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WDH/Kreise: US-Kongress erwägt Kompromiss zur Rettung der Boeing 737 Max 10
Foto: Arne Dedert - DPA

WDH/Kreise US-Kongress erwägt Kompromiss zur Rettung der Boeing 737 Max 10

(Mittwoch rpt Mittwoch im ersten Absatz)

WASHINGTON/ARLINGTON (dpa-AFX) - Der US-Flugzeugbauer Boeing kann bei der gefährdeten Zulassung zweier Versionen des Mittelstreckenjets 737 Max laut Insidern auf einen Kompromiss mit dem Gesetzgeber hoffen. Nach einem Plan einer demokratischen Senatorin könnte der Hersteller um den Einbau eines modernen Cockpit-Alarmsystems herumkommen, wie es ab kommendem Jahr für neue Flugzeugtypen eigentlich vorgeschrieben ist. Im Gegenzug müsste Boeing den beiden neuesten Varianten 737 Max 7 und 737 Max 10 einen zusätzlichen Sensor verpassen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete.

Außerdem müsste der Hersteller die schon zugelassenen Varianten Max 8 und Max 9 mit solchen weiteren Sensoren nachrüsten, schreibt Bloomberg. Die Sensoren werden bereits an der Langversion 737 Max 10 getestet. Einige Politiker und Hinterbliebene der Abstürze von 2018 und 2019 seien jedoch gegen den Kompromiss. Andernfalls würde es noch teurer für Boeing: Ein völlig neues Cockpit-Warnsystem würde den Konzern mehrere Milliarden Dollar und viel Zeit kosten.

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Die Max 10 soll dem Modell A321neo des europäischen Airbus-Konzerns Paroli bieten, dem Boeing sonst nichts entgegenzusetzen hat. Die Langversion des Mittelstreckenjets A320neo verkauft sich bereits derart gut, dass der inzwischen weltgrößte Flugzeughersteller Airbus das Modell künftig an all seinen vier Endmontage-Standorten bauen will.

Boeing steckt hingegen in einer tiefen Krise, seit 2018 und 2019 zwei 737-Max-Jets abgestürzt waren und 346 Menschen in den Tod gerissen hatten. Die Folge waren weltweit mehr als anderthalbjährige Flugverbote für den Typ. Nach technischen Nachbesserungen wurden die Verbote seit 2020 in wichtigen Teilen der Welt schrittweise wieder aufgehoben. Mit der Verpflichtung zu einem modernen Cockpit-Warnsystem reagierte der US-Gesetzgeber auf diese Unglücke.

Boeing hatte bei der 737 Max nur auf die Daten eines einzigen Sensors gesetzt, um vor einem drohenden Strömungsabriss zu warnen und die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten zu ziehen. Inzwischen kommen zwei Sensoren zum Einsatz. Andere Flugzeuge verfügen hingegen über drei Sensoren, um Messfehler aufzudecken.

Die Nacharbeiten an der 737 Max und neue Vorschriften haben Boeing bei der Entwicklung und der Zulassung der beiden verbliebenen Varianten der 737 Max deutlich zurückgeworfen. Anfang Oktober gab es Berichte, denen zufolge die Langversion frühestens im Sommer 2023 bereit für die Zulassung sein soll./lew/stw/mis




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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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