Rohstoffe Edelmetalle: Hot or not?

Gastautorin: Nadine Smeding
13.11.2013, 11:06  |  4433   |   |   

Die Nachrichten in Bezug auf die Edelmetalle geben in der letzten Zeit auch nicht wirklich Anlass zur Feierlaune; denn dass auf dem Goldmarkt seit Jahresbeginn unerklärliche Dinge vor sich gehen, sollte allseits bekannt sein. Einerseits besteht die Vermutung, dass die Goldpreise manipuliert werden, andererseits erwartet so mancher, dass die Goldpreise auch nicht weiter steigen werden und die Nachfrage nach Gold weiter abnehmen wird. Für Silber und Platin sind die Voraussichten inzwischen wieder positiver.

Die kühnen Schritte Draghis

Dass Draghi es momentan schwer hat, ist unbestritten. Vor allem in Europa geht die Verlangsamung der Geldentwertung mit einer hartnäckigen wirtschaftlichen Rezession, alle Rekorde brechenden Arbeitslosenzahlen und der offensichtlichen Unfähigkeit, die Staatsschulden zurückdrängen zu können, einher. Die niedrige Inflationsrate in Europa hat dafür gesorgt, dass Draghi der Angstschweiß ausbrach. Hinzu kam, dass auch von außen immer mehr Druck auf die Erholung der europäischen Wirtschaft ausgeübt wird. Nach Auffassung der USA hängt die Gesundung der Weltwirtschaft vor allem von der Eurozone ab. Der Schlüssel zur Verbesserung liegt nach Auffassung der US-Amerikaner in der Ankurbelung der abgestürzten europäischen Wirtschaft. Sorgen mache man sich vor allem wegen der Rezession und der sinkenden inländischen Konsumentenausgaben. Es ist daher nur logisch, dass Draghi sich nicht wieder zurücklehnen konnte, sondern endlich den kühnen Schritt gewagt und den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt hat. Die niedrige Inflationsrate ist größtenteils auf den straken Euro und die fallenden Importpreise zurückzuführen.
 

Ist die Leitzinssenkung der EZB ausreichend für die Eurozone?

Wir fragen uns jedoch, ob diese Maßnahme ausreichend ist, denn die sowieso schon schwere Schuldenlast wird in Zeiten der Deflation immer schwerer. Eine wirtschaftliche Gesundung entfernt sich so immer weiter aus dem Augenmerk, denn die Verlangsamung der Preissteigerungen geht mit einer hartnäckigen wirtschaftlichen Rezession, alle Rekorde brechenden Arbeitslosenzahlen und der offensichtlichen Unfähigkeit, die Staatsschulden zurückdrängen zu können, einher.
 
Der Beteiligungsgrad am Arbeitsmarkt ist schließlich momentan sehr niedrig. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Arbeitslosenquote nicht sinken wird, wenn die Wirtschaft wieder anzieht, weil dann mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt strömen werden. Logischerweise wird dies dazu führen, dass dann die realen Arbeitslosenzahlen steigen und nicht sinken, denn eine Wirtschaft rutscht in die Rezession, wenn das Zinsniveau zu hoch ist und es zu wenig Arbeitsplätze gibt.
 
Es ist zu erwarten, dass die EZB kurzfristig weitere Maßnahmen wird ergreifen müssen, will sie ein derart deflationäres Szenario abbremsen. Dabei wäre an negative Depositenzinsen oder neue, langjährige Liquiditätsspritzen für Banken zu denken.
 
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