2 Robinhood-Aktien, die du für immer halten kannst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
27.10.2020, 10:51  |  733   |   |   

Die Welt wird digitaler und die Pandemie hat diesen Megatrend noch einmal beschleunigt. Deshalb sind Unternehmen, die das Internet effektiv zur Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen nutzen, in einer beneidenswerten Position. Schauen wir doch mal, warum Amazon.com (WKN: 906866) und PayPal (WKN: A14R7U) das Depot langfristig stärken könnten.

1. Amazon.com: Investitionen in die letzte Meile

Nur wenige Unternehmen sind so gut positioniert, um dauerhaft bestehen zu können wie Amazon. Der Technologieriese dominiert nach Schätzungen den US-Markt für E-Commerce und globale Cloud-Infrastrukturen mit Marktanteilen von 39 bzw. 33 %. Amazon hat über seinen Prime-Service auch im Video-Streaming Fuß gefasst. Das Management kann durch Investitionen in die logistische Infrastruktur der letzten Meile und in Unterhaltungsangebote für den direkten Weg zum Verbraucher ein kontinuierliches Wachstum fördern.

Laut Bloomberg plant Amazon die Eröffnung von bis zu 1.000 kleinen Lieferzentren in Städten und Vorstädten in den ganzen USA. So sollen die Produkte noch schneller zugestellt werden. Dieser Schritt wird dem Unternehmen helfen, sich gegen Konkurrenten wie Walmart und Target zu behaupten. Die sind über ihre Geschäfte bislang noch einmal einen Ticken näher am Verbraucher.

Amazon stärkt seinen Wettbewerbsvorteil, indem man Amazon Prime von Walmarts Mitgliedschaft für kostenlose Lieferungen, Walmart+, abgrenzt. Laut Variety hat Amazon die Rechte an Eddie Murphys Coming 2 America für etwa 125 Millionen USD erworben. Der mit Spannung erwartete Film wird auf Amazon Prime Video kostenlos gezeigt und bietet Abonnenten einen enormen Wert, den Walmart+ schlicht nicht bieten kann. Die Nachrichtenseite Observer schätzt, dass Amazon Prime 150 Millionen Abonnenten hat. Von denen sollen mindestens 26 Millionen seit 2017 regelmäßig Prime Video nutzen.

Amazon rühmt sich eines Kurs-Gewinn-Verhältnis-Multiplikators von 126, was weit über dem S&P-500-Durchschnitt von 35 liegt. Aber das Unternehmen könnte seine hohe Bewertung aufgrund seines raschen Wachstums und der Tatsache verdienen, wie gut es sich für eine anhaltende Dominanz in seiner Branche positioniert. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 40 % auf 88,91 Milliarden USD. Das lag an der Pandemie, die den E-Commerce befeuerte. Der Nettogewinn hingegen stieg um 100 % auf 5,24 Milliarden USD. Grund dafür war vor allem Amazons margenstarker Cloud-Computing-Dienst AWS, der eine Betriebsmarge von 28 % aufweist. Im nordamerikanischen E-Commerce liegt die Marge bei 3,4 %.

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