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Schuldenspirale Keine Ruhe, keine Entspannung – kein Konsum

Gastautor: Markus Gotzi
06.08.2011, 09:30  |  2465   |   |   

Uff, Amerika hat es noch mal geschafft. Die  sonst selbst verordnete Staatspleite ist abgewendet. Nicht zum ersten Mal übrigens. Tatsächlich hat Nordamerika seine staatliche Schulden-Obergrenze nun schon zum 78. Mal erhöht und damit die Überschuldung … ja was eigentlich? Verschoben? Mehr wohl nicht, denn die nächste Pleite droht garantiert. Und wahrscheinlich werden wir wieder dasselbe unwürdige Schauspiel erleben.

Der in der Erwartung großer Leistungen vorsorglich mit dem Friedensnobelpreis geadelte Präsident Barack Obama  kennt offenbar kein Konzept, um die Finanzprobleme der weltgrößten Volkswirtschaft dauerhaft zu lösen - und damit für Ruhe und Entspannung in seinem Land zu sorgen. Ein Land, in dem die Kluft zwischen arm und reich ständig größer wird. Ist das keine Gefahr für den inneren Frieden? Und seine politischen Gegner um die unsägliche Sarah Palin  und die Tea Party als Bewegung der Republikaner denken schon jetzt an den nächsten Wahlkampf, bei dem die Verschuldung so sicher ein Thema sein wird wie ein Hamburger bei McDonalds.

Mehr als billiges Fast Food können sich  schon heute viele Amerikaner kaum noch leisten. Der Konsum, früher stets Wachstumsgarant in den USA, bricht zusammen. Die Konsequenzen sind fatal. Die USA sind zu zwei Dritteln vom Konsum abhängig. Können sich die Amis nichts mehr leisten, sinken die Steuereinnahmen. Die Schulden-Spirale dreht sich immer schneller.

In manchen Staaten Europas sieht es nicht viel besser aus. Spanien sucht verzweifelt nach Sparmöglichkeiten und hat schon Ende 2010 die Subvention von Solarstrom rückwirkend gedeckelt. Italien hat zwar die Tarife für kommende Photovoltaikanlagen reduziert, dürfte aber die Finger von rückwirkenden Reduzierungen lassen. Warum das so ist, erklärt einleuchtend eine Expertin von Rödl & Partner im Artikel über die aktuelle Situation von Solarfonds.

Die Angebote lassen sich offenbar nicht mehr so einfach vertreiben wie noch im Jahr zuvor. Grund sind wohl die gesunkenen Tarife - obwohl die Hardware und vor allem die Projektierungen ebenfalls billiger geworden sind. Unter dem Strich ändert sich demnach kaum etwas. Vielleicht steigt der Umsatz ja in den kommenden sechs Monaten. MPC Capital hat eine Studie des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics veröffentlicht, nach der 61 Prozent der befragten 500 Finanzentscheider eine Investition im nächsten Halbjahr planen. Für 14 Prozent kommen geschlossene Fonds in Frage. Grundsätzlich interessant fanden die Fonds als Anlageklasse sogar zwei Drittel der vermögenden Anleger.

Ihr Markus Gotzi,
Chefredakteur „Der Fondsbrief“

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