checkAd

ROUNDUP Impfen was das Zeug hält - Länder wollen Astrazeneca-Impfstau abbauen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.03.2021, 06:35  |  140   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - In den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des Astrazeneca -Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Bis zuletzt hatte nur ein kleiner Teil der gelieferten Dosen den Weg in die Oberarme der Menschen gefunden. Die Gründe dafür sind teils überraschend.

DER ASTRAZENECA-IMPFSTAU IN ZAHLEN

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Astrazeneca!
Long
Basispreis 65,32€
Hebel 11,13
Ask 0,74
Short
Basispreis 78,06€
Hebel 10,44
Ask 0,79

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Insgesamt fast 3,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs sollen bis Donnerstag an die Länder geliefert sein, wie aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Montag sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) jedoch lediglich 514 000 Dosen verabreicht worden. Verglichen mit den Impfstoffmengen ist das Impftempo noch sehr überschaubar: Am Montag wurden rund 59 000 Menschen mit Astrazeneca geimpft, über die beiden Wochenend-Tage waren es rund 91 000. Klar ist: Bleibt es bei dem Tempo, könnten bis Ende der Woche über zwei Millionen Dosen auf Halde liegen.

WIESO JETZT TATSÄCHLICH MEHR GEIMPFT WERDEN KÖNNTE

In mehreren Bundesländern werden bereits Impftermine für die zweite Prioritätsgruppe vergeben, andere planen das - und somit könnten zusätzlich Millionen von Menschen bald ein Recht auf eine Astrazeneca-Impfung haben. In Nordrhein-Westfalen etwa sollen ab Montag rund 750 000 Kita-Erzieher, Tageseltern, Grundschullehrer und Streifenpolizisten ein Impfangebot erhalten. "Wir wollen halt einfach impfen was das Zeug hält", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). In Hessen haben zuletzt 12 000 Ärzte und medizinisches Personal ihre Astrazeneca-Dosis erhalten, auch Lehrer, Erzieher und Polizisten sollen bald drankommen.

Und die Vorbehalte scheinen zu schwinden: Brandenburg meldete zum Wochenstart eine Auslastung von rund 90 Prozent bei der Terminvergabe, in Thüringen sind die Impftermine für Personal an Kitas und Grund- und Förderschulen binnen weniger Stunden vergeben worden. Auch Baden-Württemberg verzeichnet eine stärkere Terminnachfrage, es gebe wenig Vorbehalte bei Lehrern oder Erziehern. Mittlerweile seien mehr als eine Million Menschen im Land zusätzlich impfberechtigt, heißt es von dort. Zuvor hatten die Länder bereits die Kapazitäten in den Impfzentren hochgefahren.

Wie es fix gehen könnte, zeigt die Stadt Krefeld in NRW. Dort wurden am Dienstag kurzerhand 600 Beschäftigte von Schulen und Kitas mit kurzfristig erhaltenen und nicht eingeplanten Astrazeneca-Dosen geimpft - sechs Tage vor dem landesweiten Impfstart für diese Gruppe.

DIE GRÜNDE FÜR DEN ZUNÄCHST LANGSAMEN START

Dennoch liegt noch stapelweise Impfstoff im Kühlschrank. Zuletzt hatte es geheißen, das Astrazeneca-Vakzin habe ein Imageproblem und werde deswegen so zögerlich verabreicht. Die Erfahrungen aus den Ländern zeigen: Das ist nur ein Teil der Wahrheit.

In Schleswig-Holstein etwa musste zunächst die Buchungssoftware umgestellt werden, um Astrazeneca in großem Stil in den Impfzentren einsetzen zu können. In Nordrhein-Westfalen wurde das Impftempo in Krankenhäusern zuletzt bewusst gedrosselt, weil teilweise Mitarbeiter nach der Impfung kurzzeitig ausgefallen waren. Die Impftermine wurden daher über einen längeren Zeitraum gestreckt - damit nicht zu viele Mitarbeiter gleichzeitig mit Impfreaktionen ausfallen. Und Baden-Württemberg begründete die niedrigen Impfzahlen mit einer statistischen Verzögerung: Impfungen in den Krankenhäusern werden demnach erst verspätet in den Impfzentren statistisch erfasst.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hatte sich jüngst gegen den Eindruck verwehrt, dass Impfstoff einfach ungenutzt rumliege. So könne Impfstoff erst relativ frisch geliefert sein, für eine zweite Impfung zurückgehalten werden oder noch nicht verimpft, aber für bestimmte Impfungen vorgesehen sein.

WEITER KRITIK AM IMPFKONZEPT

Nach Ansicht des Sozialverbands VdK sollten die Länder dennoch Tempo machen. "Der Impfstoff ist da, verkommt aber teils in den Impfzentren", sagte Präsidentin Verena Bentele. Beim Verband meldeten sich immer mehr Mitglieder, die chronisch krank oder behindert seien und sich impfen lassen wollten, aber verzweifelt auf Termine warteten. Der VdK monierte, dass der Bund das Verfahren den Ländern und Landräten überlasse. Diese seien offensichtlich heillos überfordert, Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen ausfindig zu machen./dhu/DP/zb


AstraZeneca Aktie jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Avatar
07.03.21 11:52:06
Finanzmärkte in neuem Corona News Flow. Neue Virusvariante B.1.526 in New York und in Kalifornien!

B.1.526 unangreifbar für Antikörper, wie HIV?

Coronavirus mit neuer Eigenschaft verbreitet sich in diesen Gebieten rasend schnell! Es erhielt die Bezeichnung "Fluchtvariante", da es in der Lage zu sein scheint, erstmals Antikörpern zu entkommen.

Bürgermeister von New York Bill de Blasio wörtlich: "Solange nicht bewiesen ist, dass Impfserien wirkungslos gegen diese Variante sind, sollten wir nicht das Schlimmste befürchten".

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 05.03.21 18:51 ; Fr.de/wissen/corona-mutante-variante-.....
Avatar
04.03.21 07:46:58
Zitat von lamaro1: https://corona-transition.org/geimpfte-in-israel-haben-eine-40-mal-hohere-mortalitat-als-ungeimpfte


was ist das wieder für eine tolle Seite?
Corona Transition (....)
Avatar
04.03.21 06:42:13
Avatar
03.03.21 16:17:12
hat Goldman sein Ziel mit 78 Euro erreicht
Avatar
03.03.21 14:54:52
seit 2012 bereitet man sich auf eine Pandemie vor...das kommt bei dieser Regierung raus...nur sch....,sagt man

Disclaimer

ROUNDUP Impfen was das Zeug hält - Länder wollen Astrazeneca-Impfstau abbauen In den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des Astrazeneca -Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin, wie eine Abfrage der …

Community

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel