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    Allen Unkenrufen zum Trotz!  71693  1 Kommentar Deutschland zieht an Japan vorbei, wird drittgrößte Volkswirtschaft der Welt

    Im Fußball hat Deutschland zwar zuletzt gegen Japan verloren, beim Vergleich der Wirtschaftskraft aber die Nase vorn, zeigen jüngste Hochrechnungen. Die Hintergründe.

    Für Sie zusammengefasst
    • Deutschland auf dem Weg, Japan als drittgrößte Volkswirtschaft abzulösen.
    • Schwäche des Yen und starke Geldpolitik in Deutschland begünstigen Deutschland.
    • Langfristiges Wachstum in Deutschland beunruhigt politische Entscheidungsträger in Japan.

    Die deutsche Wirtschaft ist auf dem besten Weg, Japan als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt abzulösen, lautet die überraschende Meldung von Bloomberg am Dienstag. Dabei wird die Diskussion über den wirtschaftlichen Zustand Deutschlands seit Monaten von Schlagzeilen beherrscht, die vom "kranken Mann Europas" sprechen.

    Doch nach den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das nominale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2023 rund 4,43 Billionen US-Dollar betragen, verglichen mit 4,23 Billionen US-Dollar von Japan. Damit wären nur noch die Vereinigten Staaten und China größer.

    Einer der Gründe für das gute Abschneiden Deutschlands ist die schwache Landeswährung Japans. Der Yen pendelt nahe der Marke von 160 zum Euro und bleibt auch gegenüber dem US-Dollar in der Nähe eines 33-Jahres-Tiefs. Der Euro hatte zuletzt im August 2008 bei 160 Yen notiert.

    Die Schwäche des Yen ist größtenteils auf grundlegende Unterschiede in der Geldpolitik zurückzuführen. Die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank haben die Zinssätze von einem pandemischen Tiefstand aus angehoben, um die Inflation zu bekämpfen, während die Bank of Japan in ihrem Bestreben, das Preiswachstum nach Jahren der Deflation anzukurbeln, im Stimulusmodus geblieben ist.

    Es wird zwar erwartet, dass die Fed und die EZB die Zinssätze auf ihren bevorstehenden Sitzungen unverändert lassen werden, der Druck auf den Yen dürfte jedoch bleiben, da erwartet wird, dass die Kreditkosten sowohl im Euroraum als auch in den USA noch länger höher bleiben. Die BoJ trifft sich nächste Woche inmitten von Spekulationen über eine mögliche Änderung ihrer Kontrolle der Anleiherenditen. Ihre Negativzinssatz dürfte die Notenbank Bloomberg zufolge jedoch nicht vor dem nächsten Jahr beenden.

    Zudem deuten die Zahlen auch auf ein stabileres langfristiges Wachstum in Deutschland hin, und das könnte die politischen Entscheidungsträger in Japan beunruhigen, während sie über die Einzelheiten ihres jüngsten Wirtschaftspakets nachdenken.

    "Es stimmt, dass Japans Wachstumspotenzial zurückgefallen ist und weiterhin träge bleibt", sagte Japans Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura am Dienstag, als er zu den IWF-Prognosen befragt wurde. "Wir möchten den in den letzten 20 oder 30 Jahren verlorenen Boden wiedergewinnen. Das wollen wir durch Maßnahmen wie unser anstehendes Paket erreichen."


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    Premierminister Fumio Kishida sagte am Montag, das Konjunkturpaket umfasse eine Verlängerung der Energiesubventionen, eine Maßnahme, die dazu beitragen soll, die durch die stärkste Inflation in Japan seit Jahrzehnten verursachte Lebenshaltungskostenkrise zu lindern. Er sagte, es werde auch Schritte geben, um sicherzustellen, dass der Aufwärtstrend bei den Löhnen anhält, sowie eine Art von Steuersenkung.

    Die Zahlen des IWF zeigen, dass es den Deutschen wahrscheinlich auch viel besser geht als den Japanern. Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt pro Person in Deutschland wird auf 52.824 US-Dollar geschätzt, verglichen mit 33.950 US-Dollar in Japan.

     Autoren: Ingo Kolf für wallstreetONLINE Zentralredaktion




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    Verfasst vonIngo Kolf

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    Kommentare

    Avatar
    24.10.23 14:46:31
    "Zudem deuten die Zahlen auch auf ein stabileres langfristiges Wachstum in Deutschland hin" das ist doch eine Lüge! Deutschlands Wirtschaft schrumpft und wird bei dieser industriefeindlichen BundesreGierung auch weiter schrumpfen !

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