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Daimler, VW, BMW – Autobauer im Fokus

Gastautor: Daniel Saurenz
03.03.2017, 13:30  |  988   |   |   

VW AutoUnternehmen mit einer hohen Exportquote stehen bei Anlegern unter besonderem Beobachtung in diesem Jahr. Speziell deutsche Automarken wie zum Beispiel BMW und Volkswagen sind vom globalen Wirtschaftumfeld so abhängig wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig. Die DEGIRO-Experten haben sich das Branchenumfeld für uns genauer angeschaut.

Die deutsche Autoindustrie startete mit jede Menge Rückenwind ins neue Jahr. Der Abgasskandal scheint 2017 bereits vergessen, durch den nicht nur VW, sondern auch die gesamte Autoindustrie einen kleinen Imageschaden erlitt. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone befindet sich im Moment auf dem höchsten Wert seit 2011 und auch der deutsche Einkaufsmanagerindex steht auf einem Dreijahreshoch. Zudem wurde Deutschland in diesem Jahr wieder einmal zum Exportweltmeister gekührt.

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Deutschland profitiert wie kein anderes Land in der Währungsunion vom schwachen Euro (warum das so ist und wie die Entwicklung einer Währung den Gesamtmarkt generell beeinflusst erfahren Sie hier), da Länder außerhalb der Eurozone deutsche Autos günstiger importieren können. Deutsche Autos genießen vorallem auch in den USA, dem knapp vor Europa weltweit zweitgrößten Automarkt ein hohes Ansehen.

Geht Trump in die Eisen?

USA_Texas_VW_BMWEs sieht danach aus, also ob deutsche Automarken nur durch politischen Gegenwind aus Übersee gebremst werden können. Noch ist unklar, wie sich Trump’s „America First Politik“ auf deutsche Exporte auswirkt bzw. wie Importe in die USA im allgemeinen besteuert werden sollen. China nutzt die Situation derweilen zu ihrem Vorteil und versucht die Handelsbeziehungen zu vertiefen. Im letzten Jahr überholte China bereits die USA als größter Handelspartner von deutschen Unternehmen.

Sie sind vermutlich auch bereit, bei der umstrittenen Quote für Elektroautos in China Zugeständnisse zu machen. Zunächst sollten bereits ab 2018 mindestens 8% aller Autos mit Elektroantrieb fahren. Für deutsche Autobauer kommt dies jedoch viel zu früh und diese hoffen darauf, dass die Einführung dieser Quote ein paar Jahre verschoben wird. Die strikte Quote für Elektoautos ist eines der Hauptthemen von Angela Merkel in den momentanen Handelsgesprächen mit China. Für VW und co. steht im größten Autoabsatzmarkt viel auf dem Spiel.

Quelle: DEGIRO

Und nun, wie gewohnt, zu unserer Chartanalyse…

DAX: Korrekturgefahr bleibt überdurchschnittlich

Bereits in der gestrigen Analyse hat sich ein großes Schwächerisiko für den Deutschen Aktienindex abgezeichnet. Diese Einschätzung wird durch die jüngste Kursentwicklung bestätigt. Das bevor stehende Wochenende sorgt für zusätzlichen Verkaufsdruck – auch wenn der Markt noch nicht besonders überhitzt ist.

chart1Das kurzfristig entscheidende Merkmal am Kursverlauf des DAX bleibt unverändert die hohe Bereitschaft zu Abverkäufen unmittelbar nach besonders starken Handelstagen. Im Kerzenchart, der die Kursgewinne von Tagestief zu Tageshoch visualisiert, werden die seit Jahresanfang aufgetretenen Rally-Tage durch lange weiße Balken – so genannte Kerzenkörper – sichtbar (rote Pfeile). Kurz nach diesen Ereignissen wurden in großem Ausmaß Profite realisiert. Die beiden letzten Schwächephasen Ende Januar und Februar starteten auch an Freitagen oder nahmen da zumindest deutlich an Fahrt auf.

chart2Dazu kommt die weiter limitierte Lage im Tageschart: Der Markt ist dort an der Obergrenze eines Aufwärtstrendkanals angekommen (grün punktiert). Hier starteten bereits mehrere Korrekturen. Das mahnt zur Vorsicht, auch wenn der Index erst knapp zweieinhalb Prozent über seinem Monatsdurchschnitt verläuft, und eigentlich bis zu fünf Prozent darüber steigen kann bevor er überhitzt ist (blauer Indikator unter dem Chart).

chart3Ein Rückfall in Richtung des Monatsdurchschnitts (blaue Kurve) um 11.800 ist daher für die nahe Zukunft wahrscheinlicher, als ein weiterer Anstieg bis an den oberen Rand des Prognose-Korridors (graue Fläche) bei derzeit etwa 12.150. Dieser Bewegungskanal zeigt den aus vergangenen Schwankungen abgeleiteten Spielraum für den Markt. Schon um 11.850/11.900 verläuft eine Zone mit mehreren Wendepunkten aus der jüngeren Vergangenheit, die sich als erste Unterstützung vor dem Wochenende etablieren könnte. Angesichts des langfristig intakten Aufwärtstrends sind vorläufig auch keine größeren Korrekturen zu fürchten. Doch die Gefahr kleinerer Rücksetzer ist durch die zuvor beschriebenen Faktoren aktuell deutlich erhöht.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…

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