Gröschls Mittwochskommentar: 27/2020

Gastautor: Simon Weiler
01.07.2020, 10:28  |  117   |   |   

Das war das erste Halbjahr 2020. Und was für eines! Viel haben wir gelernt über Pandemien, Superspreader, exponentielle Wachstumskurven, wobei die Überraschung hier bei den meisten eher eingeschränkt gewesen sein sollte ;-), und darüber, dass es nur eine Strategie gibt: nämlich so viel Risiko zu nehmen, wie möglich, weil zahlen tut´s am Ende sowieso die Zentralbank/die Allgemeinheit. Nicht, dass ich da persönlich dabei gewesen wäre, aber, dass die Wallstreet das stärkste Quartal seit zwanzig Jahren hinter sich gebracht hat, ist schon recht beachtlich. Da können wir eigentlich nur hoffen, dass wir das alles nur geträumt haben mit dem Virus und den davon betroffenen Wirtschaftszweigen etc… Leider sagt die Erfahrung, dass die Abrechnung immer erst am Schluss kommt und der ist anscheinend noch nicht in Sicht. Eventuell schaffen wir´s ja auch das Problem rund um die Gelddruckerei in die nächsten Generationen zu transferieren, weil´s eh schon wurscht ist, ob die dann mit einem Problem mehr oder weniger konfrontiert sind… Eigentlich lieber nicht, oder?!

Ereignistechnisch sind wir abgesehen von der Omnipräsenz des Virus und so Kleinigkeiten wie den verschwunden bzw. niemals existenten fast zwei Mrd. Euros bei einem ehemaligen DAX30 Unternehmen wohl am Rande eines – wohl verdienten :-) - Sommerlochs. Sogar Donald Trump hat, nach der Aussage des zukünftigen US Präsidenten, Joe Biden, das Schlachtfeld verlassen. Man darf gespannt sein, ob es sich hier um einen taktischen (geordnet war er wohl eher nicht) Rückzug handelt, oder aber den Beginn der finalen Kapitulation. Der Endeffekt sollte hoffentlich der gleiche sein, aber da lag ich beim letzten Mal schon daneben, als schau mer mal.

Bevor wir Deutschland zur EU Präsidentschaft gratulieren (oder kondolieren?!) noch eine Anmerkung zu einer sprachlichen Einbürgerungen durch das Virus, der man, wie ich finde, intensiv entgegen treten muss. Herdenimmunität. Sorry, aber das geht eigentlich gar nicht. Mir ist schon klar, und das stimmt wohl auch, dass das Wahlvolk im Wesentlichen aus lauter Rindviechern besteht, weil sonst hätten wir wahrscheinlich da und dort andere Personen an den Hebeln der Macht sitzen. So ganz direkt muss man aber die Missachtung vorm Souverän dann doch nicht ausdrücken, find ich. :-) Nota bene, verhalten sich natürlich gerade jetzt eine Unzahl unserer lieben Mitbürger*innen so, als wären sie eine Herde und hätten sie´s genau auf die Immunisierung genau derselben angelegt, aber auch da würde man sich doch zumindest sprachlich eine human-differenzierende Begrifflichkeit wünschen, oder? Lassen wir uns also nicht als Herde zum Schlachthof treiben sondern als Menschen zum Schafott, wenn uns schon sonst nichts mehr bleibt. :-)

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