bietet es einen massiven Puffer gegen sich verschlechternde Geschäftsergebnisse. Berkshire besitzt eine große Anzahl von Unternehmen, die Versicherungen, Energie, Eisenbahnen und eine Reihe anderer Branchen beinhalten. Eine Rezession wird sie alle in unterschiedlichem Maße treffen, und die extrem niedrigen Zinssätze werden die Versicherungsgeschäfte unter Druck setzen. Aber Berkshire hat so viel Geld, dass das Überleben nicht zur Debatte steht.

Der große Barbestand gibt Buffett auch Munition, um Geschäfte zu machen, wenn die Märkte zusammenbrechen. Buffett hat während der Finanzkrise viele lukrative Schritte unternommen, und er wird wahrscheinlich versuchen, in dieser Krise dasselbe zu tun. Buffett könnte sehr wohl fast 100 Milliarden US-Dollar einsetzen, wenn er die richtigen Gelegenheiten findet.

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