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Deutsche Wirtschaft noch auf Wachstumskurs

Gastautor: Daniel Saurenz
30.08.2017, 09:00  |  1054   |   |   

Börse_Konjunktur_SchiffDie Nordkorea-Krise und der starke Euro setzen dem DAX zu Wochenbeginn ordentlich zu. Auch wenn der DAX am Dienstag ordentlich verloren hat, von einem dauerhaften Abwärtstrend sprechen die wenigsten. Neu in unserer ISIN-Liste finden Anleger die Inliner HW4830 und HU9T9C auf den DAX, mit denen – bei ordentlich Abstand zu den Barrieren – von einer weiteren Seitwärtsbewegung profitiert werden kann. Im Gegensatz zum DAX befindet sich die deutsche Wirtschaft insgesamt weiter auf dem Wachstumskurs – wie lange noch? Werfen wir einen Blick auf die Analyse der IKB.

Das Statistische Bundesamt hat das BIP-Wachstum für das zweite Quartal bestätigt: Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,6 % gewachsen, nur geringfügig weniger stark als im ersten Quartal (0,7 % zum Vorquartal). Der private Konsum konnte um 0,8 % zulegen und erzielte damit das höchste Wachstum seit Anfang 2016. Im ersten Quartal 2017 lag das Plus beim privaten Konsum bei nur 0,3 %. Die Konsumausgaben des Staates sind ebenfalls deutlich angestiegen – um 0,6 % zum Vorquartal.

Konjunktur_BauenÜberraschend war die Ausweitung der Investitionen – vor allem aufgrund von Revidierungen für das erste Quartal. Laut aktuellen Zahlen haben die Ausrüstungsinvestitionen im ersten Quartal um 2,1 % zugenommen und im zweiten um 1,2 %. Auch die Exporte konnten mit einem Plus von 1,6 % im ersten und 0,6 % im zweiten Vierteljahr überzeugen. Dies sollte angesichts der globalen Konjunkturentwicklung nicht überraschen.

Die IKB emittiert neue Anleihen, beispielsweise die Festzinsanleihe A2E4QV oder die Stufenzinsanleihe A2E4QU. Eine Übersicht finden Sie hier. Weitere ausgewählte Anlageideen finden Sie auch in unserer ISIN-Liste. Lesen Sie außerdem:  Alternativen zum klassischen Sparen 

Insgesamt basiert die Wirtschaftsdynamik auf einem breiten Fundament, denn alle Nachfragekomponente zeigten im laufenden Jahr eine aufwärts gerichtete Entwicklung. Dabei verlief die Binnennachfrage besonders stark: Sie legte im zweiten Quartal deutlich um 1,0 % zu und lieferte einen Wachstumsbeitrag von 1,0 Prozentpunkten. Da die Importe mit 1,7 % stärker gestiegen sind als die Exporte mit 0,7 % dämpfte der Außenbeitrag – Exporte minus Importe – dieses Mal die gesamtwirtschaftliche Dynamik um -0,3 Prozentpunkte.

ifo Geschäftsklima gibt erwartungsgemäß leicht nach

Abb1

 

Nach dem dritten Rekordniveau in Folge hat das ifo Geschäftsklima im August erwartungsgemäß leicht nachgegeben. Der Rückgang betrug aber nur 0,1 Prozentpunkte; erwartet wurde eine stärkere Eintrübung. Mit einem Wert von 115,9 Zählern befindet sich das Geschäftsklima der deutschen Unternehmen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Überraschend ist, dass sich die Geschäftsperspektiven weiter aufgehellt haben; der Teil-Index verbesserte sich um 0,6 Zähler auf 107,9. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen dagegen etwas weniger optimistisch; dieser Teil-Index sank überraschend klar um 0,8 Zähler auf 124,6 Punkte, befindet sich aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Unsere aktuellen Webinartermine sowie die Aufzeichnungen von letzter Woche finden Sie hier … 

Ausblick: Deutsche Wirtschaft wächst 2017 um 2,2 %

Abb2

Das ifo Geschäftsklima – als bedeutendster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft – stützt den Ausblick auf eine anhaltend gute Dynamik für das vierte Quartal. Allerdings ist die Veränderung und nicht das Niveau des ifo Index entscheidend, was eine moderate Wachstumsverlangsamung in den kommenden Quartalen andeutet, da sich der Index vom aktuellen Niveau sicherlich nicht weiter deutlich nach oben bewegen wird. Die Konsumlaune bleibt jedoch sehr gut, und der Investitionszyklus scheint sich im Aufwind zu befinden, während die globale Konjunktur die Exporte weiterhin stützen dürfte. Die IKB erwartet 2017 ein BIP-Wachstum von 2,2 % und 2018 von 2,0 %.

Abb3Die deutsche Wirtschaft sollte in den kommenden Quartalen ihren Wachstumskurs fortsetzen, auch wenn die Dynamik etwas nachlassen dürfte. Denn: Auch wenn der ifo Index weiterhin auf extrem hohem Niveau verweilt, nicht seine absoluten Werte sind wesentlicher Frühindikator für die Konjunktur, sondern das Ausmaß der Veränderungen. Die starke Binnennachfrage dürfte Treiber der Dynamik bleiben. Das nach wie vor günstige Konsumklima stimuliert den privaten Verbrauch, und angesichts guter Geschäftsperspektiven sollten auch die Investitionen zunehmen. Die IKB erwartet 2017 und 2018 ein BIP- Wachstum in Deutschland von ca. 2 %.

Quelle: IKB / eigene Recherche

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