Deutschland Kunden bleiben weg - Fitnessstudios fürchten um Existenz

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
23.05.2020, 09:05  |  1495   |   |   
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Viele Mitglieder von Fitnessstudios bleiben vorerst weg oder trainieren an der frischen Luft. Der "Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über eine Umfrage des Deutschen Industrieverbandes für Fitness und Gesundheit (DIFG), nach der rund zwei Drittel der Befragten erst einmal abwarten und sich die Hygienemaßnahmen ansehen wollen. Die fast 10.000 Fitnessbetriebe in Deutschland haben 11,7 Millionen Mitglieder.

Die DIFG hat zudem bei der Wirtschaftsberatungsfirma Deloitte eine Untersuchung in Auftrag gegeben: Danach erwarten die meisten Studios in diesem Jahr trotz eintretender Lockerungen Umsatzeinbußen von 16 bis 25 Prozent. Diesem Einnahmerückgang stünden Kosteneinsparungen von lediglich einem bis fünf Prozent gegenüber. Die Kettenbetreiber kalkulieren auch für 2021 mit einem Rückgang von sechs bis 15 Prozent. Experten gehen davon aus, dass ein Drittel der Einzelunternehmer in Schieflage geraten könnte, das wären mehr als 1.500 Fitnessstudios.

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Was haben die Fitnessstudiobetreiber in all den Jahren gemacht mit dem Geld, das sie von den "Karteileichen" bekommen haben? Eine Physiotherapeutin, die sich in der Branche auskennt, hat mir mal gesagt, dass in manchen Fitnessstudios bis zu 2/3 der angemeldeten und zahlenden Mitglieder gar nicht oder nur selten trainieren. Am Jahresanfang meistens schon, wegen der guten Vorsätze und so. Aber dann lässt das schnell nach. Und das Geld fließt trotzdem weiter.

Was würden die machen, wenn plötzlich Alle regelmäßig zum Trainieren kommen? Da würden die Kapazitäten wohl knapp. Wessen Umsätze wegfallen, sind wohl Großteiles die, die sich endlich mal aufraffen, den ungenutzten Vertrag zu kündigen.

Im Übrigen ist es vielleicht auch besser im Studio auf dem Laufband zu trainieren, als sich im Park den Platz mit anderen Joggern, Fahrrädern, Kinderwägen, Spaziergängern teilen zu müssen. Abstandhalten ist da oft schwieriger, als im Fitnessstudio.
Was haben die Fitnessstudiobetreiber in all den Jahren gemacht mit dem Geld, das sie von den "Karteileichen" bekommen haben? Eine Physiotherapeutin, die sich in der Branche auskennt, hat mir mal gesagt, dass in manchen Fitnesssstudios bis zu 2/3 der angemeldeten und zahlenden Mitglieder gar nicht oder nur selten trainieren. Am Jahresanfang meistens schon, wegen der guten Vorsätze und so. Aber dann läßt das schnell nach. Und das Geld fließt trotzdem weiter.

Was würden die machen, wenn plötzlich Alle regelmäßig zum Trainieren kommen? Da würden die Kapazitäten wohl knapp. Wessen Umsätze wegfallen, sind wohl großteils die, die sich endlich mal aufraffen, den ungenutzten Vertrag zu kündigen.

Im Übrigen ist es vielleicht auch besser im Studio auf dem Laufband zu trainieren, als sich im Park den Platz mit anderen Joggern, Fahrrädern, Kinderwägen, Spaziergängern teilen zu müssen. Abstandhalten ist da oft schwieriger, als im Fitnessstudio.

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