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Bund-Future: Kleine Kerzen = Pattsituation im FGBL
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Bund-Future Kleine Kerzen = Pattsituation im FGBL

14.10.2016, 07:30  |  1703   |   |   

Eine Trendwende im Zinsmarkt hin zu moderat steigenden Zinsen ist aus Sicht der lang- und mittelfristigen Charts durchaus einzuplanen. Die Inflation in Deutschland steigt moderat an. Ein Ende oder eine Verringerung der Anleihekäufe der EZB muss eingeplant werden. Die EZB hat in den vergangenen Monaten den Markt leergefegt und zu Verwerfungen gesorgt. Die Anleger werden zwangsenteignet – und zahlen in einer ganzen Reihe von Anleihesegmenten noch Geld dafür, Staatsanleihen halten zu dürfen. Der Anlagenotstand der institutionellen Investoren führt nun dazu, dass auch Nachranganleihen auf eine hohe Nachfrage bei niedrigen Renditen stoßen. So emittierte jüngst der französische Lebensversicherer CNP Assurances ein 1 Milliarden Euro schweres Papier (Nachrangbond) mit einer Laufzeit von sechs Jahren – aufgrund des hohen Ordervolumens von ca. 7 Milliarden Euro konnte der Bond mit einer Rendite von 1,925 % Rendite an den Mann gebracht werden. In einem Kommentar der Börsen-Zeitung wird zu Recht auf das Risiko dieser Bonds hingewiesen und die Frage aufgeworfen, ob diese Entwicklung noch gesund sei – vom Autor der Börsen-Zeitung wird dies doch sehr stark bezweifelt. Die Skepsis im Markt gegenüber der gegenwärtigen Zinslandschaft ist allerdings nicht unbedingt neu – doch die Auswüchse treffen auf immer mehr Unverständnis. Unter Umständen ist hier das Ende der Fahnenstange erreicht – auch in Hinblick auf wieder steigende bis stabile Ölpreise und einem Ausbleiben der inflationsmildernden Auswirkungen sinkender Ölpreise. Charttechnisch zeigt sich eine kurzfristige Pattsituation im Bund-Future. Die jüngsten drei kleinen Kerzen weiterhin mit dem Risiko nochmals dynamischer fallender Kurse – aber auch mit der Chance einer kurzfristigen Bodenbildung.

 

Bund-Future - Tageskerzen

Die Verschnaufpause in der Abwärtsbewegung dauert nun drei Tage an. Auch heute sollte sich diese Tendenz am Vormittag fortsetzen – am Nachmittag werden sodann eine Reihe von US-Daten erwartet als auch Reden von US-Notenbankern. Kurzfristig positiv wäre ein Re-Break der 164% sowie folgend auch ein Daily-Close über 164,18% - kritisch hingegen ein neues Tief sowie ein Break der Unterstützungslinien bei 162,79 und 162,56%. Dies würde sodann weitere dynamische Abgaben nach sich ziehen.

Bund-Future Dezember-Kontrakt – Stundenkerzen

Die gestrige Erholung wurde nicht mehr nachhaltig verkauft – der FGBL stabil. Ein Break der 164% sollte daher zu einem Test der 164,18% führen – leicht negativ wäre ein Fall unter das gestrige Tagestief mit Zielen bei 163,31 bis 163,15%.

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

Die wichtigsten Zahlen:

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten nicht investiert ist, weder direkt noch indirekt durch Finanzinstrumente. Charts: www.tradesignalonline.com

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