Rohstoffe Platin & Palladium: Nachfrage übersteigt Angebot

12.11.2013, 15:18  |  2610   |   |   

Die starke Autokonjunktur hat dazu geführt, dass in diesem Jahr mehr Platin und Palladium nachgefragt als angeboten wird.


Allein auf dem Platinmarkt wird das Defizit 2013 voraussichtlich auf 18,8 Tonnen steigen, nachdem es 2012 bei 10,6 Tonnen lag. Dies entspräche dann dem höchsten Defizit seit 14 Jahren legt der Zwischenbericht „Platinum 2013 Interim Review“ von Johnson Matthey nahe, der heute veröffentlicht wurde. Die Edelmetallexperten ziehen folgendes Fazit: Die Wahrscheinlichkeit, dass das primäre Platinangebot im kommenden Jahr erheblich steigen wird, ist relativ gering. Die industrielle Nachfrage wird aller Voraussicht nach stark bleiben, weil die Käufe durch Automobilhersteller aufgrund neuer Grenzwerte für Emissionen aus Dieselfahrzeugen in Europa anziehen dürften. Außerdem erwartet man aus dem Schmucksektor eine robuste Nachfrage. Selbst bei einem weiteren Anstieg der Rückgewinnung von Platin aus Altkatalysatoren und einer rückläufigen Investitionsnachfrage im Vergleich zum außergewöhnlichen Gesamtergebnis 2013 ist ein drittes Defizitjahr in Folge wahrscheinlich. Aus charttechnischer Sicht fiel die Korrektur bei Platin und Palladium in den vergangenen Wochen weniger heftig als bei Gold und Silber aus. Der Platin-Chart sieht besonders spannend aus, da sich das Edelmetall derzeit nur knapp oberhalb der Unterstützungszone von 1.430 Dollar bewegt.
Am Dienstagnachmittag präsentierten sich Platin und Palladium mit uneinheitlichen Notierungen. Während sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Januar) bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) um 3,60 auf 1.436,60 Dollar verteuerte, fiel sein Pendant auf Palladium (Dezember) um 7,10 auf 747,45 Dollar pro Feinunze zurück.

Orangensaft: Starke Kursrally

Floridas Orangenplantagen leiden derzeit unter heimtückischen einer Pflanzenkrankheit, die Früchte und im Extremfall die komplette Pflanze zerstören kann. Orangenpflanzer befürchten deshalb ein Ernterückgang um bis zu 40 Prozent und Umsatzausfälle in Milliardenhöhe. Falls Frost den Pflanzen zusätzlich zu schaffen machen und die nachlassende Nachfrage nach oben drehen sollte, könnte es mit dem Preis für Orangensaft weiter nach oben gehen.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Orangensaftpreis mit leicht anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Orangensaftkonzentrat um 1,05 auf 134,90 US-Cents pro Pfund.
 

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